Kategorie: Social Media

Gewinnspiel-Marketing: Das solltest Du wissen!

Werde zum Glückspilz-Züchter!

Das Schlagwort „Social Media“ ist mittlerweile wahrscheinlich auch im kleinsten, verstaubtesten Meetingraum diskutiert worden. Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. begleiten den Durchschnittsmenschen vom Frühstück bis zum Abendessen (oder darüber hinaus).

Und wird dabei durchgehend von Beiträgen raffinierter Marketer befeuert, deren Content teilweise sogar einen richtigen Mehrwert bietet.
Wie ist es also möglich, trotzdem irgendwie auf sich aufmerksam zu machen? Online-Gewinnspiele könnten die Antwort sein.

Worauf Du als Werbetreibender achten solltest, damit sie den gewünschten Erfolg bringen, erklären wir Dir hier!

Die Vorteile von einem Gewinnspiel

Nichts hat einen so sicheren Platz in den Herzen der Menschheit wie kostenlose Goodies. In manchen Fällen sind wir sogar empört, wenn sie ausbleiben – etwa, wenn sich nach einem Besuch in der Apotheke nicht einmal Taschentücher in der Einkaufstüte befinden.

Umso stärkere Gefühle werden von Gewinnspielen ausgelöst. Selbst Menschen, die noch nie etwas gewonnen haben, neigen dazu, es bei jeder aufkommenden Chance doch noch einmal zu versuchen. Insbesondere dann, wenn die Konkurrenz relativ klein ist und die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn somit recht hoch.

Genau dies ist bei den meisten Online-Gewinnspielen der Fall. Mit einem Call-to-Action kombiniert, eignen sie sich hervorragend, um Deinem sorgsam erstellten Business-Account mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Gewinnspiele für eine positive Konnotation Deines Unternehmens sorgen: Wer großzügig Sachen verlost, wirkt menschennah und um seine Abonnenten bemüht.

Gleichzeitig ist auch der Kostenfaktor ein gutes Argument für das Marketing mit Lostopf – während die Schaltung von Anzeigen bei Google AdWords oder hervorgehobene Facebook-Beiträge ziemlich ins Geld gehen können, sind Gewinnspiele meist vergleichsweise budgetfreundlich und bringen eine schnelle Wirkung.

Einige Unternehmen sparen sich in dieser Hinsicht sogar die Ausgaben für einen Preis, indem sie den Gewinnern immaterielle Belohnungen versprechen, beispielsweise ein Shoutout des Profils in einer Instagram-Story.  Allerdings sollte angemerkt werden, dass der Anreiz natürlich umso größer ist, je toller der Gewinn ist.

Entscheidest Du Dich, einen höherwertigen Gegenstand zu verlosen, kannst Du auch mit einer nahezu viralen Beteiligung rechnen. Ist die Voraussetzung für die Teilnahme etwa das Markieren von Freunden oder das Teilen des Beitrags, wächst die Reichweite fast von allein.

Ein weiterer nützlicher Aspekt von Gewinnspielen ist, dass sie dir wertvolle Kontaktdaten von Nutzern beschaffen können. Ist für eine Teilnahme eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse nötig, kannst du diese Gelegenheit nutzen, um beispielsweise einen Newsletter anzubieten. Die E-Mail-Adressen automatisch für Werbung nutzen ist allerdings verboten: Ohne Einwilligung des Nutzers können Werbemaßnahmen dieser Art rechtliche Konsequenzen haben!

 

So führst Du ein Gewinnspiel durch!

Als guter Marketer bist Du es selbstverständlich gewöhnt, in jedes Projekt Herzblut hineinzustecken. Ist demnächst ein Gewinnspiel geplant, solltest Du auch dieses akribisch planen. Zunächst sollte etwa feststehen, was mithilfe des kleinen Giveaways erreicht werden soll.

Mögliche Ziele etwa sind ein Plus an Abonnenten, neue Newsletter-Anmeldungen oder auch eine höhere Interaktionsrate. Je nachdem, für welchen Schwerpunkt Du Dich entscheidest, kannst Du auch Dein Gewinnspiel auslegen.

Auch bei der Art des Gewinnspiels ergibt sich ein großer Spielraum – möchtest Du es den Teilnehmern relativ einfach machen, indem sie nur auf „Gefällt Mir“ klicken oder sollen sie sich tatsächlich etwas Mühe geben? Ideen für Gewinnspiele mit echtem Rätsel-Charakter wären zum Beispiel Quizfragen zu Deinem Unternehmen oder verwandten Themen, Foto-Wettbewerbe oder auch eine möglichst kreative Antwort auf eine Frage.

Auch kannst Du entscheiden, ob du den Gewinner willkürlich auslosen oder anhand einer Bestleistung persönlich aussuchen willst. Ideal ist es, wenn Dein Gewinnspiel einen bestimmten Anlass hat, etwa ein Firmenjubiläum oder ein Feiertag. Immer eine gute Idee sind Wettbewerbe, die um die Weihnachtszeit stattfinden.

Da das Fest der Nächstenliebe auch eng mit Geschenken verwoben ist, entscheiden sich viele Unternehmen für digitale Adventskalender oder Gewinnspiele. Jahr für Jahr.

Dies bringt mit sich, dass Nutzer sich bereits an dieses Ritual gewöhnt haben und sich zur Weihnachtszeit auf die Suche nach attraktiven Gewinnspielen begeben. Kombiniert mit einer gewinnbringenden Suchmaschinenoptimierung kannst Du diese Suchanfragen für Dich ausnutzen.

Besonders wichtig bei der Durchführung sind allerdings transparente Teilnahmebedingungen. Diese sollten für jeden Nutzer gut verständlich sein. Eine klare Formulierung ist hier Pflicht – schließlich willst Du neue Anhänger dazugewinnen und nicht für Frust sorgen. Ebenso wichtig ist, dass Du auch die Art der Gewinnerermittlung deutlich machst.

Wird ein Gewinner ausgelost oder ausgesucht? Wie wird der Gewinner benachrichtigt und welche Daten werden letztendlich von ihm verlangt? Insbesondere Letzteres ist ein empfindliches Thema, dass Du trotz allen Spaßes, den ein Gewinnspiel verspricht, beherzigen solltest. Muss eine E-Mail-Adresse oder weitere Kontaktdaten angegeben werden, ist es zwingend notwendig, sich das Einverständnis der Nutzer erklären zu lassen. Schlussendlich muss natürlich auch ein Einsendeschluss kommuniziert werden.

Und wenn das Gewinnspiel vorbei ist? Dann liegt es an Dir, die Gewinne auch zügig an den Mann zu bringen! Um ungeduldige Nachrichten zu vermeiden, sollte die Auslosung möglichst rasch erfolgen. Viele Unternehmen klären direkt nach dem Einsendeschluss auf, manchmal sogar per Live-Übertragung. Auf diese Weise wird Spannung erzeugt, die Deine Abonnenten an Dich bindet!
Obwohl die Gestaltung und Durchführung von Gewinnspielen viel Spaß machen kann, solltest Du das Format auch nicht allzu stark ausreizen.

Klar, stetig wachsende Followerzahlen und ein großer Pool an E-Mail-Adressen können verlockend sein – doch möchtest Du bestimmt, dass man Dir auch aus den richtigen Gründen folgt, oder? Gewinnspiele sollten nicht die gesamte Content-Strategie ersetzen, sondern diese ergänzen. Richtig umgesetzt allerdings stellen sie eine tolle, interaktive Maßnahme dar, die im Grunde für jedes Unternehmen geeignet ist.

 

Hashtags: Wie viel ist zu viel?

So nutzt Du Hashtags effizient! #gebrauchsanleitung

Aufstrebende Influencer sind es schon gewöhnt, dass Instagram ihnen regelmäßig das Herz bricht. Nicht nur bekommen die Profile die gesamte Aufmerksamkeit, die mehr Anhänger haben als das Land, aus welchem sie kommen. Gleichzeitig sieht es bei ihnen immer so mühelos aus, während Follower anzulocken eigentlich Schwerstarbeit ist.

Besonders nervig: Die meisten Einstiege bringen oft Hashtags. Diese entlarven einen aber auch als Möchtegern-Popstar, der zwar erzählen kann, er poste aus Spaß – aber in Wirklichkeit nur hungrig nach Likes ist. Manche trennen die unliebsamen Hilfsmittel visuell vom Beitrag ab, andere verstecken sie in den Kommentaren.

Doch das Schwierigste? Die Frage, wie viele Hashtags man denn benutzen soll. Hashtag-Spamming wirkt sich negativ aus, zu wenige bringen aber auch nicht viel. Fast scheint es, als sei uns die Instagram-Karriere einfach nicht vergönnt. Doch finden wir uns damit natürlich nicht ab: In diesem Post bekommst Du alle relevanten Informationen zum Thema Hashtags! … #supportistkeinmord

Problem 1: Du benutzt zu viele Hashtags

Grundsätzlich lässt Instagram Dich ganze 30 Hashtags benutzen. Es steht Dir also absolut frei, einen Tag zu jedem einzelnen Kleidungsstück zu verfassen, das Du auf dem Foto trägst (#Socke1 #Socke2).

Alle Hashtags, die darüber hinausgehen, werden von Instagram nicht mehr gewertet. Dazu ergibt sich aber auch ein kosmetisches Problem: Wer wirklich groß werden möchte, sollte sich nicht zum Einstieg schon den Ruf zerstören.

Zu viele und vor allem sehr einschlägige Hashtags wie „follow4follow“ können unseriös wirken und schrecken echte Follower tatsächlich eher ab. Laut einer Studie von Quintly richtet sich die perfekte Anzahl an Hashtags allerdings an der Account-Größe: Zusammengefasst gilt, je weniger Follower, desto mehr Hashtags.

Kurioserweise steigt dieser Wert zwischen 10.000 und 100.000 wieder an, doch erzielen sehr große Accounts die meisten Interaktionen, wenn sie gar keine Hashtags benutzen. Trotzdem zeigt eine andere Studie der Fanpage Karma, dass beginnende Accounts auch nicht unbedingt die vollen 30 ausschöpfen sollten – die meisten Interaktionen gibt es für Accounts, die sich zwischen 20 und 24 Hashtags einpendeln.

Ein weiteres, interessantes Thema, das an dieser Stelle noch unbeantwortet geblieben ist, ist der sagenumwobene Shadowban Instagrams: Urplötzlich stellen Nutzer fest, dass sie für andere nicht mehr sichtbar sind. Nicht im Feed, nicht in der Rubrik „Entdecken“, nirgendwo.

Zwar lässt sich die soziale Plattform ganz normal weiterbenutzen, doch kommen eben keinerlei Interaktionen mehr herein. Häufig wird dieses Problem darauf zurückgeführt, dass man sich in irgendeiner Weise eines Regelverstoßes schuldig gemacht hat. Zu viele Hashtags gehören jedoch nicht dazu – aber die falschen. Beispielsweise solche, die unanständige Inhalte suggerieren.

Problem 2: Du benutzt nicht genug Hashtags

Die meisten Leute, die Instagram benutzen, haben sich an die Nutzung der merkwürdigen Tags so sehr gewöhnt, dass sie die gute, alte Raute regelmäßig Hashtag nennen. Was genau ein solcher Tag bewirkt, weiß hingegen nicht jeder.

Aus diesem Grund eine kurze Erklärung an dieser Stelle: Ein Hashtag sorgt dafür, dass Dein Beitrag zu einem bestimmten Schlagwort gefunden werden kann. Seit auch das Folgen von Hashtags bei Instagram möglich ist, erhältst Du auf diese Weise die Chance darauf, dass Dein Beitrag anderen Leuten empfohlen wird. Mehr Hashtags bedeuten also mehr Reichweite und gleichzeitig auch mehr Chancen, direkt im Feed anderer Menschen aufzutauchen.

Als kleiner Account bist Du von diesen Schlagwörtern nahezu abhängig. Der Weg, der sonst auf Dein Profil führt, ist eher umständlich. So hast Du ohne Hashtags auf natürlichem Wege eigentlich keine Möglichkeit, gefunden zu werden – außer natürlich, Du erzählst Leuten online und offline von Deinem Profil und koppelst es mit allen anderen Accounts. Doch sind Hashtags etwas einfacher.

Fazit: Viele, aber nicht alle – und die richtigen!

Schlussendlich lässt sich zum Thema Hashtags sagen, dass sich insbesondere für aufstrebende Accounts lohnt, sinnvolle Schlagwörter zu recherchieren. Wem es vor allem um die Interaktion geht, der sollte sich bei wenigen Abonnenten tatsächlich an den goldenen 24 Hashtags orientieren.

Größere Accounts hingegen können getrost auf sie verzichten – hier ist die Conversion Rate am größten, wenn sie ganz wegbleiben. Noch wichtiger als die bloße Anzahl der Hashtags ist jedoch ihre Relevanz. Um dies nachzuvollziehen, reicht es, sich abermals in die Position des Suchenden zu versetzen: Wenn nach einem bestimmten Hashtag gesucht wird, wird auch bestimmter Content erwartet. Findet dieser Nutzer etwa unter dem Tag #fashionblogger ein Foto von einer Mahlzeit, wird es wahrscheinlich ignoriert und bleibt im besten Fall ohne Konsequenzen.

Im schlimmsten Fall wird dieser Account als verzweifelter Versuch gewertet, eine große Reichweite zu erzielen. Zwar wird der Beitrag mit falschen Hashtags zwar vielen Leuten angezeigt, doch interessiert er kaum jemanden davon. Besser ist es, sich in die suchende Person hineinzuversetzen und diese Tags zu wählen, nach denen man gegebenenfalls auch selbst gesucht hätte.

Wem die Inspiration fehlt: Manchmal hilft es auch, sich an einem guten Hashtag entlangzuhangeln. Bei jeder Suchanfrage schlägt Instagram ähnliche Hashtags vor, die mit Deinem Tag verwandt sind. Alternativ kannst Du auch prüfen, welche Schlagwörter andere themenverwandte Profile so benutzen.

Facebook Groups: Das digitale Clubhaus

Warum Facebook-Gruppen jetzt zum Thema werden

Die Menschheit entdeckt die Weiten des Internets ähnlich, wie sie auch einst die Welt entdeckte. Kulturen besetzten Landflächen, die eins den Namen MySpace trugen, bis ein unausgesprochenes Ereignis sie alle zu Facebook weiterziehen lässt. Dort fängt ein neues Leben an, bis auch die älteren Generationen nachziehen und die Jüngeren wieder in neue Gebiete aufbrechen.

Ja, es geht unter anderem darum, dass kaum jemand noch Facebook benutzt, seit sämtliche Tanten und Onkel auch dort sind und den Unterschied zwischen Chronik und privater Nachricht nicht verstehen. Doch ist Facebook noch nicht Geschichte – zumindest nicht für Online Marketer. Stattdessen macht das soziale Netzwerk Veränderungen durch, die sich für Werbetreibende als sehr nützlich erweisen können.

Zunächst wollen wir aber über ein eigentlich altes Thema sprechen, das die Werbewelt neu entdeckt zu haben scheint: Facebook Groups. Warum die guten, alten Gruppen jetzt ein Revival erleben, kannst Du im Folgenden nachlesen.

Warum auf einmal Facebook Groups?

Wo die Menschen sind, steckt auch das Geld. Das erkannten vor allem in Social Media Bereich zahlreiche Unternehmen, deren Accounts teilweise beliebter sind als die von Prominenten.

Ähnlich sollte es Facebook ergehen: Einst als soziales Netzwerk gegründet, das insbesondere den Kommilitonen Mark Zuckerbergs weiterhelfen sollte, mündete die Popularität des Social-Media-Riesen schnell in einer Flut an Werbemöglichkeiten.

Letztes Jahr machte sich bei Gründer Zuckerberg ein Umdenken bemerkbar – aus dem fast nur noch für Werbung und Bilder mit Sprüchen genutztem Netzwerk soll wieder eine soziale Plattform werden, wie sie es einst war. Umgesetzt werden sollte dies mithilfe eines Algorithmus, der die Bedeutung von bezahlter Werbung schwächt und den Posts von Freunden und Bekannten wieder Vorrang im Newsfeed überlässt.

Zusätzlich kommunizierte Facebook deutlich, dass gerade Gruppen die Seele der Plattform widerspiegeln. Während Beiträge im Newsfeed immer seltener geteilt werden und sich Nutzer für Updates über ihr Leben immer häufiger an Instagram, Snapchat und Co. wenden, ist die Hemmschwelle hierfür in Gruppen deutlich niedriger.

Das macht den Austausch intensiver und regelmäßiger, weshalb sie stärker in den Fokus des Netzwerks rücken – gewünscht sich vor allem „meaningful interactions“. Geplant ist ebenso, eine Gruppe für jede Nische und jedes Interesse bieten zu können.

Auf diese Weise macht Facebook es selbst den spezifischsten Neigungen unmöglich, keine Gleichgesinnten zu finden. Zumindest in der Theorie. Auf Facebook soll sich jeder aufgehoben fühlen und die Möglichkeit haben, sich mit anderen auszutauschen.

Wie fügt sich Online Marketing in die Facebook Groups?

Bei all der Intimität und Friede, Freude, Eierkuchen in den wiederentdeckten Facebook-Gruppen stellen sich Marketer an dieser Stelle wahrscheinlich die Frage – wie soll es ein Unternehmen schaffen, hier nicht unangenehm dazwischen zu grätschen?

Die Antwort auf diese Frage geht einher mit den Entwicklungen, die sich auch in anderen Bereichen des Online Marketings feststellen lässt: Indem man sich nicht ausschließlich als Unternehmen präsentiert. Ähnlich wie beim Storytelling, sollen Deine Follower nicht nur eine Zahl bleiben, sondern sich durch Identifikation an dich binden.

Deswegen ist die Erstellung einer eigenen Gruppe für Dein Produkt oder Deine Dienstleistung eine gute Idee. Auf diese Weise können sich Menschen in Deiner Gruppe austauschen und beraten, während Du als Admin und Experte zum Thema bereitstehst und Fragen beantwortest.

Da Facebook-Gruppen auch ein höheres Maß an Exklusivität mit sich bringen, versprechen sie den Nutzern auch einen höheren Mehrwert. Ein besonderes Anliegen sollte aber sein, diese Exklusivität und Netiquette der Gruppe auch aufrechtzuerhalten. Nur so bietest Du den Mitgliedern einen geschützten Raum, der auch tatsächlich zu regen Diskussionen einlädt.

Das bedeutet: Verhaltensregeln sollten für jeden einsehbar schon zur Eröffnung der Gruppe feststehen, gleichzeitig solltest Du stets ein Auge darauf haben, ob sich unangenehme Menschen oder Fake-Accounts unter den Mitgliedern tummeln. Community Management ist ein besonderer Faktor bei Facebook-Gruppen, den es zu beachten gilt.

Vorteile von Facebook Groups für Dein Marketing

In den bisherigen Absätzen haben wir die Vorteile für Dein Online Marketing bereits angerissen. So etwa die deutlich größere Reichweite der Facebook-Gruppen, die sich daraus ergibt, dass Ihre Diskussionen als bedeutsamer gewertet werden als jene im Newsfeed.

Dies ist zu einem großen Teil der Exklusivität geschuldet: Nicht nur finden sich hier Leute zusammen, die ähnliche Interessen und einander ergo mehr zu sagen haben, auch ist die Bereitschaft, eigene Beiträge zu verfassen statt nur still mitzulesen, aus diesem Grund höher.

Ein weiteres Argument für die Gruppen ist auch ihr Vorrang im Newsfeed, der eine Folge dieser Exklusivität ist. Likes zählen für Facebook zu sogenannter passiver Interaktion – es kostet kaum Aufmerksamkeit, einfach auf den Like-Button zu klicken. Ebenso schnell ist der entsprechende Beitrag auch wieder aus dem Gedächtnis verschwunden.

Einen höheren Stellenwert hingegen haben beispielsweise Kommentare, die als aktive Interaktion gelten. Die Reichweite einer solide aufgebauten Facebook-Gruppe kann also sehr interessant für Werbetreibende sein. Daraus ergibt sich auch ein attraktiver Werbeplatz für die eigene Webseite: Wer neue Beiträge auf seiner Seite in einer regen Community postet, kann sich in der Regel über eine hohe Conversion Rate freuen.

Schließlich kommt der Content zielgerichtet bei einem Publikum an, das sich genau für dieses Thema interessiert. Das Gefühl, mit Werbung bombardiert zu werden, bleibt gering – stattdessen freuen sich die Mitglieder über spannenden Input.

Die logische Konsequenz ist letztendlich, dass auch die Kundenbindung maßgeblich von einer starken Community profitiert. Das Gemeinschaftsgefühl entsteht vielleicht durch den Austausch mit Gleichgesinnten und ist nicht ganz von Dir als Marketer abhängig, doch zählt Deine Facebook-Gruppe für immer als Initiator, der all diese Menschen zusammengebracht hat, und wird aus diesem Grund auch stets erinnert.

Selbst von denjenigen, für die die Gruppe eigentlich keine Relevanz mehr hat: Das Gemeinschaftsgefühl bei Gruppen sorgt dafür, dass Menschen jahrelang in der Community bleiben, obwohl sie sich vom Thema eigentlich nicht mehr angesprochen fühlen. Diese starke Bindung wird im Endeffekt auch Deinem Unternehmen entgegengebracht, weswegen die Erstellung von Facebook Groups definitiv als nächstes auf Deinem Plan stehen sollte!

 

Semtrix-Blog-OM-Masterclass-Content Curation

Content Curation: Andere die Arbeit machen lassen?

Wenn der Blog zur Ausstellung wird…

Es gibt eine alte, deutsche Wahrheit, die dem Volk schon seit Generationen in verschiedenen Lebensumständen weiterhilft: „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten“. Wie schwierig dieser vermeintlich freundliche Leitspruch werden kann, weiß vor allem eine erst vor Kurzem entstandene Menschengruppe: Content Creator.

Natürlich will jeder ausschließlich brillante Inhalte posten, die alle für sich Meisterwerke sind. Ob es sich nun um einen Instagram-Post oder Blogbeitrag handelt, ist dabei unerheblich.

Der Stressfaktor erhöht sich jedoch, wenn man an die Aktualitätssucht des Internets denkt: Die Möglichkeit, Informationen jederzeit und von überall aus in Echtzeit zu übertragen, hat dafür gesorgt, dass Updates regelmäßig kommen müssen – sonst verschwindet man schnell in der Datenflut.

Einen Weg, die eigenen Inhalte etwas zu strecken, haben wir bereits vorgestellt – doch es gibt noch einen weiteren. Content Curation macht Blogs, Social Media-Kanäle sowie alle weiteren Plattformen zu kleinen Galerien.

Was ist Content Curation?

Vermutlich ist „Kuratieren“ Dir bereits ein Begriff, vermutlich jedoch nicht im Zusammenhang mit Online-Content. Ursprünglich aus der Kunstwissenschaft stammend, bezeichnet er sonst die Tätigkeit von Galeristen, die interessante Werke für Ausstellungen zusammenstellen und diese betreuen.

Ähnlich sieht es auch bei Content Curation aus: Inhalte, die nicht selbst kreiert worden sind, werden auf eine bestimmte Weise zusammengeführt oder aufbereitet und über den eigenen Account veröffentlicht. Idealerweise handelt es sich dabei um Inhalte, die für die eigene Zielgruppe relevant sein könnten – erweitert durch eigene Kommentare etwa bekommen die fremden „Werke“ einen zusätzlichen Mehrwert.

Ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Nutzung liefern soziale Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter: Lustige Textbeiträge werden durch ein passendes Bild zu sehr lustigen Memes, Experteninterviews machen informative Beiträge besonders glaubwürdig, Infografiken untermalen die Posts anderer Autoren.

Auch werden interessante Beiträge von anderen Seiten geteilt oder gar ganze Profile verlinkt. Diese Strategie kann jedoch auch konkret für das Online-Marketing genutzt werden. Unterscheiden lassen sich dabei verschiedene Arten von Content Curation:

 

  1. Elevation: Wenn Der Betreiber des Kanals das Augenmerk seiner Followerschaft auf einen aktuellen Trend legen möchte, kann er Beiträge verschiedener Quellen hierzu sammeln und gemeinsam posten. Ein Beispiel hierfür sind Artikel in Blogs, die eine Art „weiterführender Literatur“ zum behandelten Thema per Linkliste anbieten.
  2. Aggregation: Ähnlich sieht es auch bei der „Aggregation“-Methode aus: Hier liegt der Unterschied allerdings darin, dass die Inhalte in einem einzigen Beitrag gesammelt werden.
  3. Chronology: Du berichtest schon seit einiger Zeit von einem bestimmten Thema? Dann wäre die chronologische Herangehensweise an Content Curation vielleicht eine Idee wert. Hier wird die Entwicklung der Beiträge über das Thema im Verlauf dargestellt.
  4. Destillation: Weniger ist mehr! Bei der „Destillation“ genannten Methode macht man sich eine quasi wissenschaftliche Herangehensweise zu Nutze, indem man aus die Quintessenzen verschiedener, fremder Beiträge in einem Post vereint.
  5. Mashups: Zum Schluss wählen einige Kuratoren einen wilden Mix verschiedener Beiträge. Manchmal kann eine solche Zusammenstellung dafür sorgen, dass ein Thema beispielsweise in einem anderen Kontext dargestellt wird – und somit auch anders diskutiert.

 

Was sind die Vorteile von Content Curation?

Im Grunde genommen überwiegen bei Content Curation eindeutig die Vorteile, weshalb sich die Strategie für viele kreative Köpfe lohnen kann. Selbstverständlich muss zunächst die Tatsache benannt werden, dass die eigenen Ideen für Beiträge mithilfe eingestreuter Fremdinhalte etwas gestreckt werden können.

Das hat nicht einmal etwas mit Faulheit oder einem Mangel an Kreativität zu tun – viel eher liegt es den meisten Content Creators am Herzen, ihrer Zielgruppe möglichst spannende und differenzierte Inhalte zu bieten. Indem man hin und wieder die Aufmerksamkeit auf andere interessante Personen des Internets lenkt, erweitert man den Online-Horizont der eigenen Follower.

Das sorgt in jedem Fall für positive Reaktionen: Schließlich freut sich doch jeder, wenn er beispielsweise einen interessanten Blog dank eines anderen interessanten Blogs findet. Wer sich mit dieser Art des Postings auseinandersetzt, findet natürlich auch hin und wieder interessanten neuen Input für sich selbst – und erweitert seinen Horizont, was unter Umständen wieder Inspiration für den nächsten eigenen Post bedeuten kann. Eine Win-Win-Situation!

Damit wären wir auch schon bei dem zweiten Vorteil, den Content Curation bietet: Natürlich wird nichts ohne Zustimmung geteilt. Indem man also andere Ersteller von Content freundlich bittet, ihre Inhalte aufbereiten und teilen zu dürfen, schafft man sich ein Netzwerk – und somit eine größere Reichweite. Content Curation ist eine Art Solidaritätspakt unter Internetmenschen.

Doch wird nicht nur der Kontakt mit den Urhebern der fremden Beiträge aufrechterhalten: Das Teilen von Content fördert die Kommunikation mit Deinen Followern und auch bei ihnen untereinander. Somit wird nicht nur Deine Reichweite größer, auch für Deine Conversion Rate kann Content Curation förderlich sein!

Kuratieren, ja – aber nicht stehlen!

Eigentlich sollte man meinen, dass wir alle über die Jahre, die es das Internet schon gibt, auch genug Netiquette gesammelt haben, um fremde Beiträge nicht einfach ohne Zustimmung zu teilen. Jedoch gibt es trotzdem laufend neue Webseiten, die zugunsten der eigenen Popularität gut und gerne Urheberrechtsverletzungen hinnehmen.

Ein Beispiel hierfür sind Instagram-Profile, die regelmäßig fremde Inhalte zu einem bestimmten Thema hochladen, ohne auf die Quelle des Contents hinzuweisen. Dabei handelt es sich selbstverständlich nicht um Content Curation – sondern um das Schmücken mit fremden Federn.

Das Revival der Lesezeichen – warum die Saved Posts bei Instagram jetzt Dein Engagement fördern

Gespeicherte Posts und ihre Vorteile

Dass man Beiträge bei Instagram jetzt auch speichern kann, ist vielen vermutlich gar nicht aufgefallen. Unaufgeregt wartet das kleine Lesezeichen unter jedem Post darauf, angetippt zu werden. In der Regel sind wir aber alle dessen schuldig, Beiträge nur zu liken und dann wieder zu verschwinden.

Schade, denn: Schon jetzt nimmt das kleine, unscheinbare Lesezeichen seine Rache. Während das Team von Instagram darüber grübelt, ob Likes nicht doch zu sehr auf’s Gemüt schlagen und eine Welt ohne sie vielleicht besser wäre, fließen Deine gespeicherten Posts bereits in Deine Engagement Rate.

Im folgenden Artikel wollen wir der Bookmark-Funktion Instagrams die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die ihr schon seit 2016 gebührt.

 

Ja, man kann Posts bei Instagram speichern – Saved Posts und ihre Vorteile

Nein, so neu ist die Funktion tatsächlich nicht. Schon seit knapp drei Jahren sind wir alle nicht mehr gezwungen, mit schlechtem Gewissen im Bauch heimliche Screenshots von Beiträgen zu machen, die wir uns merken wollen. Statt als wildes Sammelsurium in der Camera Roll können wir unsere liebgewonnenen Instagram-Posts jetzt in unserem Profil speichern.

Das Beste: Niemand sieht unsere Kollektion, weder unsere Follower noch der Ersteller des Posts. Lediglich falls der Verfasser des Beitrags nach dessen Insights schaut, verrät eine Zahl über dem Bookmark-Symbol, wie häufig der Beitrag gespeichert worden ist. Somit ist es beispielsweise Künstlern möglich, sich interessante Gesichter anonym und unkompliziert als Zeichenvorlage zu speichern.

Seit kurzem ist diese unterbewertete Möglichkeit tatsächlich noch verbessert worden: Ähnlich der Online-Pinnwand Pinterest lässt sich die Anhäufung gespeicherter Beiträge sogar in Kategorien sortieren. Wenn Du beispielsweise nicht mehr nach dem Screenshot von einem Kuchen-Rezept suchen möchtest, nachdem er in den 200 Bildern eines langen Selfie-Abends verschwunden ist, wird Dich diese Nachricht vermutlich sehr freuen.

Generell sorgt diese schön geordnete Art und Weise, sich an tolle Beiträge zu erinnern, für ein ganz anderes Gefühl bei der Nutzung des beliebten Netzwerks. Nun, wo der Reiz der Kurzfristigkeit noch ein Stückchen weiter Snapchat überlassen wurde, ist der Druck, gute Beiträge zu posten, natürlich umso höher.

Der Instagram-Algorithmus und die Saved Posts

Obwohl Instagram seinen Algorithmus angeblich zugunsten des Nutzers ausrichtet, sodass diesem nur relevante Posts angezeigt werden sollen, ist nicht jeder ein Freund von der chronologisch ungeordneten Willkür, die mittlerweile die Timeline beherrscht.

Beiträge, mit denen häufig interagiert wird, haben im Hinblick auf die Sichtbarkeit Vorrang – wovon selbstverständlich am stärksten ohnehin schon bekannte Influencer und große Unternehmen profitieren.

Der inflationäre Gebrauch von Likes, der auf der Plattform vorherrscht, hat die Gewichtung des Algorithmus zu den Kommentaren verschoben; ein vieldiskutierter Beitrag gelangt auf diese Weise zu einer größeren Reichweite als ein Foto, das zwar mit vielen Likes, aber keinerlei Meinungen auftrumpft.

Nun soll das Speichern von Beiträgen das Sagen haben: Wenn jemand einen Beitrag für später abspeichert, bedeutet das für Instagram Quality Content. Schließlich scheint der Post interessant genug zu sein, damit ihn jemand auch nach ein paar Wochen noch einmal sehen möchte. Vielleicht hast Du schon beobachtet, dass sich Beiträge, die eine Galerie enthalten, in letzter Zeit häufen.

Insbesondere die Beiträge, deren erstes Bild ein gewöhnlicher Instagram-Post, die darauffolgenden Bilder aber Memes, Videos oder ähnlich beliebter Content sind, begegnen uns auf der Plattform immer häufiger. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Viele größere Accounts haben den Wert gespeicherter Beiträge schon erkannt.

Wie werden Beiträge „speicherbar“?

Zugegeben: Der Gedanke, dass die eigenen Fotos von fremden Personen vollständig anonym gespeichert werden können, ist komisch. Arbeitet man jedoch händeringend an der eigenen Influencer-Karriere, steht im Jahre 2019 definitiv die Frage im Raum, wie man Beiträge so gestaltet, dass sie von anderen gespeichert werden. Genug mit „insta-worthy“, ab sofort sollen Beiträge „saveable“ sein!

Insgesamt steckt dahinter dieselbe schwarze Magie, wie sie Dir schon aus sozialen Netzwerken bekannt ist: Du musst Dich einfach in die Lage Deiner Follower hineinversetzen. Besonders schwer ist das nicht; zumindest, wenn man selbst nicht nur Content Creator, sondern eben auch ganz normaler Benutzer ist. Überlege dir, welche Beiträge Du selbst abspeichern würdest.

Ein gewöhnliches Bild von einem Sonnenuntergang vermutlich eher nicht – auch, wenn es ein wirklich schönes Bild ist. Gespeichert werden vorrangig Beiträge, deren Wert über das Visuelle hinausgeht. Der optische Stimulus reizt uns bei einem zweiten Wiedersehen kaum noch. Information allerdings schon. Rezepte, Fun Facts und ähnliche „wiederverwendbare“ Beiträge eignen sich hervorragend dazu, den Weg in die Kollektion eines anderen Users zu finden. Auch motivierende Sprüche oder Zitate, die man immer wieder lesen möchte, sind eine gute Wahl.

Ein besonderer Trick kann die Nutzung von konkreten Daten sein, die für einen längeren Zeitraum gelten – Konzertdaten etwa. Dass sich jemand ein viel späteres Datum im Kopf vormerkt, ist ungewöhnlich. Dies geschieht bestenfalls bei der absoluten Lieblingsband, deren Konzert man jeden Tag entgegenfiebert. Auflistungen von Konzertterminen, Serienstarts oder ähnlichen interessanten Dingen, die erst viel später relevant sind, haben somit ein sehr hohes Speicherpotential.

Vom Redaktionsplan zum Storytelling – so werden Follower zu Fans

Märchen 2.0: Storytelling im Online-Marketing

Im Internet herrscht eine andere Zeitebene. Die Flut an Content sorgt dafür, dass pro Beitrag nur sehr wenig Zeit bleibt, um einen potentiellen Kunden an sich zu binden. Aus diesem Grund lässt sich schon seit einer Weile ein Trend beobachten, der die Arbeitsweise im Online-Marketing neu strukturiert:

Storytelling ersetzt akribisch durchdachte Redaktion. Mit Snaps, Storys und Livestreams fühlen sich Leser nicht wie eine Umsatzquelle – sondern wie Freunde.

Auf alles vorbereitet: Vor- und Nachteile des Redaktionsplans

Wer sein Unternehmen in sozialen Medien bewerben will, stellt fest: Kommerzielle Nutzung ist mehr als Spiel und Spaß. Als Privatperson reicht es tatsächlich oft, hin und wieder ein Selfie oder ein Foto vom Sonnenuntergang zu posten. In welchen Abständen das Profil gepflegt wird, ist auch zweitrangig.

Instagram, Facebook und Co. sind für viele Menschen ein Hobby – weshalb auch niemand dabei von aggressiver Werbung genervt werden möchte. Möchtest Du Dein Profil allerdings nutzen, um einen Kundenstamm aufzubauen, ist eine Woche sehr viel Zeit. Innerhalb einer Woche kann jeder noch so tolle Post in Vergessenheit geraten. Und natürlich gibt es kaum ein Unternehmen, in dem das Erstellen von Online-Beiträgen die einzige Aufgabe ist.

So kann ein Redaktionsplan den Terminkalender etwas entlasten; Du weißt ganz genau, welcher Beitrag wann erscheint – und Deine Follower wissen es auch. Gleichzeitig kannst du für mehrere Monate vorplanen und musst nicht jeden Tag Zeit darin investieren, ein gutes Foto mit guter Geschichte zu finden.

Ein nicht zu verachtender Vorteil: Solltest Du krankheitsbedingt ausfallen oder Deinen Urlaub in einer einsamen Waldhütte verbringen, gaukelt Dein Unternehmensprofil den Abonnenten trotzdem Aktivität vor.  Allerdings passt ein Redaktionsplan nicht ganz dazu, was soziale Netzwerke darstellen wollen: Eine rege Community, in denen der Informationsaustausch in Echtzeit passiert.

Obwohl die Arbeit mit einem Plan eine gute Übersicht verleihen kann, ist sie für die Schnelllebigkeit des Internets nicht flexibel genug. Langwierige Freigabeprozesse und Änderungswünsche von sechs verschiedenen Parteien können Deinem Account auch noch den Rest an Frische und Aktualität nehmen. Tagesaktuelle Beiträge und ein direkter Draht zum Leser? Fehlanzeige.

Sich ausschließlich am Redaktionsplan abzuarbeiten, nimmt Dir die Möglichkeit, am Leben Deiner Follower teilzuhaben. Zusätzlich dazu ist leider nicht gesagt, dass sich Deine Abonnenten im Voraus auf Deine Beiträge freuen: Das Internet ist unbarmherzig, was Anerkennung von Mühe angeht. Natürlich solltest du versuchen, Deine Beiträge so ansprechend wie möglich zu gestalten, doch ist eine hohe Qualität kein Garant für Erfolg.

Wenn Du beispielsweise zwei Mal die Woche einen ausgefeilten Beitrag teilst, bleiben fünf Tage übrig, an denen sich kaum jemand für Dich interessiert. Hinzu kommt das Risiko, dass spärliche Posts Abonnenten auch regelrecht verjagen können. Ein Nutzer scrollt seine Startseite entlang, entdeckt nach längerer Zeit einen Post von Dir und erinnert sich nicht mehr, warum er Dein Profil eigentlich abonniert hat. Auf diese Weise kann es vorkommen, dass Dir Deine Aktivität genau das Gegenteil von dem bringt, was sie ursprünglich sollte.

Es war einmal… der Redaktionsplan – hier kommt Storytelling

Dass Online-Marketing nach Plan nicht mehr ganz so gut funktioniert, bedeutet jedoch nicht, dass soziale Netzwerke als Werbeplattform ausscheiden. Viel eher hat sich die Art, sie auf professioneller Ebene zu nutzen, verändert: Unternehmensprofile nähern sich privaten Accounts an und halten ihre Followerschaft mit spontanen, sympathischen Updates bei Laune.

Zwischendurch ein Snap vom Schreibtisch, ein kleiner Teaser zum kommenden Produkt in der Story oder ein Livestream bei der Präsentation: Viele Unternehmen gestatten ihren Followern jetzt auch einen Blick hinter die Kulissen. Das Ergebnis? Die Beziehung zwischen (angehendem) Kunden und Deinem Unternehmen wird stärker denn je!

Mit Storytelling zeigst Du nach außen, dass auch hinter Deiner Marke echte Menschen stecken, die mehr sind als ein gestriegelter Beitrag mit ein paar Eckdaten zum Produkt. Inhalte, die vermittelt werden sollen, erwecken im Rahmen einer Geschichte größtes Interesse: Ob witzig, spannend oder emotional ist Dir überlassen. Warum setzen wohl Generationen über Generationen auf Märchen und Gute-Nacht-Geschichten, um Werte zu vermitteln? Weil ein narrativer Rahmen jede Art von Inhalt einprägsamer macht.

Gleichzeitig bieten dir verschiedene, weniger arbeitsaufwändige Arten von Beiträgen die Möglichkeit, die Pausen zwischen den „richtigen“ Postings zu überbrücken. Noch ein positiver Aspekt: Während vorbereitete Inhalte zumeist den Anspruch haben, eine möglichst hohe Qualität zu bieten, kann man sich mit Snaps, Storys und Co. ganz ohne Fokus auf Seriosität austoben.

Mit Emojis, GIFs, Stickern und Filtern werden auch semiprofessionelle Aufnahmen zum Leben erweckt – und verschwinden bei vielen Netzwerken ohnehin nach 24 Stunden. Dem Internetnutzer wird suggeriert, dass Deine Arbeit Spaß macht. Spaß, den Du mit ihm teilen möchtest!

Die Kombination aus Redaktionsplan und Storytelling verspricht in Sachen Online-Marketing den größten Erfolg. Auf diese Weise wächst die Sympathie für Dein Business ungemein und macht aus Deinen Kunden Fans, die immer wieder auf Deine Marke zurückkommen. Dafür sprechen auch die Zahlen: Die Engagement-Rate sowie die Anzahl der Aufrufe ist beispielsweise bei Storys (ob Facebook Messenger oder Instagram) sehr hoch.

Nicht nur, weil die leicht verdauliche, unterhaltsame Statusmeldung weniger Konzentration erfordert als ein ausformulierter Beitrag, sondern auch, da sich die Storys im Interface noch über dem Feed befinden. Wer nicht beabsichtigt, sich länger bei Instagram herumzutreiben, sieht sich schnell einige Storys an und schließt die App wieder.

Feste Beiträge, die im Feed erscheinen, werden so gar nicht erst wahrgenommen. Aus diesem Grund können Storys, aber auch Snaps, Live-Übertragungen und Tweets dazu genutzt werden, für den ausführlicheren Beitrag aus dem Redaktionsplan zu werben. Natürlich gibt es auf dem Markt noch andere Unternehmen, die Dein Produkt oder Deine Dienstleistung anbieten – deswegen ist die Solidarität Deiner Abonnenten besonders wichtig.

 

Right here, right now – Wie moderne Kommunikation das Marketing verändert

Der Reiz von Engagement in Echtzeit ist nicht neu. Videospiele nutzen dieses Konzept schon seit Langem, weshalb das Schlagwort „Storymodus“ vor allem Gamern nicht fremd sein dürfte. Im Storymodus gibt es zwar ebenfalls einen programmierten Ausgang der Geschichte – doch ist der Spieler involviert und begegnet auf seinem Weg ungeahnten Problemen und Herausforderungen.

Im Online-Marketing funktioniert Storytelling ähnlich: Mit regelmäßigen Updates aus Deinem Alltag kommunizierst Du mit Deinen Abonnenten im Hier und Jetzt. Du kannst auf Fragen, Anmerkungen und Lob sofort reagieren – keine automatisch generierte Nachricht über eine Bearbeitungsdauer von 1-2 Werktagen stört eure Kommunikation. Auf diesem Wege bleibst du flexibel und kannst auch schneller auf Wünsche oder Kritik reagieren. Deine Kunden wiegen sich so in der Gewissheit, dass sie Dich bei Fragen oder Problemen direkt ansprechen können.

Die Authentizität ergibt sich jedoch nicht nur aus der zeitnahen Reaktion: Kurze Updates verlangen auch nicht nach einer besonders hübschen Form. Hier geht es tatsächlich weniger um eine reiflich überlegte Gestaltung als um die reine Vermittlung von Informationen. Genau so funktioniert schließlich die Online-Kommunikation mit unseren Mitmenschen. Dass man das Layout seiner Nachrichten im Messenger überdenkt und sich inspirierende Zitate überlegt, ist eher selten.

Indem sich Business-Profile also hin und wieder unperfekt und natürlich zeigen, unterscheiden sie sich nicht mehr so stark von dem täglichen Umfeld ihrer Abonnenten – und werden zum Teil des Privatlebens. Doch können wir uns nicht nur der Kommunikationsstruktur des Alltags anpassen, indem wir Storytelling für unser Online-Marketing nutzen.

Auch im Hinblick auf Trends birgt die neu entdeckte Spontanität in sozialen Netzwerken einige Vorteile: Hält man sich eisern an einen Redaktionsplan, müssen neue Themen erst irgendwo untergebracht werden. Bei brandaktuellen Ereignissen kann dies mitunter schwierig werden. Nicht immer lässt sich ein Artikel oder ein anderer Beitrag problemlos einschieben.

Versetzt Du Dich und Dein Profil jedoch in den Storymodus, kannst Du aktuelle Entwicklungen sofort berücksichtigen und zeigst Deinen Abonnenten, dass Du auf dem Laufenden bist.
Besonders hervorzuheben sind bei direkter Kommunikation natürlich Live-Formate: Ob Live-Reaction-Umfragen bei Facebook, Gruppenchats bei Instagram oder informative Webinare, die Nähe zu den Abonnenten ermöglicht ihnen, Fragen auf Augenhöhe zu stellen.

Du wirst schnell merken: Sobald die Distanz abgebaut ist, erhöht sich die Interaktion deutlich. Dies zeigt sich dann auch an den Konversionsraten.

Gesundes Mittelmaß: Die Kombination aus Redaktionsplan und Storytelling

Sich in einem Extrem zu verlieren, ist nur in den wenigsten Lebenslagen der beste Weg. Dies gilt auch für das Online-Marketing: Obwohl die ausschließliche Arbeit anhand eines Plans wie auch komplette Spontanität möglich ist, profitierst Du am meisten von einer Fusion beider Dinge.

Aufwändige Beiträge, die du in einem Redaktionsplan festhältst, sorgen für kontinuierliche Aktivität Deines Unternehmensprofils. So hast Du die Sicherheit, dass dir eines Tages nicht spontan die Ideen ausgehen. Gleichzeitig kann die Regelmäßigkeit Deine Abonnenten an dich binden.

Aufgemischt mit spontanen Beiträgen, die die Menschen hinter der Firma zeigen, bekommt Dein Profil einen Charakter. Posts dieser Art sind in der Regel etwas schneller gemacht und können immer wieder eingeschoben werden. Der Vorteil ist, dass es auf diese Weise nicht viel Mühe kostet, beispielsweise auch auf tagesaktuelle Themen einzugehen. Insbesondere mit dem Erstarken flüchtiger Beiträge, die nur eine begrenzte Zeit über abrufbar sind, muss nicht jede Online-Aktivität minutiös geplant sein.

Deine Abonnenten werden es gerade dann schätzen, wenn sie auch mal weniger konstruierte und für die Öffentlichkeit aufbereitete Seiten Deiner Marke kennen lernen dürfen. Denn eben das ist der Grundstein einer dauerhaften Beziehung: Ehrlichkeit!

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Instagram für Unternehmen

Chancen auf der wachsenden Plattform

Unkompliziert ein Label schaffen, Reichweite erzielen, Fans und Kunden binden: Instagram für Unternehmen hilft auf moderne Art, zielgruppengerechte Werbung zu machen. Vorteil dieser Plattform ist die ständig wachsende Zahl an Benutzern. Fast explosionsartig hat sie sich seit 2016 verdoppelt und Mitte 2018 die unglaubliche Zahl von einer Milliarde überschritten.

Visuelles Marketing auf Instagram

Die Plattform steht für visuelle Kommunikation. Was im Elevator Pitch, der berühmten Zeitspanne von 60 Sekunden vom Interessenten erfasst werden kann, macht ihn aufmerksam und wird ihn, wenn das Bildmaterial repräsentativ ist, auch überzeugen. Zusätzlich zu der Möglichkeit, aussagekräftige Bilder auf Instagram zu posten, kommt seit August 2016 die Option der Instagram Stories. Hier wird in kurzen Spots auf das Unternehmen, seine Produkte oder die Dienstleistung aufmerksam gemacht. Das Story Telling per Video sorgt dafür, dass nicht nur die direkte Botschaft bei den Interessenten ankommt, sondern sich auch Branding, Firmenphilosophie und Produkte im Unterbewusstsein gespeichert werden. Marketing über Instagram spricht die emotionale Seite der Besucher an, ein wichtiger Faktor für den Verkaufserfolg.

Instagram für Unternehmen – die Zielgruppen

Es ist überwiegend die jüngere Generation, die auf Instagram aktiv ist. Wer seine Zielgruppe in der Altersklasse zwischen 18 und 34 Jahren findet, hat deshalb mit Instagram für Unternehmen ein ideales Tool zur Hand. Jedoch steigt auch die Zahl der älteren User ständig. Noch haben hier die Männer einen leichten zahlenmäßigen Vorsprung. Darüber hinaus werden auf Instagram unabhängig vom Alter Menschen erreicht, denen junge Themen wie Fashion und Beauty, Lifestyle, Auto und Motorsport aber auch der Outdoorbereich liegen. Es lohnt sich, sich die neuesten Zahlen über regionale Nutzung anzusehen. Hamburg bringt es bereits auf über 40 %, während in anderen Gebieten nur die Hälfte der Social-Media-Teilnehmer einen Instagram-Account haben.

Themen bündeln mit Hashtags

Ein Unternehmens-Account auf Instagram kann nicht nur mit dem auf Facebook verknüpft werden, auch eigene Werbung lohnt sich. Die Analysefunktionen werden immer klarer auf den Businessbereich abgestimmt. Instagram Insights verraten nicht nur, welche Personengruppen sich für den Auftritt interessieren. Auch die Reichweite der einzelnen Post wird detailliert ermittelt. Die eigene Reichweite unterstützt man durch Hashtags. So gewinnt man neue Follower, und Fans können alle Beiträge mit einem Hashtag aufrufen. Marketing-Themen runden sich ab, können aufgebaut und ergänzt werden. Abwechslung zu schaffen ist damit leicht, denn trotz unterschiedlicher Storys laufen alle Maßnahmen wie gewünscht wieder an einem Punkt zusammen.

Netzwerke knüpfen – Instagram für Unternehmen

Bei den eigenen Bildern, den eigenen Stories darf es aber nicht bleiben. Wer erfolgreich sein will, braucht ein Netz, genauer gesagt, ein Netzwerk. Über die eigenen Hashtags auch Beiträge anderer User zu liken, besser noch zu kommentieren, ist wichtiger Bestandteil des Instagram-Auftritts. Denn auch hier gilt: Sharing is caring. Solodarsteller werden rasch langweilig, Gegenseitigkeit ist auch im unternehmerischen Bereich angesagt. Auch Kooperationen sind auf Instagram sinnvoll, denn gemeinsam wird mehr erreicht.