So nutzt Du Hashtags effizient! #gebrauchsanleitung

Aufstrebende Influencer sind es schon gewöhnt, dass Instagram ihnen regelmäßig das Herz bricht. Nicht nur bekommen die Profile die gesamte Aufmerksamkeit, die mehr Anhänger haben als das Land, aus welchem sie kommen. Gleichzeitig sieht es bei ihnen immer so mühelos aus, während Follower anzulocken eigentlich Schwerstarbeit ist.

Besonders nervig: Die meisten Einstiege bringen oft Hashtags. Diese entlarven einen aber auch als Möchtegern-Popstar, der zwar erzählen kann, er poste aus Spaß – aber in Wirklichkeit nur hungrig nach Likes ist. Manche trennen die unliebsamen Hilfsmittel visuell vom Beitrag ab, andere verstecken sie in den Kommentaren.

Doch das Schwierigste? Die Frage, wie viele Hashtags man denn benutzen soll. Hashtag-Spamming wirkt sich negativ aus, zu wenige bringen aber auch nicht viel. Fast scheint es, als sei uns die Instagram-Karriere einfach nicht vergönnt. Doch finden wir uns damit natürlich nicht ab: In diesem Post bekommst Du alle relevanten Informationen zum Thema Hashtags! … #supportistkeinmord

Problem 1: Du benutzt zu viele Hashtags

Grundsätzlich lässt Instagram Dich ganze 30 Hashtags benutzen. Es steht Dir also absolut frei, einen Tag zu jedem einzelnen Kleidungsstück zu verfassen, das Du auf dem Foto trägst (#Socke1 #Socke2).

Alle Hashtags, die darüber hinausgehen, werden von Instagram nicht mehr gewertet. Dazu ergibt sich aber auch ein kosmetisches Problem: Wer wirklich groß werden möchte, sollte sich nicht zum Einstieg schon den Ruf zerstören.

Zu viele und vor allem sehr einschlägige Hashtags wie „follow4follow“ können unseriös wirken und schrecken echte Follower tatsächlich eher ab. Laut einer Studie von Quintly richtet sich die perfekte Anzahl an Hashtags allerdings an der Account-Größe: Zusammengefasst gilt, je weniger Follower, desto mehr Hashtags.

Kurioserweise steigt dieser Wert zwischen 10.000 und 100.000 wieder an, doch erzielen sehr große Accounts die meisten Interaktionen, wenn sie gar keine Hashtags benutzen. Trotzdem zeigt eine andere Studie der Fanpage Karma, dass beginnende Accounts auch nicht unbedingt die vollen 30 ausschöpfen sollten – die meisten Interaktionen gibt es für Accounts, die sich zwischen 20 und 24 Hashtags einpendeln.

Ein weiteres, interessantes Thema, das an dieser Stelle noch unbeantwortet geblieben ist, ist der sagenumwobene Shadowban Instagrams: Urplötzlich stellen Nutzer fest, dass sie für andere nicht mehr sichtbar sind. Nicht im Feed, nicht in der Rubrik „Entdecken“, nirgendwo.

Zwar lässt sich die soziale Plattform ganz normal weiterbenutzen, doch kommen eben keinerlei Interaktionen mehr herein. Häufig wird dieses Problem darauf zurückgeführt, dass man sich in irgendeiner Weise eines Regelverstoßes schuldig gemacht hat. Zu viele Hashtags gehören jedoch nicht dazu – aber die falschen. Beispielsweise solche, die unanständige Inhalte suggerieren.

Problem 2: Du benutzt nicht genug Hashtags

Die meisten Leute, die Instagram benutzen, haben sich an die Nutzung der merkwürdigen Tags so sehr gewöhnt, dass sie die gute, alte Raute regelmäßig Hashtag nennen. Was genau ein solcher Tag bewirkt, weiß hingegen nicht jeder.

Aus diesem Grund eine kurze Erklärung an dieser Stelle: Ein Hashtag sorgt dafür, dass Dein Beitrag zu einem bestimmten Schlagwort gefunden werden kann. Seit auch das Folgen von Hashtags bei Instagram möglich ist, erhältst Du auf diese Weise die Chance darauf, dass Dein Beitrag anderen Leuten empfohlen wird. Mehr Hashtags bedeuten also mehr Reichweite und gleichzeitig auch mehr Chancen, direkt im Feed anderer Menschen aufzutauchen.

Als kleiner Account bist Du von diesen Schlagwörtern nahezu abhängig. Der Weg, der sonst auf Dein Profil führt, ist eher umständlich. So hast Du ohne Hashtags auf natürlichem Wege eigentlich keine Möglichkeit, gefunden zu werden – außer natürlich, Du erzählst Leuten online und offline von Deinem Profil und koppelst es mit allen anderen Accounts. Doch sind Hashtags etwas einfacher.

Fazit: Viele, aber nicht alle – und die richtigen!

Schlussendlich lässt sich zum Thema Hashtags sagen, dass sich insbesondere für aufstrebende Accounts lohnt, sinnvolle Schlagwörter zu recherchieren. Wem es vor allem um die Interaktion geht, der sollte sich bei wenigen Abonnenten tatsächlich an den goldenen 24 Hashtags orientieren.

Größere Accounts hingegen können getrost auf sie verzichten – hier ist die Conversion Rate am größten, wenn sie ganz wegbleiben. Noch wichtiger als die bloße Anzahl der Hashtags ist jedoch ihre Relevanz. Um dies nachzuvollziehen, reicht es, sich abermals in die Position des Suchenden zu versetzen: Wenn nach einem bestimmten Hashtag gesucht wird, wird auch bestimmter Content erwartet. Findet dieser Nutzer etwa unter dem Tag #fashionblogger ein Foto von einer Mahlzeit, wird es wahrscheinlich ignoriert und bleibt im besten Fall ohne Konsequenzen.

Im schlimmsten Fall wird dieser Account als verzweifelter Versuch gewertet, eine große Reichweite zu erzielen. Zwar wird der Beitrag mit falschen Hashtags zwar vielen Leuten angezeigt, doch interessiert er kaum jemanden davon. Besser ist es, sich in die suchende Person hineinzuversetzen und diese Tags zu wählen, nach denen man gegebenenfalls auch selbst gesucht hätte.

Wem die Inspiration fehlt: Manchmal hilft es auch, sich an einem guten Hashtag entlangzuhangeln. Bei jeder Suchanfrage schlägt Instagram ähnliche Hashtags vor, die mit Deinem Tag verwandt sind. Alternativ kannst Du auch prüfen, welche Schlagwörter andere themenverwandte Profile so benutzen.