Wer mehr oder minder aufmerksam unsere Blogbeiträge liest, hat schon eine gute Vorstellung davon, wie viele Möglichkeiten es gibt, eine Webseite attraktiv in den Google-Ergebnissen zu platzieren. Dass auch YouTube-Rankings mit etwas Fachwissen beeinflusst werden können, ist im Kollektivwissen der Netzkultur weniger präsent. Was genau du tun kannst, liest du hier!
SEO für Youtube: Wie lassen sich Rankings von Videos verbessern?
Als zweitgrößte Suchmaschine der Welt ist es fast schon ein Unding, dass SEO für YouTube vergleichsweise wenig diskutiert wird. Jetzt, wo sich das Online Marketing immer weiter in Richtung Bewegtbild und sogenanntem „Snackable Content“ entwickelt, sollte dieser Bereich nicht auf der Strecke bleiben. Zumindest nicht, wenn du das Meiste aus deiner Webpräsenz herausholen möchtest.
Tatsache ist, dass YouTube-Videos ähnlich selbstverständlich zum Alltag gehören wie die Informationsbeschaffung bei Google: Während die führende Suchmaschine uns Auskunft zu jedem erdenklichen Thema gibt, steht die Video-Plattform für uns bereit, sobald wir etwas mit eigenen Augen sehen wollen.
Erklärvideos und Tutorials, Produkttests oder lustige Katzenvideos in Hülle und Fülle versorgen mehr als zwei Milliarden Nutzer auf 80 verschiedenen Sprachen mit genau dem Content, den sie gerade brauchen. Im Jahre 2019 wurden auf der Plattform pro Minute ganze 500 Stunden Videomaterial hochgeladen – entsprechend groß ist also die Konkurrenz, wenn du mit einem eigenen YouTube-Channel durchstarten willst.
Für Profis ist die Suchmaschinenoptimierung für den Streamingdienst längst kein Geheimtipp mehr, doch ist es gerade für diejenigen, die sich die Weiten des Video-Contents gerade erst erschließen, eine gute Hilfestellung. Ähnlich wie bei der Suchmaschinenoptimierung für Google und Co. hängt die Sichtbarkeit der Videos mit bestimmten Parametern und Algorithmen zusammen, die Usern möglichst relevante Treffer zur Verfügung stellen sollen. Berücksichtigt werden dabei hauptsächlich die Videos selbst, doch lassen sich in dieser Hinsicht bestimmte Kriterien festlegen.
Nur für Influencer? Warum auch du von YouTube profitieren kannst
Bevor das Thema YouTube SEO überhaupt aufkommt, stellt sich die Frage, für wen ein YouTube-Channel überhaupt geeignet ist. Die kurze und knappe Antwort: Grundsätzlich für alle, die sich digitale Aufmerksamkeit wünschen. Denn nichts lässt sich so einfach und unterhaltsam konsumieren wie die Symbiose aus visuellem und auditivem Reiz, verpackt in appetitliche kleine Happen, die meist nur wenige Minuten Zeit kosten.
Inhalte können mithilfe eines Videos schneller verarbeitet werden, weshalb sich vor allem komplexe Sachverhalte besser anschaulich machen lassen – wortwörtlich. Eingebunden auf einer Webseite können eigene YouTube-Videos die Verweildauer der Nutzer erhöhen und auch dein Ranking in den Suchergebnissen bei Google. Doch welche Faktoren kommen zum Tragen, damit das Video selbst gute Sichtbarkeit erzielt?
Ranking-Faktoren für die YouTube SEO: Worauf es ankommt
Die Faktoren, welche die Sichtbarkeit (und somit auch die Zahl der Abonnenten) bei YouTube bestimmen, lassen sich in drei Kategorien einteilen: Das Video an sich, der Kanal und auch das Engagement spielen für das Ranking eine Rolle. Aufschlüsseln lassen sich diese wie folgt:
- Video-Faktoren: Hier sind vor allem die Entscheidungen wichtig, die du schon beim Upload deines Videos triffst. Formal solltest du hier auf Titel, Beschreibung, Transkription und passende Keywords achten. Inhaltlich spielt natürlich der Content an sich eine Rolle, der dem Nutzer einen Mehrwert bieten sollte, aber auch die Qualität des Videos, Thumbnails und der Dateiname fließen in die Bewertung mit ein.
- Kanal-Faktoren: Regelmäßige Updates werden auch bei YouTube belohnt. Aus diesem Grund sollte dein YouTube-Channel möglichst liebevoll gepflegt und laufend mit neuem Content unterfüttert werden.
- Engagement-Faktoren: Auf die Interaktion der User hast du vermutlich am wenigsten Einfluss, doch kannst du diese mit einigen Tipps und Tricks zum Engagement ermutigen. Relevant für dein Ranking sind Faktoren wie Likes, Aufrufe, Shares, Wiedergabezeit und Playlists.
Die Voraussetzungen für Quality Content
In vielen Ländern der Welt ist es heutzutage absolut üblich, zu jedem Zeitpunkt eine hochauflösende Kamera bei sich zu haben – selbst im Schlafzimmer oder an noch privateren Orten haben wir das Handy meist schnell zur Hand. Smartphones allgemein setzen Jahr für Jahr neue Standards, die sich auch in der mit ihnen erreichbaren Videoqualität niederschlagen.
Für Quality Content ist diese technisch gesehen absolut ausreichend. Doch ändert sich das altbekannte SEO-Spiel ein wenig, wenn man bedenkt, dass YouTube eine Empfehlungssuchmaschine ist. Selten schaut ein User ein Video zu Ende und wechselt dann zur Startseite, um nach dem Nächsten zu suchen.
Die Berieselung nimmt in der „Empfohlen“-Spalte ihren Lauf, die verwandte Videos vorschlägt und User in einen hypnotisierenden Sog verführt – am Ende der Odyssee lässt sich selten nachvollziehen, wie man von einer Anleitung zum Krawattenbinden bei den 10 schockierenden Fakten über Dolly Parton gelandet ist.
Aus diesem Grund sind die ersten Sekunden des Videos entscheidend: Können sie nicht überzeugen, wartet ihn der „Empfohlen“-Liste schon gleich das nächste Video. Doch auch für die eigene Empfehlung ist die Qualität entscheidend: Wenn das Video nach kurzer Zeit weg- oder gar nicht erst angeklickt wird, wird es auch weniger Usern angeboten.
Verwackelte oder unscharfe Videos bleiben deshalb lieber gleich auf dem Handy, statt sich ihren Weg zu YouTube zu bahnen. Wer die Qualität seines Videos verbessern möchte, sollte hauptsächlich in ein Stativ, Beleuchtung und ein Mikrofon investieren. Je nachdem kann auch ein aufstellbarer Hintergrund nützlich sein.
Der Videotitel
Wie dein Video betitelt ist, ist für die Suchmaschine wie auch für den Nutzer gleichermaßen wichtig, um dein Video korrekt einzuordnen. Damit der Titel nicht abgeschnitten wird, sollte er idealerweise 60-70 Zeichen lang sein und das wichtigste Keyword enthalten. Die Kunst eines guten Titels ist natürlich (genauso wie auch im redaktionellen Bereich), gerade genug zu verraten, damit User wissen, worum es geht und gleichzeitig neugierig werden.
Die Description
In vielen Videos verweisen YouTuber und YouTuberinnen freundlich auf ihre Info-Box. Hierbei handelt es sich um die ausklappbare Box unter dem Video, welche zusätzliche Informationen zum Video bereit hält – darunter auch die Videobeschreibung. Obwohl dir insgesamt 5000 Zeichen zur Verfügung stehen, ist dieser Bereich nochmal unterteilt: „Above the fold“ fasst 200 Zeichen und wird ohne das Video auszuklappen angezeigt.
Aus diesem Grund sollte gerade dieser Teil so prägnant wie möglich sein und alle wichtigen Informationen einschließlich eines Call-to-Action, der die User auffordert, das Video zu liken oder zu kommentieren. In den übrigen Zeichen empfiehlt es sich, Longtail-Keywords einzubauen und eventuell Fragen aufzulisten, die dein Video klären wird.
Die Keyword-Tags
Tags sind den meisten bereits aus den sozialen Medien bekannt: Mithilfe von Tags unterstützt du den Algorithmus dabei, dein Video richtig zu verstehen und zu bewerten. Öffentlich angezeigt werden sie nicht – lediglich über den Quellcode lassen sie sich einsehen.
Pro Video solltest du etwa 15 passende Tags aussuchen, darunter selbstredend das Haupt- und nennenswerte Zusatz-Keywords. Oft lohnt sich die Verwendung von Standard-Tags, die allgemein relevant für deinen Kanal sind.
Die Transkription
Ursprünglich für Gehörlose eingeführt, trägt sie ebenfalls zu deinem Ranking bei – Suchmaschinen können sie auslesen und den Inhalt deines Videos besser kategorisieren. Auch für Nutzer ist sie hilfreich, wenn sie dein Video beispielsweise ohne Ton ansehen möchten.
YouTube bietet grundsätzlich die Möglichkeit, die Untertitel automatisch zu erstellen. Allerdings solltest du diese zumindest überprüfen und gegebenenfalls händisch korrigieren, da hierbei häufig Fehler passieren. Ein Tipp: Sprich dein Haupt-Keyword im Video aus, damit es auch in die Transkription übernommen wird. So kannst du beispielsweise bei deinem Willkommensgruß nochmals den Titel des Videos benennen.
Das Thumbnail
Das Thumbnail ist das kleine Bild mit den Maßen 540×360 Pixel, das ursprünglich als Einblick in das Video gedient hat und sich mittlerweile fast zu einer eigenen Kunstform verselbstständigt hat. Content Creators erstellen für das Thumbnail eine eigene Grafik, die den User neugierig macht und mit bunten Farben, Typographie und der Emoji-Nutzung die Aufmerksamkeit auf das Video lenkt. Somit wirkt sich das Thumbnail direkt auf die Klickrate eines Videos aus. Falls du kein eigenes Thumbnail erstellst, wird ein automatisches generiert. Dies ist für deine YouTube SEO allerdings nicht förderlich.
Der Dateiname
Bevor du dein Video hochlädst, solltest du den Dateinamen umbenennen. VIDEO0008 ist nicht annähernd so aufschlussreich wie brot-backen-tutorial oder ähnliche Varianten. Aus diesem Grund ist es für den Algorithmus unmöglich, den Dateinamen zu verstehen und in die Bewertung deines Videos einfließen zu lassen. Anders sieht es aber aus, wenn du das wichtigste Keyword nutzt, Wörter mit einem Bindestrich trennst und allgemein auf eine möglichst präzise Formulierung achtest.
Kanaloptimierung: Das Zuhause deines Contents
Der Erfolg eines YouTube-Channels steht und fällt mit seiner Videofrequenz. Wenn jemand ein gutes Video postet, dem aber in unregelmäßigen und viel zu langen Abständen erst ein zweites folgt, ist der Anreiz für ein Abonnement des Kanals denkbar gering. Wichtig ist aber, dass auch eine gleichbleibende Qualität der Videos gegeben ist.
Doch auch dein Profil beziehungsweise deinen Kanal betreffend kannst du Anpassungen vornehmen, die deine Sichtbarkeit bei YouTube erhöhen können: Natürlich ist ein origineller Name das A und O. Kombiniert mit einer Grafik für den Header und einer vollständigen und ansprechenden Kanalbeschreibung (einschließlich Impressum) lassen deinen Kanal professionell wirken und laden zum Abonnieren ein.
Das Sahnehäubchen: Ein Kanaltrailer, bei betrieblichen Kanälen idealerweise ein professioneller Imagefilm. Besucher erfahren so zügig, welche Inhalte sie auf deinem YouTube-Channel erwarten. Umso mehr kannst du ihnen mit Playlists zu bestimmten Themen entgegenkommen. Nutze gerne fremden Content, damit User auch über andere Kanäle auf deinen stoßen können.
Die Königsdisziplin: Engagement
Deine YouTube-SEO kann akribisch durchgeplant und bis zur Perfektion umgesetzt sein – das Ranking wird dennoch maßgeblich vom Nutzer-Engagement bestimmt. Deshalb müssen deine Videos für deine Zielgruppe relevant sein, damit die Optimierung Erfolg haben kann. Nichtsdestotrotz hast du die Möglichkeit, dem Engagement einen kleinen Anstoß zu geben: Etwa, indem du deine Zuschauer daran erinnerst, mit dem Video zu interagieren und deine Community aktiv einbeziehst, beispielsweise durch die Aufforderung, Fragen zu stellen oder auf gestellte Fragen zu antworten.
Im Kommentarbereich solltest du ebenfalls mit deiner Community interagieren. Infokarten, die im Video auftauchen und auf weitere Videos hinweisen, können ebenso hilfreich sein. Essentiell wichtig für deine Sichtbarkeit ist die Wiedergabezeit, weshalb Playlists eine großartige Möglichkeit sind, Zuschauer besonders lange auf deinem Kanal zu halten.
YouTube SEO: Das Wichtigste zusammengefasst
Während der Bereich der Suchmaschinenoptimierung für Google, Bing und Co. manchmal einem Handwerk ähnelt, mit dem jede Seite erfolgreich in die obere Liga der Ergebnislisten bugsiert werden kann, entscheidet sich die Sichtbarkeit bei YouTube hauptsächlich daran, wie gut dein Content ist. Selbst, wenn alle Formalia erfüllt sind und du theoretisch alles richtig machst, kann es sein, dass deine Videos einfach nicht das erforderliche Publikum anziehen und nach einiger Zeit in der Versenkung verschwinden.
Aus diesem Grund sollte ein YouTube-Channel wohlüberlegt sein, denn die regelmäßige Produktion hochqualitativer und vor allem: origineller Videos kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Selbstreflexion ist in diesem Zusammenhang umso wichtiger. Deine eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und dir darüber Gedanken zu machen, ob deine Videos auch angeschaut werden, sind die zentralen Fragen im Zusammenhang mit der YouTube SEO. Mit ein paar Tricks und formalen Aspekten kannst du deinem Erfolg aber ein wenig Hilfe leisten.
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