Newsletter sind ein sinnvolles und gleichzeitig auch nettes Instrument, um Kunden und Interessenten auf Dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Als digitale Weiterentwicklung der Briefkastenwerbung bieten sie zahlreiche Möglichkeiten, Deinen Umsatz zu stärken – wenn sie denn ankommen. Ein durchschnittlicher Internetnutzer bekommt am Tag einen großen Haufen digitaler Post, die er eigentlich gar nicht haben möchte: Spam-Mails. Damit diese nicht Überhand nehmen, statten E-Mail-Anbieter ihre Nutzer in der Regel mit einem Spam-Ordner aus, der unerwünschte Post vor dem Auge des arglosen Users verbirgt. Manchmal leider auch Deinen liebevoll gestalteten Newsletter. Ein Glück, dass sich diese Spam-Filter oft auch umgehen lassen!

Was sind die Vorteile eines Newsletters?

spamfilter-umgehenWährend der Briefkasten eines Menschen früher die zuverlässigste Andockstelle für Werbung von Unternehmen war, ist es heute der Eingang seines E-Mail-Kontos. Das Versenden von Newslettern und anderer Werbemails ist mittlerweile so gängig, dass die altbekannte Briefpost sich zu einer eigenen, außergewöhnlichen Werbestrategie entwickelt hat. Warum dies Unternehmen sehr gelegen kommt, liegt eigentlich auf der Hand: Da weder Verpackung noch Versand bezahlt werden muss, kann mithilfe von E-Mails nahezu der gleiche Content versendet werden, ohne etwas zu kosten. Auch lassen sich Kunden und solche, die es werden wollen, mittels E-Mail-Marketing leichter erreichen: Ihre Adresse geben Menschen prinzipiell eher ungern her, weshalb sich so für Deinen Betrieb nur mühselig ein großer Pool an Adressaten ergibt. Die E-Mail-Adresse fliegt Dir jedoch an vielen Kontaktstellen Deiner Website zu, wenn Du höflich fragst – ob schon bei der Registrierung auf Deiner Seite, einer Bestellung, durch ein eingebundenes Newsletter-Formular oder auch im Rahmen verschiedener Aktionen wie Gewinnspielen oder Wartelisten für ein Produkt. Meist trennt Dich nur ein kleines Häkchen der Einwilligung von der Adresse, an die Du Deine digitale Post verschicken kannst. Zudem gestaltet sich die Herstellung eines solchen Newsletters mittlerweile recht einfach und kostensparend: Spezielle Plattformen lassen Dich ohne große Mühe E-Mails planen, gestalten und automatisiert versenden. Auf diese Weise können auch kleine Unternehmen vom Marketing per Mail profitieren, ohne sich in Unkosten zu stürzen.

Spam-Filter: Worauf muss ich achten?

Eigentlich sollten wir uns zunächst freuen, dass unser E-Mail-Account uns Spam-Mails in der Regel sehr zuverlässig vom Leibe hält. Generell als unerwünschte Post verstanden, birgt Spam meist noch böse Absichten: Ob schädliche Inhalte, Betrugsmaschen oder weitere kriminelle Machenschaften – E-Mails sind nicht nur ein Sprachrohr für Unternehmen, sondern leider auch für weniger vertrauenswürdige Quellen. Auch unbestellte Werbe-Mails reihen sich in die Schiene der unehrenhaften Absichten, weshalb die Zusage Deiner Adressaten so wichtig ist. Aus diesem Grund ist der erste Schritt zu erfolgreichem E-Mail-Marketing, sicherzugehen, dass Deine Mails vertrauenswürdig sind. Dies beginnt schon bei den technischen Voraussetzungen: Der Quellcode der Mail sollte möglichst zielführend und durchsichtig sein. Erstellst Du diesen nicht selbst, sondern lässt Dir von Plattformen wie Mailchimp helfen, kannst Du davon aber meist schon ausgehen. Zusätzlich kann es helfen, sich als Mitglied der Certified Senders Alliance (CSA) eintragen zu lassen – hierbei handelt es sich um eine Organisation, welche sich seriösen Mailings verpflichtet und von vielen Providern grundsätzlich toleriert wird. Doch auch beim Inhalt Deiner Mail gibt es einige Dinge zu beachten, die helfen können, den Spam-Ordner zu umgehen.

  1. Die Betreffzeile

Wenn wir schon Post bekommen, möchten wir auch wissen, warum. Ein gesundes Misstrauen legen wir schließlich auch offline an den Tag, wenn uns ein zwielichtiger Umschlag eines unbekannten Absenders in die Hände fällt und uns dann nicht einmal seine Absichten verrät. Dasselbe gilt natürlich auch für E-Mails. Reißerische Formulierungen, die den Nutzer auf aggressive Art zum Öffnen der Mail motivieren sollen, haben beim Spam-Filter schlechte Karten. Zugleich ist die Betreffzeile nicht der Ort für kryptische Botschaften. Mit einem offenherzigen, seriösen Titel beförderst Du dich nicht nur viel sicherer in den normalen Posteingang, sondern wirst auch eher gelesen. (Beispiele für unseriöse Betreffzeilen: https://onlinemarketing.de/news/spam-trigger-vermeiden-besten-schlechtesten-betreffzeilen-e-mails)

  1. Das Adressbuch

Bekannten trauen wir eher über den Weg. Aus diesem Grund kann es helfen, schon in Deiner ersten Registrierungs-Mail den Wunsch zu äußern, in das Adressbuch des Empfängers eingetragen zu werden. In der Praxis stehen die Chancen hierfür nicht besonders hoch – aus verständlichen Gründen, schließlich begreifen nur wenige ihren liebsten Online-Shop als „Freund oder Bekannten“. Einen Versuch ist es jedoch trotzdem wert!

  1. Die Beschwerden

E-Mail-Provider schützen uns nicht nur vor vielen Spam-Mails, sondern geben uns auch eine kleine Waffe in die Hand. Mittels Spam-Button können User unerwünschte Mails markieren. Eine Beschwerde wird somit unmittelbar an den Anbieter weitergeleitet. Naheliegend, dass Mails mit vielen Beschwerden auch den Ruf des Absenders zerstören können. Wirklich beeinflussen lässt sich dies zwar nicht, doch sind Beschwerden bei gutem, transparentem Content auch eher unüblich.

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  1. Gute Inhalte

Ebenso fließt in die Klassifizierung als Spam ein, wie die Reaktion auf bestimmte Mails ausfällt. Unmittelbares Löschen oder die Markierung als Spam sind hier sozusagen der Gnadenstoß. Damit das nicht passiert, sollten Deine Mails dem Adressaten also einen Mehrwert bieten und ihn dazu anregen, sie auch zu öffnen!

  1. Die Verteilerliste

Doch nicht nur Deine Mail an sich, auch Deine Verteilerliste sollte stets aktuell und gepflegt sein. E-Mail-Provider werten nämlich auch aus, wie erfolgreich Deine Zusendungen sind. Dies erfolgt anhand sogenannte Bounce-Rates, welche Aufschluss darüber geben, wie viele Deiner Mails nicht zugestellt werden konnten, da zum Beispiel inaktuelle Adressen in Deinem Verteiler sind. Hast Du nur bei der Hälfte Deiner Adressaten Erfolg, kannst Du schnell als Spammer gewertet werden.

  1. Der Ruf

Informationen verbreiten sich in Zeiten des Internets sehr schnell, darunter eben auch negative. IP-Adressen, die häufiger mit unerwünschten Spam-Mails in Verbindung gebracht wurden, haben beim E-Mail-Marketing auch deutlich weniger Erfolg. Deshalb ist Vorsicht geboten, wenn Du automatisierende Newsletter-Plattformen benutzt: Es kann sein, dass andere Unternehmen durch diese Spam versenden, was auch Deinen Ruf schädigen kann. Handeln kannst Du zum Beispiel, indem Du Dir eine eigene IP-Adresse sicherst oder gegebenenfalls prüfst, von wem Deine IP-Adresse sonst noch genutzt wird. Größere Unternehmen lassen sich manchmal von Providern als vertrauenswürdig einstufen, indem mehrere Mails an einem Tag verschickt werden, die eine gute Öffnungsrate aufweisen – das ist gut für den Ruf.