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WhatsApp für Unternehmen – ein neues Level der Kundennähe?

Lohnt sich ein Unternehmensprofil bei WhatsApp Business?

Eigentlich könnten wir an dieser Stelle jede Woche dasselbe schreiben: Eine enge Verbindung zum Kunden fördert auch den Umsatz. Wie ihr diesen herstellen wollt, ist im Grunde euch überlassen.

Ein relativ neues Phänomen im Bereich Kundenkontakt jedoch ist WhatsApp Business: Mit einem speziellen Firmenprofil kann sich der Kundenservice anschreiben lassen wie der beste Freund oder die eigene Mama.

Kundenservice per Handynummer wird immer beliebter. Im folgenden Artikel stellen wir die Möglichkeiten vor, die WhatsApp Deinem Unternehmen bieten kann.

WhatsApp: Der coolere Bruder der SMS

Textnachrichten erfreuen sich seit ihrer Erfindung einer großen Beliebtheit. Da der Messenger-Dienst WhatsApp jedoch viel mehr als das bietet, ersetzt er schon seit einigen Jahren die ursprüngliche Kurznachricht.

Fotos, Videos und Sprachnachrichten heben Textnachrichten auf ein Level der Multimedialität, die beinahe so gut ist, wie dabei zu sein.  Kein Wunder also, dass WhatsApp mittlerweile deutlich häufiger genutzt wird als die gute, alte SMS. Rund drei Viertel der deutschen Online-Bevölkerung setzen bei ihrer Kommunikation auf WhatsApp. 

Ebenso wenig verwundert es, dass auch Unternehmen sich diese Popularität zu Nutze mache wollen. Über den Tag verteilt erwischen wir uns unzählige Male dabei, wie wir einen neugierigen Blick hinter die freundlich-grüne Schaltfläche riskieren. Was könnte also eine bessere Werbefläche sein als ein Platz inmitten unserer intimsten Kontakte?

Kundenservice per WhatsApp Business – geht das?

Die Vorteile, die ein direkter und persönlicher Kontakt zum Kunden bieten, liegt auf der Hand. Nicht nur eignet sich WhatsApp hervorragend, um Nutzer mittels Benachrichtigungen auf dem Laufenden zu halten – auch ist die Erreichbarkeit über eine Handynummer eine bequeme Möglichkeit für Deine Kunden, Dich zu kontaktieren.

Terminanfragen, kurze Rückfragen und informative Kurznachrichten sind nur einige Beispiele, die sich aus dem vielfältigen Spielraum der Kommunikations-App für Unternehmen schöpfen lassen.

Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit zur Erstellung von Gruppen: Natürlich kann dies firmenintern genutzt werden, um alle Mitarbeiter gleichzeitig zu erreichen, aber können sich auch spezielle Gruppen für Stammkunden oder Eventbesucher lohnen. Was allerdings ein prägnantes Augenmerk der App ist, kann sowohl hilfreich als auch hinderlich sein: Das kleine Häkchen unter den Nachrichten, welches bei gelesenen Posts blau aufleuchtet.

Damit das Whatsapp- Profil tatsächlich einen guten Ruf genießt und Kunden enger an Dein Unternehmen bindet, solltest Du es auf keinen Fall zu lange unbeantwortet leuchten lassen. Schnelle Kommunikation ist das Lebenselixier des beliebten Nachrichtendienstes. Wenn du nicht hinterherkommst, solltest Du es gegebenenfalls gar nicht erst versuchen.

Aus diesem Grund eignet sich WhatsApp eigentlich auch nur für jene Unternehmen, die entweder über genügend Kapazitäten verfügen, um wirklich ständig erreichbar zu sein, oder über den Tag eher wenige Kundenanfragen bekommen.

Sobald die Anfragen nicht mehr zu beantworten sind, kann WhatsApp sich gegebenenfalls sogar nachteilig auf die Kundenbindung auswirken. Natürlich lässt sich diese Funktion ausschalten, doch könnte auch dies eher vertrauensunwürdig wirken.

Die Entscheidung sollte jedoch auch reiflich überlegt sein, wenn Dein Betrieb noch in den Kinderschuhen steckt: Wie bereits erwähnt, kommunizieren wir bei WhatsApp eher selten mit Unternehmen. Viel häufiger tauschen wir uns mit Personen aus unserem Alltag aus.

Das schafft ein sehr privates Umfeld, weshalb eine WhatsApp-Nummer als Kontaktmöglichkeit auch einen unseriösen Eindruck machen kann – als hättest Du noch nicht die Zeit gehabt, Dich um offizielle Kommunikationswege zu kümmern.

Chatten für mehr Umsatz: Mit WhatsApp Business Leads generieren?

Wie genau WhatsApp in einem Unternehmen eingesetzt wird, ist nicht vorgegeben. So musst Du auch gar nicht wirklich ansprechbar sein – manchmal ist dieser Kommunikationsweg auch relevant, um Content zu versenden.

In der Fitnessbranche beispielsweise bekommen Interessierte für ihre Handynummer Ernährungstipps, andere wiederum abonnieren Dienste, die ihnen täglich einen Witz schicken. Wenn Du regelmäßigen Content zu bieten kannst, der sich in eine kurze, knackige Nachricht verpacken lässt, könnte WhatsApp tatsächlich interessant für Dich sein. D

och lassen sich auf diesem Wege auch konkrete Strategien zur Herbeiführung von Leads nutzen: Etwa mittels Nachrichten, die einen personifizierten Gutschein-Code oder andere Angebote enthalten. Ein Vorteil, der nicht ignoriert werden sollte – eine E-Mail muss geöffnet werden.

Dass dies für Unternehmen schwierig werden kann, haben wir bereits an anderer Stelle behandelt. Bei WhatsApp allerdings erscheint eine Benachrichtigung unmittelbar auf dem Handy-Display und lädt somit eher ein, das Angebot auch zu nutzen!

Gute Argumente: So generierst Du Kontakte

Wir halten fest: WhatsApp steht den meisten Menschen im Alltag sehr nahe. Es ist der häufigste Kommunikationsweg, den wir für Freunde, Familie und Beruf nutzen. Aus diesem Grund ist es selbsterklärend, dass niemand seinen Kontakt so bereitwillig herausrückt wie etwa seine E-Mail-Adresse – zumal WhatsApp über die Handynummer funktioniert, die man sich nicht mal eben so separat erstellen kann.

Damit Deine Kunden Dich bereitwillig bei WhatsApp hinzufügen, musst Du ihnen einen unübertrefflichen Mehrwert bieten. Eine gute Idee können Extras sein, die man bei WhatsApp-Anmeldung erhält. Doch sollte es sich dabei um möglichst hochwertige Angebote handeln, damit Dich diese Aktion nicht in ein falsches Licht rückt. E-Books, ein attraktiver Rabatt oder Probemitgliedschaften für Dienste, die Du vielleicht anbietest, können ein guter Anreiz sein.

Auf keinen Fall sollten Deine Kunden das Gefühl bekommen, dass Sie ihre Nummer zu falschen Zwecken herausgeben. Auf diese Weise wird Dein Projekt, WhatsApp als zusätzlichen Service anzubieten, ganz schnell scheitern. Zufriedene Kunden sind interessierte Kunden, die bei Aktionen, Neuigkeiten und Veränderungen immer wieder vorbeischauen. Diesen Grundsatz solltest Du stets im Kopf behalten, wenn Du neue Werbestrategien planst – ob bei WhatsApp oder sonstwo. 

Semtrix-Blog-OM-Masterclass-Content Curation

Content Curation: Andere die Arbeit machen lassen?

Wenn der Blog zur Ausstellung wird…

Es gibt eine alte, deutsche Wahrheit, die dem Volk schon seit Generationen in verschiedenen Lebensumständen weiterhilft: „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten“. Wie schwierig dieser vermeintlich freundliche Leitspruch werden kann, weiß vor allem eine erst vor Kurzem entstandene Menschengruppe: Content Creator.

Natürlich will jeder ausschließlich brillante Inhalte posten, die alle für sich Meisterwerke sind. Ob es sich nun um einen Instagram-Post oder Blogbeitrag handelt, ist dabei unerheblich.

Der Stressfaktor erhöht sich jedoch, wenn man an die Aktualitätssucht des Internets denkt: Die Möglichkeit, Informationen jederzeit und von überall aus in Echtzeit zu übertragen, hat dafür gesorgt, dass Updates regelmäßig kommen müssen – sonst verschwindet man schnell in der Datenflut.

Einen Weg, die eigenen Inhalte etwas zu strecken, haben wir bereits vorgestellt – doch es gibt noch einen weiteren. Content Curation macht Blogs, Social Media-Kanäle sowie alle weiteren Plattformen zu kleinen Galerien.

Was ist Content Curation?

Vermutlich ist „Kuratieren“ Dir bereits ein Begriff, vermutlich jedoch nicht im Zusammenhang mit Online-Content. Ursprünglich aus der Kunstwissenschaft stammend, bezeichnet er sonst die Tätigkeit von Galeristen, die interessante Werke für Ausstellungen zusammenstellen und diese betreuen.

Ähnlich sieht es auch bei Content Curation aus: Inhalte, die nicht selbst kreiert worden sind, werden auf eine bestimmte Weise zusammengeführt oder aufbereitet und über den eigenen Account veröffentlicht. Idealerweise handelt es sich dabei um Inhalte, die für die eigene Zielgruppe relevant sein könnten – erweitert durch eigene Kommentare etwa bekommen die fremden „Werke“ einen zusätzlichen Mehrwert.

Ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Nutzung liefern soziale Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter: Lustige Textbeiträge werden durch ein passendes Bild zu sehr lustigen Memes, Experteninterviews machen informative Beiträge besonders glaubwürdig, Infografiken untermalen die Posts anderer Autoren.

Auch werden interessante Beiträge von anderen Seiten geteilt oder gar ganze Profile verlinkt. Diese Strategie kann jedoch auch konkret für das Online-Marketing genutzt werden. Unterscheiden lassen sich dabei verschiedene Arten von Content Curation:

 

  1. Elevation: Wenn Der Betreiber des Kanals das Augenmerk seiner Followerschaft auf einen aktuellen Trend legen möchte, kann er Beiträge verschiedener Quellen hierzu sammeln und gemeinsam posten. Ein Beispiel hierfür sind Artikel in Blogs, die eine Art „weiterführender Literatur“ zum behandelten Thema per Linkliste anbieten.
  2. Aggregation: Ähnlich sieht es auch bei der „Aggregation“-Methode aus: Hier liegt der Unterschied allerdings darin, dass die Inhalte in einem einzigen Beitrag gesammelt werden.
  3. Chronology: Du berichtest schon seit einiger Zeit von einem bestimmten Thema? Dann wäre die chronologische Herangehensweise an Content Curation vielleicht eine Idee wert. Hier wird die Entwicklung der Beiträge über das Thema im Verlauf dargestellt.
  4. Destillation: Weniger ist mehr! Bei der „Destillation“ genannten Methode macht man sich eine quasi wissenschaftliche Herangehensweise zu Nutze, indem man aus die Quintessenzen verschiedener, fremder Beiträge in einem Post vereint.
  5. Mashups: Zum Schluss wählen einige Kuratoren einen wilden Mix verschiedener Beiträge. Manchmal kann eine solche Zusammenstellung dafür sorgen, dass ein Thema beispielsweise in einem anderen Kontext dargestellt wird – und somit auch anders diskutiert.

 

Was sind die Vorteile von Content Curation?

Im Grunde genommen überwiegen bei Content Curation eindeutig die Vorteile, weshalb sich die Strategie für viele kreative Köpfe lohnen kann. Selbstverständlich muss zunächst die Tatsache benannt werden, dass die eigenen Ideen für Beiträge mithilfe eingestreuter Fremdinhalte etwas gestreckt werden können.

Das hat nicht einmal etwas mit Faulheit oder einem Mangel an Kreativität zu tun – viel eher liegt es den meisten Content Creators am Herzen, ihrer Zielgruppe möglichst spannende und differenzierte Inhalte zu bieten. Indem man hin und wieder die Aufmerksamkeit auf andere interessante Personen des Internets lenkt, erweitert man den Online-Horizont der eigenen Follower.

Das sorgt in jedem Fall für positive Reaktionen: Schließlich freut sich doch jeder, wenn er beispielsweise einen interessanten Blog dank eines anderen interessanten Blogs findet. Wer sich mit dieser Art des Postings auseinandersetzt, findet natürlich auch hin und wieder interessanten neuen Input für sich selbst – und erweitert seinen Horizont, was unter Umständen wieder Inspiration für den nächsten eigenen Post bedeuten kann. Eine Win-Win-Situation!

Damit wären wir auch schon bei dem zweiten Vorteil, den Content Curation bietet: Natürlich wird nichts ohne Zustimmung geteilt. Indem man also andere Ersteller von Content freundlich bittet, ihre Inhalte aufbereiten und teilen zu dürfen, schafft man sich ein Netzwerk – und somit eine größere Reichweite. Content Curation ist eine Art Solidaritätspakt unter Internetmenschen.

Doch wird nicht nur der Kontakt mit den Urhebern der fremden Beiträge aufrechterhalten: Das Teilen von Content fördert die Kommunikation mit Deinen Followern und auch bei ihnen untereinander. Somit wird nicht nur Deine Reichweite größer, auch für Deine Conversion Rate kann Content Curation förderlich sein!

Kuratieren, ja – aber nicht stehlen!

Eigentlich sollte man meinen, dass wir alle über die Jahre, die es das Internet schon gibt, auch genug Netiquette gesammelt haben, um fremde Beiträge nicht einfach ohne Zustimmung zu teilen. Jedoch gibt es trotzdem laufend neue Webseiten, die zugunsten der eigenen Popularität gut und gerne Urheberrechtsverletzungen hinnehmen.

Ein Beispiel hierfür sind Instagram-Profile, die regelmäßig fremde Inhalte zu einem bestimmten Thema hochladen, ohne auf die Quelle des Contents hinzuweisen. Dabei handelt es sich selbstverständlich nicht um Content Curation – sondern um das Schmücken mit fremden Federn.

Old but Gold

Old but gold: Warum auch alter Content Aufmerksamkeit verdient

Löschen, bearbeiten, behalten?

Erfolgreich bloggen bedeutet, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Im Laufe der Zeit jedoch sammeln sich in den düstersten Ecken des Archivs haufenweise Beitragsleichen, die still und geduldig im ewigen Nichts verweilen.

Auf den Straßen heißt es, einige wenige von uns würden ihr Archiv regelmäßig ausmisten – der durchschnittliche Content Creator weiß aber, wie viel Arbeit in jedem einzelnen Beitrag steckt. Ein Kompromiss: Aktualisieren statt löschen!

Ganz dem Zeitgeist gemäß lassen wir die Wegwerfkultur auch online hinter uns und gewöhnen uns an das Recycling. Was, wie und wieso überhaupt kannst Du in diesem Artikel nachlesen.

Wie sich veralteter Content auf Dein Ranking auswirkt

Wie so oft in den Kreisen der Online-Marketer orientieren wir uns zunächst an unseren Besuchern. Angenommen, jemand betreibt Recherche zu einem bestimmten Thema.

Bei den Suchergebnissen taucht Deine Seite auf einem der vorderen Plätze auf; dem Nutzer wird suggeriert, dass er nun alle Antworten findet, die er braucht.

Tatsächlich aber handelt es sich bei dem Suchergebnis um einen längst vergessenen Beitrag von 2002, der aus heutiger Sicht absoluten Quatsch erzählt. Würdest Du an Stelle des Besuchers so gütig sein, noch weiter auf Deiner Webseite zu suchen? Vermutlich nicht. Deine Webseite wird als inaktuell gebrandmarkt, der Nutzer springt ab und kommt nie wieder.

Nicht nur hast Du auf diese Weise die Chance auf einen neuen Stammleser vertan, gleichzeitig registriert Google den Abbruch und straft Dich mit einer höheren Absprungrate. Halb so schlimm, wenn es einmal geschieht. Doch wie viele Besucher kommen Dir aus diesem Grund abhanden?

Dabei braucht es nicht unbedingt eine solche Situation, damit Google Deine Schludrigkeit mit altem Content bemerkt. Dies wird von dem Suchmaschinen-Giganten auch ohne fremde Beihilfe zur Kenntnis genommen: Die Basis dafür ist der sogenannte Freshness Score.

Angestrebt wird, jeder Suchanfrage die aktuellsten und passendsten Ergebnisse zu liefern. Somit werden Seiten, die regelmäßige Updates bekommen, selbstverständlich bevorzugt. Berücksichtigt wird hierbei nicht nur, wie häufig neue Beiträge auf Deiner Seite landen oder ältere aktualisiert werden – auch wird beispielsweise geprüft, wie sich die Anzahl Deiner Backlinks im Laufe der Zeit verhält. Wenn der Trend absteigt, bedeutet das für Google, dass Dein Beitrag allem Anschein nach nicht mehr relevant ist.

Gleichzeitig ist der Freshness Score der Seiten relevant, die Verlinkungen zu Deiner herstellen. Sind diese veraltet, wird auch Deine als wenig aktuell eingestuft. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Zum Glück musst Du nicht untätig zusehen, auf einige dieser Faktoren kannst Du aktiv einwirken!

Dann solltest Du Beiträge löschen

Die Aufräum-Ikone Marie Kondo, die dank ihrer eigenen Netflix-Serie tausenden Wohnzimmern weltweit zur Ordentlichkeit verhelfen konnte, peilte mit ihren Methoden vermutlich keinen Content an. Doch lassen sich ihre Prinzipien beinahe übergangslos auf die Netzwelt anwenden: Das, was Dir (oder Deinen Besuchern) keine Freude mehr macht, muss gehen.

Dabei musst Du nicht rigoros alles eliminieren, sondern kannst Dich in Gedanken nochmals für seinen Nutzen bedanken und eine meditative Zeremonie daraus machen. Musst du aber nicht. Was Du allerdings schon tun solltest, ist prüfen, ob der Beitrag nicht doch noch Leser hat. Andernfalls würdest Du Traffic verschenken – was Du selbstverständlich nicht willst. Content, der noch aktiv gelesen wird, braucht meist nicht mehr als eine kleine Aktualisierung hinsichtlich der Daten.

Anders sieht es jedoch aus bei Beiträgen, die gar nicht mehr aktuell sein können: Eine Kritik für eine längst geschlossene Cocktailbar etwa. Content wie diesen kannst Du bedenkenlos löschen, doch solltest Du vernünftige Umleitungen einrichten. Ein 404-Fehler kann Deine Absprungrate unnötig in die Höhe treiben. Auch zu häufige Umleitungen auf Deine Startseite können für Besucher frustrierend werden. Besser ist es, diese Beiträge auf potentiell themenverwandte Postings umzuleiten.

Update and republish: Die Strategie für Wiederverwerter

Neben den Beiträgen, die stehenbleiben können und dringend wegmüssen, gibt es noch eine dritte, äußerst interessante Kategorie: Jene Posts, die bis auf wenige Elemente „allgemeingültig“ sind. An dieser Stelle erinnern wir uns erneut an den Freshness Score, der ein aktuelleres Veröffentlichungsdatum bevorzugt.

Hast Du also einen Beitrag gefunden, der mit wenigen Handgriffen wieder in vollem Glanz erstrahlt, solltest Du ihn überarbeiten, neu hochladen und den alten Post schlussendlich auf den neuen Beitrag umleiten. Wenn Du WordPress benutzt, kannst Du auch das Veröffentlichungsdatum auf den Tag der Überarbeitung setzen.

Dies signalisiert Google, dass etwas passiert ist und somit Aktualität an den Tag legt. Der Vorteil der Aktualisierung liegt auf der Hand: Wenn sich ein Beitrag mit etwas Überarbeitung auf den neuesten Stand setzen lässt, hast Du ein großes Repertoire an neuem Content, ohne ihn von Grund auf erstellen zu müssen.

Gleichzeitig bedeutet das sowohl für Deine Leser als auch für die Suchmaschinen, dass Dein Blog gepflegt wird und Aufmerksamkeit verdient. Idealerweise solltest Du regelmäßige Suchen nach aktualisierungswürdigen Beiträgen in Deinen Workflow integrieren.

Als Extra-Tipp kannst Du Deine Leser explizit bitten, Dich auf ihre Aktualisierungswünsche hinzuweisen – so bekommst Du nicht nur Interaktion, gleichzeitig werden Dir Deine Leser aufgrund der persönlichen Kommunikationsweise treu bleiben.

Künstliche Intelligenz im Online-Marketing

Künstliche Intelligenz im Online-Marketing

Von Alexa bespaßen lassen, mit Eva duschen gehen – künstliche Intelligenz und das Konzept der Heimvernetzung können einen Menschen mittlerweile durch seinen ganzen Alltag begleiten. Mit (Frauen-)Namen, die viele Menschen in ihrem Bekanntenkreis wiederfinden, generieren die Hersteller der programmierten Assistenten eine enge Bindung an den Nutzer. Kundennähe ist auch im Online-Marketing hoch im Kurs – und kann von KI, Algorithmen und maschinelles Lernen einfacher aufgebaut und gefestigt werden, als je zuvor.

Wissen, was der Kunde will – bevor er es weiß

Für Marketingmenschen aller Art ist vor allem eines interessant: Daten! Und an genau dieser Stelle können verschiedene Arten von KI nützlich werden. Ihre Paradedisziplin ist eben das, was für erfolgreiche Werbung essentiell ist – das Erfassen, Auswerten und Deuten von Datensammlungen. Wofür selbst ein erfahrener Werbeprofi einiges an Zeit braucht, ist mithilfe von künstlicher Intelligenz blitzschnell vollbracht. Somit lässt sich das Konsumverhalten des Kunden vorhersagen und die Werbung dementsprechend an seine Bedürfnisse anpassen. Gleichzeitig können Werbeplätze in kürzester Zeit einfach ausprobiert und somit die geeignete Platzierung ausgewählt werden. Komplexere Algorithmen können allerdings sogar noch mehr für Dein Unternehmen tun. Anhand gesammelter Daten entwickeln sie sich stetig selbst weiter. Auf diese Weise ist es ihnen nicht nur möglich, das Kaufverhalten einer bestimmten Zielgruppe zu analysieren.

Sie können die Zielgruppe sogar ermitteln, noch ehe sie besteht: beispielsweise, indem anhand bestehender Datensätze Profile für theoretische Interessenten angelegt und auf dieser Grundlage die besten Werbestrategien ermittelt werden können. Allerdings birgt „Programmatic Buying“ auch potentielle Gefahren, die nicht außer Acht gelassen werden sollen. Noch nicht allzu dramatisch, aber dennoch unangenehm bekam dies die Supermarkt-Kette Target zu spüren. Desinfektionsgel, Nahrungsergänzungsmittel… ein Teenager kaufte immer wieder Produkte, die auch bei Schwangeren im Einkaufskorb landen. Target sendete dem Mädchen daraufhin personalisierte Werbung für werdende Mütter – und enttarnte die Teenie-Schwangerschaft somit vor der Familie.

Content nach Maß

Doch nicht nur im Vertrieb kann künstliche Intelligenz in Sachen Online-Marketing punkten. Ebenso lässt sich mit ihrer Hilfe personalisierter Content erstellen, der dem Nutzer genau das bietet, was ihn interessiert. So lässt sich beispielsweise die Öffnungsrate von Newslettern erhöhen – ob Geburtstagswünsche, Veranstaltungsempfehlungen im Umfeld oder Vorschläge für Themen, die beim Nutzer gut ankommen könnten. Ein Spielmittel sind hierbei personalisierte URLS (kurz: PURLs), die zu einer individuell auf den Betrachter angepassten Landing Page führen. Denkbar wäre auch, dass Zeitungen und Nachrichtenportale in Zukunft die Reaktionen der User auswerten und eine personalisierte Startseite erstellen, die nur noch anzeigt, was auch gelesen wird. Hierbei ergibt sich natürlich auch ein vorteilhafter psychologischer Effekt: Man fühlt sich verstanden. Eine Website, mit der sich der User identifizieren kann, verspricht eine deutlich höhere Bindung. Doch nicht nur, was die Verteilung von Content anbelangt, können Maschinen im Online-Marketing jede Menge Zeit sparen. Auch die Erstellung von Content kann zu großen Teilen automatisiert werden. Selbst interessante, lesenswerte Texte lassen sich heutzutage ohne Probleme von KI erstellen und kaum von einem Erzeugnis menschlicher Arbeit unterscheiden. Doch ist auch an dieser Stelle definitiv Vorsicht geboten: Natürlich wird der maschinell erstellte Content zunächst geprüft werden. Ist dieser allerdings über längere Zeit perfekt, könnte es sein, dass die Prüfung mit der Zeit etwas nachlässiger wird – und offensichtlicher Quatsch über längere Zeit auf der Website stehen bleibt.

Künstliche Intelligenz als helfende Hand

kuenstliche_intelligenz_helfende_handWer schon einmal genervt den Hörer beiseite gelegt hat, weil er die Wartemusik beim Support eines Unternehmens nicht mehr ertragen konnte, dürfte mit Freuden in die Zukunft blicken. Auch, was Serviceleistungen angeht, wird künstliche Intelligenz gut und gerne eingesetzt. Nicht alle Serviceanfragen müssen individuell gelöst werden. Insbesondere im Internet, wo eine gute Nutzererfahrung meist auf schnellen, responsiven Lösungen aufbaut, sind lange Wartezeiten ein echtes Problem. Aus diesem Grund viele Unternehmen auf Chatbots, die sich durch die Kommunikation mit Kunden weiterentwickeln und somit Probleme lösen können, ohne dass ein Mitarbeiter eingeschaltet werden muss. Auf diese Weise werden weitere Kommunikationswege wie E-Mail oder Telefon entlastet und die Wartezeiten verkürzt. Ebenso lassen sich mithilfe von Chatbots beispielsweise Bestellungen nachverfolgen oder aufgeben. Da sich die Bots, wie bereits erwähnt, auch von Kundenanfragen speisen, wird auch das Vokabular immer wieder erweitert, was sie mittlerweile sehr realistisch und freundlich erscheinen lässt – und ein Mitarbeiter weniger muss sich mit unangenehmen Kunden herumärgern.

Die volle Kontrolle mit Insights

Die unangefochtene Spezialität künstlicher Intelligenz ist ihre schnelle Auffassungsgabe, was Daten anbelangt. Ohne großen Aufwand können Datensätze aus unterschiedlichen Zeitperioden miteinander verglichen und auch gleich ausgewertet werden. Was die richtige Beurteilung der gesammelten Daten anbelangt, ist die Maschine dem Menschen schon seit längerer Zeit voraus. Für das Online-Marketing ergeben sich so unzählige Chancen:  Mit detaillierten Angaben zur Customer Journey lassen sich Algorithmen programmieren, die das Monitoring aller Kanäle vereinfachen und Aufschluss darüber geben, wie die anstehenden Marketingmaßnahmen und das Budget aufgeteilt werden sollen. Auch können die für das Marketing verantwortlichen Personen die bisherigen Erfolge einsehen und von einer deutlich besseren Planbarkeit profitieren.

KI in sozialen Medien

Algorithmen sind in sozialen Netzwerken keine Neuheit. Sogenannte Social Bots sind in der Lage, per Bilderkennung Logos Firmen zuzuordnen. Als „Brand-Tracker“ eingesetzt können sie beispielsweise alarmieren, dass negative Rezensionen (Produktschäden oder Fehlproduktionen) massenhaft verbreitet werden und den Verantwortlichen Handlungsbedarf suggerieren. Ebenso bestimmen Algorithmen in vielen Netzwerken, welche Beiträge auf der Startseite des Nutzers angezeigt werden und welche nicht.

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Warum Gamification Deiner Werbung helfen kann

Viele Begriffe rund um das Online-Marketing sind auf Englisch. Das ist auch gut so; zumindest, wenn es um Gamification geht. Zu Deutsch etwas ungelenk „Spielifizierung“ genannt, versteht man unter diesem Schlagwort spielerische Elemente in nicht-spielerischen Kontexten. Was zunächst abstrakt und ziemlich wissenschaftlich klingt, kann richtig viel Spaß machen – und ganz nebenbei noch zum Erfolg Deiner Website beitragen. Was genau unter Gamification verstanden wird und wie Du sie Dir zu Nutze machen kannst, verraten wir Dir im folgenden Artikel!

Das Spiel mit dem Spielen – Gamification als Teil der Werbestrategie

Spielerische Elemente begegnen uns in unserem digitalisierten Alltag immer wieder. Ob als Puzzle, das vor der Teilnahme an einem Online-Gewinnspiel gelöst werden muss, Badges in der Sprachlern-App oder auch als Level, die es auf der Lernplattform der Universität abzuschließen gilt. Der Grund dafür ist nicht nur, dass Spielen eben Spaß macht. Auch, wenn die Definition häufig reinen Zeitvertreib voraussetzt. Die Freude am Spiel ist fest in der menschlichen Psyche verankert und setzt Prozesse in Gang, die für die Werbetreibenden hilfreich sein können. Mit ziemlicher Sicherheit gibt es auf der ganzen Welt keinen Menschen, der noch nie gespielt hat.  Das Bedürfnis, unterhalten zu werden, ist uns gewissermaßen angeboren. Damit gehen noch weitere Eigenschaften einher: Meist eine Belohnung, manchmal auch ein Wettkampf. All diese Faktoren sorgen dafür, dass unser Ehrgeiz aktiviert wird – Spiele bewegen uns zu einer Handlung, ohne dass wir uns gezwungen fühlen. Diese Motivation, die im Spieler selbst entsteht, kommt natürlich auch Unternehmen gelegen: Zum Beispiel kann sie die Hemmschwelle, ein teures Produkt zu kaufen, senken. Komplizierte Inhalte lassen sich im Spiel ebenfalls viel einfacher vermitteln. Zugleich sorgen der Spaß sowie die Befriedigung, die ein Gewinn auslöst, für ein positiveres Empfinden gegenüber dem Unternehmen. Interaktive Inhalte auf einer Website binden den Nutzer ein und verringern das Gefühl, lediglich mit Informationen überhäuft zu werden. Obwohl viele Elemente von Gamification ursprünglich aus der Welt der Videospiele kommen, sollen sie selbstverständlich nicht nur erfahrene Gamer ansprechen. Im Gegenteil: Durch intuitive Benutzeroberflächen und relativ leichten Aufgaben konzentriert sich die sogenannte Spielifizierung vorrangig auf Menschen, die sonst nicht besonders viel mit Gaming am Hut haben. Dieser inklusive Ansatz sorgt dafür, dass im Endeffekt alle Spaß haben – die Kunden, weil sie mit Punkten, dem nächsten Level oder Unterhaltung belohnt werden, und die Unternehmen natürlich dank der erfolgreichen Kundenwerbung.

Verschiedene Arten der Spielifizierung

Generell lässt sich eher schwierig sagen, was genau unter dem Wort „Spielen“ verstanden wird. Elemente der Spielifizierung lassen sich im Online-Marketing allerdings ziemlich leicht ausmachen: So lässt sich zum Beispiel das Storytelling unterhaltsam zu Werbezwecken einsetzen. Wenn Dein Unternehmen den Kunden eine spannende Geschichte bietet, die sie gerne verfolgen, kann dies maßgeblich zu eurer Kundenbindung beitragen. Genau so, wie manche Videospiele mit einer fesselnden Handlung bestechen, kannst Du ebenfalls mit einer spannenden Story Lust auf mehr machen. Zugleich kann die Einbindung eines Inhalts in eine Geschichte auch helfen, in Erinnerung zu bleiben: Manche Schulen in den USA rahmen beispielsweise den Geografieunterricht in die Szenen einer Zombie-Apokalypse – mit Erfolg!

Besonders interessant wird es, wenn der Spieler beziehungsweise Kunde mittels interaktiver Elemente Einfluss auf den Verlauf der Handlung nehmen darf – indem er zum Beispiel für die neue Geschmacksrichtung Deines Produkts abstimmt. Auch sogenannte Quests lassen sich ohne viel Aufwand in Deine Online-Präsenz einbinden: Wenn Dein Content bestimmte Informationen bietet, kannst beispielsweise am Ende der Seite ein kleiner Test eingebunden werden, der diese nach dem Lesen noch einmal abfragt. Eine kleine Belohnung in Form eines Lobs, eines Abzeichens oder eines höheren Levels sorgt für Glücksgefühle und somit auch für mehr Sympathie für Dein Unternehmen! Handelt es sich bei Deiner Website um einen Online-Shop, ist beispielsweise ein Belohnungssystem für Bestellungen denkbar: Mit jeder aufgegebenen Bestellung sammelt Dein Kunde „Erfahrungspunkte“, die ihm eventuell Rabattcodes oder Vergünstigungen einbringen. Ein besonders schönes Beispiel aus dem Online-Marketing sind Belohnungen für Bewertungen: Da in der Suchmaschinenoptimierung vor allen Dingen origineller Content wichtig ist, sind selbstgeschossene Fotos der Nutzer und Rezensionen sehr vorteilhaft für Deine Website. Kunden, die eigenständig Content auf Deine Website hochladen, tun Dir somit einen großen Gefallen. Den Anreiz kannst Du schaffen, indem Du pro Bewertung einen neuen Rang vergibst. So wird der Ehrgeiz Deiner Kunden geweckt, irgendwann zum Experten aufzusteigen – ob in Sachen Hotels, Beautyprodukten oder Technikgadgets. Alternativ bieten sich auch Gutscheincodes für den nächsten Kauf an. Wenn jemand mit Deinem Produkt zufrieden ist und auch noch die Aussicht hat, es bei der nächsten Bestellung etwas günstiger zu bekommen, wird er Dir mit Freuden eine Bewertung hinterlassen. Auf diese Weise wird das negative Gefühl des Geldausgebens durch einen kleinen Gewinn abgeschwächt. Anders, aber ebenso wirksam, ist der Zeitmangel – ablaufende Sekunden schärfen die Konzentration und motivieren zu einer Handlung. Im Kontext der Werbung kann das bedeuten, dass Deine Rabattaktion nur für einen Tag gilt und die ablaufende Zeit gut sichtbar am Kopf Deiner Website positioniert ist.

Und weil wir gerade beim Thema sind – wie wäre es mit einem kleinen Quiz? ;-)

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