#instagood – bessere Fotos, bessere Conversion Rate?

Instagram hat sich verändert. Während man vor einigen Jahren noch gut 100 Likes für ein unscharfes Foto seines Latte Macchiatos bekommen konnte, muss man sich dank Influencer-Kultur und unzähligen Business-Profilen heutzutage viel mehr ins Zeug legen.

Besonders dann, wenn man sich als Marke etablieren möchte. Selbst ein technisch gelungenes Foto ist leider kein Garant für eine hohe Interaktion. Nicht ohne Grund hat sich der Begriff „instagrammable“  etabliert, der die ganz eigene Ästhetik des beliebten Netzwerks beschreibt.

Nie gehört? Kein Problem! In diesem Beitrag findest Du einige Tipps, die dir zum perfekten Instagram-Foto verhelfen.

Du brauchst ein Theme!

Spätestens seit Einführung der Stories nutzen nur noch wenige Menschen die normalen Beiträge, um ihre Follower auf dem Laufenden zu halten. Stattdessen verschiebt sich die Bedeutung des Instagram-Feeds vom visuellen Tagebuch zu einer liebevoll kurierten Galerie.

Keine Sorge, deine verwackelten Momentaufnahmen, die Dich einfach nur glücklich machen, kannst du immer noch in der Story posten. Für deinen Feed allerdings solltest du dir ein stimmiges Gesamtbild überlegen.

Ob ein bestimmtes Farbschema, ausschließlich Makroaufnahmen oder minimalistische, helle Fotos ist dir überlassen. Alles kann funktionieren, solange Deine Beiträge optisch zusammenpassen. Idealerweise verkörpert Dein Theme den Charakter Deiner Firma – und wird so zu einem wichtigen Teil Deiner Corporate Identity.

Gleichzeitig wissen Besucher deines Profils, mit was für Posts sie es in Zukunft zu tun haben werden. Eine gewisse Erwartbarkeit kann helfen, eine verlässliche Fanbase aufzubauen. Schließlich wird niemand ein treuer Abonnent, wenn ihm lediglich einer Deiner Posts gefällt.

Eine große Hilfe, um Dein persönliches Instagram-Theme zu konzipieren, sind Moodboards. Entweder legst Du eine analoge Sammlung an Inspirationen an, in die Du beispielsweise Ausschnitte aus Magazinen kleben kannst, oder Du nutzt hierfür eine Plattform wie etwa Tumblr oder Pinterest. Auf diese Weise kannst Du verschiedene Farbkombinationen und „Stimmungen“ austesten, die Dir für Dein Unternehmen geeignet erscheinen.

Erzähle eine Geschichte

Produktfotos posten kann jeder. In der Regel sollten diese auch in Deinem Online-Shop zu finden sein. Deshalb fährst Du viel besser damit, statt Deiner Ware eher Deine Unternehmensphilosophie darzustellen.

Ein solches Konzept macht es auch für Dienstleister einfach, eine Community bei Instagram aufzubauen. Beispiele wären Fotos von Menschen, die Deine Marke verkörpern, oder Hobbies, Orten und Zitaten, die sich mit Deinem Produkt in Verbindung bringen lassen. Falls Du in dieser Hinsicht noch ein bisschen mehr Hilfe brauchst, kannst Du Dir unseren Artikel zum Storytelling anschauen!

Semi-professionell und stolz darauf!

Anknüpfend daran, dass Instagram sich optimal dafür eignet, Deine Follower dauerhaft an Deine Marke zu binden, solltest Du Dich auch als „einer von ihnen“ zeigen. Perfekt geschossene Hochglanzbilder lassen vielleicht das Herz eines jeden ausgebildeten Fotografen höher schlagen, kommen bei der Instagram-Community aber meist weniger gut an. Dies hat gleich mehrere Gründe.

Zum einen will der durchschnittliche Nutzer vor allem eins: Spaß haben. Und ein natürliches, lustiges Bild hat einfach einen höheren Unterhaltungswert als ein Bild von einem aufgeräumten Wohnzimmer.

Zum anderen erwecken starr konzipierte Bilder den Eindruck, dass sie geplant und vorbereitet wurden. In einem von Schnelligkeit und Aktualität geprägtem sozialen Netzwerk hinkst Du damit schnell hinterher. Aufnahmen dieser Art eignen sich eher für einen Katalog als für eine aktive Community.

Gleichzeitig ist Interaktion in sozialen Medien das A und O – und wer möchte sich schon mit einem Kaufhaus unterhalten? Wenn Deine Bilder den Eindruck erwecken, dass ihr ein sympathisches Team seid, das auch gerne für Fragen offen ist, wird die Kommunikation auch deutlich einfacher.

Erreichen kann man diesen Status, indem man vorrangig semi-professionelle Bilder postet. Natürlich sollen Deine Beiträge optisch ansprechend sein – aber eben auch lebendig.

Das Spiel mit den Farben

Weiter oben raten wir dazu, den individuellen Charakter Deines Unternehmens zu zeigen. Das wollen wir keineswegs zurücknehmen! Wenn Du Dich bei Deinem individuellen Theme für kräftige, bunte Farben entscheidest, finden wir das großartig.

Doch soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass Instagram tatsächlich bestimmte Farbschemata präferiert: Entsättigte Fotos, die sich nur auf eine kleine Farbauswahl beschränken, erhalten durchschnittlich vergleichsweise viele Likes.

Auch haben es helle, minimalistische Bilder einfacher, positive Reaktionen zu bekommen. Aus diesem Grund könnte es zugunsten Deiner Reichweite sinnvoll sein, Deine Fotos eher gedeckt zu gestalten. Ein Vorteil dessen ist natürlich, dass sich die einzelnen Fotos leichter aufeinander abstimmen lassen, wenn sie beispielsweise alle vor einem weißen Hintergrund geschossen wurden. Insbesondere Menschen, die kein besonderes Feingefühl für Ästhetik und Komposition haben, können so trotzdem ohne viel Mühe einen stimmigen Feed basteln.

Vorsicht solltest Du aber bei Filtern walten lassen: In der Regel kommen Bilder ohne Filter besser an. Einfach alle Fotos durch denselben Instagram-Filter zu jagen, ist also eventuell nicht die beste Idee.

Eine Frage der Komposition

Wer kein besonders geschultes Auge hat, kann meist gar nicht so richtig sagen, warum ihm ein Foto gefällt.

In den meisten Fällen liegt es an einer gelungenen Komposition: Ob aus einem interessanten Winkel heraus geschossen, ein geschickt gewählter Bildausschnitt oder die harmonische Anordnung mehrerer Objekte – die Qualität eines Fotos entscheidet sich nicht nur über das Motiv.

Deshalb solltest Du auch bei Deinem Business-Profil versuchen, deine Fotos interessant zu gestalten. Hilfreich ist es, einige Testfotos zu schießen und sich so zum perfekten Bild vorzutasten. Wer es besonders gut machen möchte, kann sich auch an Gestaltungsgesetzen wie etwa dem goldenen Schnitt richten.

Vielleicht hast Du ja schon von der sogenannten „Drittel-Regel“ gehört: Ein Foto wird mit drei horizontalen und drei vertikalen Linien eingeteilt. Der ideale Platz für Dein Produkt sind die Überschneidungspunkte der Linien.

Lasse Deine Follower nicht im Dunkeln tappen!

Gutes Licht ist das zentrale Element der Fotografie. Doch bedeutet das nicht, dass es einfach hell sein muss. Ideal eignet sich helles, natürliches Licht – also solltest Du Deine Instagram-Postings nicht auf den späten Abend verschieben.

Optimal eignet sich der frühe Morgen oder der frühe Abend. Auch verhangene Tage bieten optimale Lichtbedingungen. An sonnigen Tagen solltest Du darauf achten, nicht in das Gegenlicht zu fotografieren und damit rechnen, dass starkes Sonnenlicht auch härtere Schatten verursacht.

Uuuuund… Lächeln!

Als Business-Profil möchte man auf Instagram selbstverständlich die eigenen Produkte oder Dienstleistungen in den Fokus rücken. Doch bist Du gut beraten damit, hin und wieder auch ein freundliches Gesicht zu posten – ob eines Mitarbeiters, zufriedenen Kundens oder wessen auch immer Du möchtest.

Menschen betrachten Gesichter von Natur aus am liebsten, weshalb sie auch bei Instagram am meisten Likes erzielen.