Bereits seit dem Anfang der 2000er-Jahre ist es möglich, Werbeanzeigen über Google Ads (ehemals AdWords) zu schalten. Doch mit fortschreitender Verbesserung der Möglichkeiten, ergeben sich auch immer mehr Fehlerquellen. Auch wenn irren menschlich ist, ärgert man sich doch über vermeidbare Fehler. Das gilt insbesondere in Fällen, in denen solch ein Fehler Geld kostet. Deshalb ist es so wichtig, über potentielle Gefahrenquellen in Sachen Anzeigenschaltung über Google Bescheid zu wissen, um diese zu umgehen und klügere Lösungen zu finden.
Wie funktioniert Google Ads?
Für eine verbesserte Sichtbarkeit bei Google und ein damit verbundenes höheres Ranking, schalten viele Unternehmen Anzeigen über Google Ads. Dabei handelt es sich um Werbekampagnen, in die Keywords eingeflochten werden, die sich nach den Suchanfragen der Nutzer richten. Diese Keywords werden dann im weiteren Verlauf zu unterschiedlichen Anzeigengruppen gebündelt. Für eine Google Anzeigenkampagne müssen dann die Interessenten, also die Unternehmen, ein Gebot für ein Keyword einreichen. Damit legen sie den Preis fest, den sie für eine Anzeige zu bezahlen gewillt sind.
Neben den offensichtlichen Vorteilen einer Werbekampagne auf Google, nämlich dem gesteigerten Ranking und Traffic auf deiner Seite, kannst du aus den Klickzahlen ebenso interessante Daten erheben. So erfährst du mehr über die Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe. Zu diesem Zwecke solltest du auch Google Analytics mit deinem Google Ads Konto verbinden, um Besucherstatistiken analysieren zu können und weitere Daten einsehen zu können.
Klassische Google Ads Fehler, die es zu vermeiden gilt
Die typischen Fehlerquellen, die bei Google Ads lauern, können leicht in Unterkategorien eingeteilt werden.
Verfehlte Zielgruppe
Selbstverständlich hilft ein eindeutiges Bild des idealen Kunden bei der Erstellung zielgruppengerechter Werbung. Wer genau weiß, was für Menschen sich für das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung interessieren, der kann auch eigens darauf zugeschnittene Werbung produzieren und so den Erfolg steigern. Wer diese Informationen nicht hat, scheitert oft schon bei der Bestimmung der Zielgruppe.
Wählst du für deine Anzeige die Sprache Deutsch, aber nicht Deutschland als Land aus, wird sie auch in anderen deutschsprachigen Ländern, also Österreich und der Schweiz präsentiert. Da dort unter Umständen der Markt anders situiert ist, lohnt sich deine Anzeige womöglich nicht.
So geht es besser:
- Um die Zielgruppe örtlich zu begrenzen, solltest du bei der Auswahl nach Landeszugehörigkeit und nicht nach Sprache filtern.
- Daten auswerten, die über deine Kunden erhoben werden. So kannst du die Kunden-Persona bestimmen und deine Werbung auf sie zuschneiden.
Falsches Timing
Timing ist alles! Deshalb ist schlechtes Timing auch bei deiner Google Ad ein großes Problem. Zählen Menschen mit Vollzeitjobs zu deiner Hauptzielgruppe, ist eine Anzeigenschaltung am Vormittag nicht sinnvoll. Werte deshalb die dir zur Verfügung stehenden Daten aus, um die perfekte Zeit zu finden.
Punkt 2: Remarketing nicht vergessen. Remarketingkampagnen lassen sich einfach einstellen über Google Ads und werden trotzdem häufig vergessen. Langfristig bringen diese aber immer wieder Kunden ein, die du dir so entgehen lässt.
So geht es besser:
- Ein Werbezeitenplaner hilft bei der richtigen Koordination der Anzeigen.
- Die Customer Journey bewusst beeinflussen, indem du den potentiellen Kunden mit der Anzeige lockst, ihn dann weiterleitest auf die Landingpage, die seine Anfrage beantwortet, und dort im besten Fall einen Kauf beziehungsweise einen Vertragsabschluss erwirkt. Das Conversion-Tracking von Google Ads hilft dir dabei, genau zu erkennen, wie die Customer Journey bei deinen Kunden verläuft.
- Durch die Auswertung der Zielgruppendaten weißt du außerdem, wann diese am häufigsten online ist und kannst dementsprechend deine Ad genau dann anzeigen lassen.
- Saisonalität im Auge behalten und passende Anzeigen zur richtigen Jahreszeit ausspielen. Anzeigen für Winterreifen werden im Sommer vermutlich nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. So kannst du außerdem Kosten sparen, wenn du clever zur richtigen Zeit jeweils das Budget erhöhst und senkst.
Schlechte Keywords
Tippfehler in den Keywords sind ein häufiger Flüchtigkeitsfehler, der dich einiges an Geld kosten kann, da die Kampagne so im schlimmsten Fall unbrauchbar wird.
Negative Keywords vergessen ist ein weiterer Fehler, der leicht umgangen werden kann. So kommt es zu Klicks, die dir und dem User nichts bringen, da dieser beispielsweise auf der Suche nach einer kostenlosen Lösung ist. Dies ist vor allem deshalb ärgerlich, da dich der Klick Geld kostet, aber keine Conversion für dich erzielt.
So geht es besser:
- Die Keywords und ihren Erfolg beobachten. Generell solltest du zu teure Keywords überdenken und im Zweifelsfall entfernen, um neue, relevantere Keywords hinzuzufügen.
- Außerdem ist es ratsam, das Keyword nicht zu häufig im Text zu verwenden, es dafür aber an strategisch kluger Stelle zu platzieren. Zum Beispiel an erster Stelle in der Überschrift.
Mangelhafte Qualität
Ein reißerischer Text voller Ausrufezeichen, Großschreibung und übertriebener Begeisterung kommt weder beim Kunden noch bei Google gut an. Kommen dann noch Rechtschreibfehler oder schwammige Formulierungen dazu, bringt dir die Anzeige keinen großen Erfolg ein.
So geht es besser:
- Da Google informative Texte auch in den Ads schätzt, lohnt es sich, auf eine klare und prägnante Wortwahl zu achten, wobei der Call-to-Action zwar nicht zu kurz kommen sollte, aber weniger dominant eingebunden werden sollte.
- Die Anzeige und die Landingpage, auf die diese verlinkt, sollten unbedingt denselben Inhalt präsentieren. Stimmen sie nicht überein, stellt sich Enttäuschung beim Nutzer ein, der deshalb dann negative Gefühle mit deinem Unternehmen verbindet.
Den Voreinstellungen vertrauen
Bei der Anzeigenerstellung kannst du verschiedene Voreinstellungen abändern. Unter anderem wirst du bei den Keywords die Option „weitestgehend passend“ vorfinden. Dies ist nicht unbedingt eine schlechte Wahl, sollte aber im Auge behalten werden, da deine Ad darüber auch bei unpassenden Suchanfragen angezeigt werden kann und dich somit unnötiges Geld kostet.
Die Anzeige im falschen Netzwerk schalten. Dies passiert schneller als gedacht, da du bei Google Ads zwischen dem Suchnetzwerk und dem Displaynetzwerk unterscheiden musst. Als Voreinstellung sind zunächst beide abgehakt, dies kann allerdings zu großen Kosten führen. Deshalb solltest du die Option Displaynetzwerk nur händisch abhaken und nicht voreingestellt lassen.
So geht es besser:
- Durch Anzeigenerweiterung die Klickzahlen steigern. Das kann zum Beispiel eine Anruferweiterung sein, also das Hinzufügen einer Telefonnummer, da dies das Vertrauen der Kunden erhöht. Aus dem selben Grund helfen Bewertungserweiterungen, wenn potentielle Kunden gute Rezensionen über dich lesen.
- Grade für Anfänger lohnt sich das Suchnetzwerk am meisten, da darüber die Anzeige bei Google-Suchanfragen ausgespielt wird. Obwohl das Displaynetzwerk mehr Reichweite verspricht, birgt es, neben den Kosten, die Gefahr, dass die Ads an falscher Stelle angezeigt zu werden.
Fehler minimieren, Performance maximieren
Obwohl das Aufgeben einer Google Ad auf den ersten Blick sehr einfach wirkt, sollten die möglichen Fallstricke nicht unterschätzt werden. Eine Anzeige sollte daher immer optimiert werden. Insgesamt ist eine Werbestrategie, die verschiedene Kanäle verbindet am sinnvollsten, da Google Ads hauptsächlich auf tatsächliche Suchanfragen abzielt. In der Findungsphase der Customer Journey solltest du deine Kunden mit gezieltem Targeting abholen, wie es beispielsweise über Facebook möglich ist.
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