Der Jahreswechsel 2025/2026 bringt keinen plötzlichen Wandel, sondern macht sichtbar, was sich bereits langfristig abgezeichnet hat. Die Art und Weise, wie Menschen Informationen finden, Entscheidungen treffen und Anbieter auswählen, verändert sich kontinuierlich. Klassische Suchmuster treten zunehmend in den Hintergrund, während KI-gestützte Systeme immer häufiger die Rolle der ersten Orientierung übernehmen.
Wer 2026 noch mit den Logiken der vergangenen Suchära arbeitet, wird nicht zwingend schlechter gefunden – sondern zunehmend gar nicht mehr berücksichtigt.
Warum Google immer seltener der Einstiegspunkt ist
Google bleibt ein zentraler Akteur, ist aber nicht mehr automatisch der Ausgangspunkt jeder digitalen Reise. Informationen werden heute in unterschiedlichsten Kontexten verarbeitet: in KI-Antworten, in integrierten Assistenzsystemen, in Tools, die Suchergebnisse bereits vorstrukturieren und interpretieren. Der eigentliche Entscheidungsprozess beginnt damit oft vor der klassischen Suchergebnisseite.
Für Nutzer ist das effizienter, für Unternehmen jedoch anspruchsvoller. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr ausschließlich durch Positionen in einer Liste, sondern durch die Fähigkeit, in vorverarbeiteten Antworten überhaupt aufzutauchen. Wer dort nicht präsent ist, existiert für viele Entscheidungsprozesse faktisch nicht.
Die neue Customer Journey im Jahr 2026
Die Customer Journey 2026 folgt also einer anderen Logik als früher. Am Anfang steht nicht mehr die Recherche, sondern eine Empfehlung oder Vorauswahl. Erst danach – und nicht immer – folgt eine direkte Interaktion mit einer Marke oder Website. Vertrauen wird aufgebaut, bevor es zu einem Klick kommt.
Diese Entwicklung führt dazu, dass der erste Markenkontakt häufig unsichtbar bleibt. Nutzer können sich für oder gegen Anbieter entscheiden, ohne jemals deren Website besucht zu haben. Die entscheidende Frage ist daher nicht mehr, wie gut eine Seite konvertiert, sondern ob eine Marke überhaupt in den relevanten Entscheidungsrahmen aufgenommen wird.
Das strukturelle Problem vieler Unternehmen
Viele Unternehmen optimieren weiterhin für ein Suchverhalten, das alleine nicht mehr ausreicht. Inhalte werden entlang einzelner Keywords geplant, ohne klaren Kontext oder erkennbare Positionierung. Seiten sind informativ, aber austauschbar, korrekt, aber nicht entscheidungsrelevant.
In einer KI-geprägten Suchlandschaft sind SEO-Basics zwar weiterhin absolut relevant, ohne GEO-Fokus allerdings nicht eigenständig wettbewerbsfähig. Systeme bewerten nicht nur Inhalte, sondern Zusammenhänge, Konsistenz und Glaubwürdigkeit. Wer kein klares Profil zeigt, wird zwar indexiert, aber nicht empfohlen. Sichtbarkeit ohne Einordnung führt 2026 ins Leere.
Was der Search Reset wirklich bedeutet
Der Begriff „Search Reset“ beschreibt keinen technischen Relaunch, sondern ein strategisches Umdenken. Inhalte müssen nicht nur auffindbar, sondern verständlich einordenbar sein. Es geht darum, klar zu kommunizieren, für wen eine Lösung geeignet ist, in welchem Kontext sie relevant wird und warum sie vertrauenswürdig ist.
Dieser Perspektivwechsel betrifft nicht einzelne Seiten, sondern die gesamte Wissensstruktur einer Marke. Websites entwickeln sich von Content-Sammlungen zu Orientierungssystemen, die sowohl für Menschen als auch für KI-Systeme logisch nachvollziehbar sind.
Vertrauen wird zum entscheidenden Faktor
Mit der Verlagerung von Klicks zu Empfehlungen steigt die Bedeutung von Vertrauen massiv. KI-Systeme bevorzugen Quellen, die stabil, konsistent und nachvollziehbar erscheinen. Vertrauen entsteht dabei nicht durch einzelne Aussagen, sondern durch langfristige Kohärenz und Kontinuität.
Für Unternehmen bedeutet das: Expertise muss erkennbar sein, Positionen müssen begründet werden und Inhalte dürfen sich nicht widersprechen. Vertrauen wird nicht mehr nur beim Nutzer aufgebaut, sondern auch bei den Systemen, die Entscheidungen vorbereiten.
Was Unternehmen konkret tun können, um Sichtbarkeit zu fördern, findest du hier.
Fazit: 2026 rückt Relevanz in den Mittelpunkt
Der Blick auf 2026 zeigt weniger einen radikalen Neuanfang als eine Bestätigung der verschobenen Spielregeln. Sichtbarkeit entsteht dort, wo Entscheidungen vorbereitet werden – oft bevor Nutzer aktiv nach Anbietern suchen. Für Unternehmen bedeutet das, ihre digitale Präsenz nicht länger nur als Traffic-Quelle zu begreifen, sondern als Grundlage für Vertrauen, Einordnung und Empfehlungsfähigkeit. Wer diese Perspektive früh einnimmt, verschafft sich keinen kurzfristigen Vorteil, sondern langfristige Relevanz.
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