Eine Website entwickelt sich über die Jahre hinweg stetig weiter. Laufend werde neue Inhalte hinzugefügt, gelöscht oder verändert. Meist liegt der Fokus aber auf der Erstellung von neuem Content, wodurch ältere Seiten in Vergessenheit geraten. Dabei können sich veraltete Inhalte, ineffiziente Strukturen und technische Ungereimtheiten neagtiv auf die Performance in Suchmaschinen auswirken! Die Lösung: Regelmäßige SEO- und Content-Audits, mit welchen die Qualität einer Website erhalten und ungenutztes Potenzial aufgedeckt wird, um eine langfristig starke Sichtbarkeit zu erreichen. Auf zum Frühjahrsputz!
Was ist ein Content-Audit?
Ein Content-Audit ist im Wesentlichen eine Inventur und Bewertung aller bestehenden Inhalte auf einer Website. In anderen Bereichen wird ein ähnliches Vorgehen als Ist-Soll-Analyse bezeichnet. Die Inhalte werden sowohl quantitativ (wie viele Seiten gibt es?) als auch qualitativ (wie gut sind sie?) bewertet. Ziel ist es, eine strategische Übersicht zu erhalten: Wie sieht das Content-Marketing aktuell aus? Welche Inhalte erfüllen die gesteckten Ziele? Und vor allem – was muss überarbeitet werden?
Gerade Unternehmen bzw. ihre Marketingverantwortlichen sind sich oft gar nicht bewusst, welche wertvollen Inhalte sie bereits besitzen, die nur durch kleine Anpassungen wieder relevant werden könnten. Ein Klassiker: Beiträge mit Jahreszahlen, die einfach nur aktualisiert werden müssten.
Eine strukturierte Analyse hilft dabei, diese „Content-Schätze“ zu identifizieren und gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig lassen sich für zukünftige Content-Strategien wertvolle Erkenntnisse gewinnen – sei es für die Themenrecherche, die Auswahl der richtigen Formate oder die Optimierung bestehender Ressourcen. Für ein Content-Audit gibt es grundsätzlich verschiedene Anlässe:
- Regelmäßige Qualitätsprüfung: Große Websites sollten mindestens einmal im Jahr überprüft werden, um sicherzustellen, dass die gesetzten Content- und Marketingziele weiterhin erreicht werden.
- Strategieanpassungen: Wenn sich Unternehmens- oder Marketingstrategien ändern, sollte überprüft werden, ob bestehende Inhalte noch zur neuen Ausrichtung passen.
- Website-Relaunch: Bei einer Neustrukturierung oder technischen Umstellung ist ein Audit essenziell. So können veraltete Inhalte bereinigt und schließlich nur relevante Seiten migriert werden.
- Mitarbeiterwechsel: Ein vollständiges Content-Audit kann neuen Teammitgliedern einen schnellen Überblick über bestehende Inhalte verschaffen.
- Domain-Kauf oder -Verkauf: Der Wert einer Website wird maßgeblich durch ihre Inhalte bestimmt. Ein Content-Audit kann helfen, das Potenzial und die Performance zu bewerten.
SEO- und Content Audit: Vorbereitung
Vor dir liegt eine seit 10 Jahren existierende Website, die über die Jahre immer wieder erweitert und mit Content befüllt wurde – das kann zunächst überfordern. Ein strukturiertes Audit beginnt mit einer umfassenden Bestandsaufnahme. Zunächst sollten alle bestehenden Seiten erfasst und hinsichtlich ihrer Performance analysiert werden. Seiten mit wenig Traffic oder hohen Absprungraten sollten kritisch hinterfragt werden: Liegt es an veraltetem Content, einer unklaren Struktur oder fehlender Relevanz?
Ein wesentlicher Bestandteil eines Audits ist die quantitative Analyse (Content Inventory). Dabei werden alle Inhalte systematisch erfasst und mit wichtigen Kennzahlen angereichert:
- Seitentitel und URL: Anhand des Seitentitels und der URL kannst du die
- Veröffentlichungsdatum & letzte Aktualisierung: Diese Angaben zeigen dir, wie aktuell die Inhalte sind.
- Autor oder Content-Verantwortlicher: So machst du dir die Zuordnung der Verantwortlichkeiten leichter.
- Webanalyse-Daten: Traffic, Verweildauer, Absprungrate, Conversion-Werte geben Aufschluss über die Performance.
- SEO-Daten: Ranking-Positionen, Backlinks, interne Verlinkungen beeinflussen die Sichtbarkeit.
Tools wie Screaming Frog, Google Analytics, Ahrefs oder SEMrush helfen dabei, eine vollständige Liste der Inhalte zu erstellen und relevante Daten zu sammeln. Falls das CMS einen Export aller Seiten ermöglicht (etwa Webflow oder Shopify), kann auch dieser als Basis dienen. Bei anderen CMS wie zum Beispiel WordPress können auch Plugins verwendet werden.
Kriterien für das Content-Audit: Was bleibt, was geht?
Um zu entscheiden, wie bei dem Content-Audit vorgegangen werden soll, ist es hilfreich, im Vorfeld Kriterien aufzustellen. Die Inhalte können beispielsweise in die folgenden Kategorien eingeteilt werden:
- Behalten: Inhalt ist aktuell und erfüllt die gesetzten Ziele.
- Optimieren: Inhalt hat Potenzial, muss aber inhaltlich oder SEO-technisch überarbeitet werden.
- Zusammenführen oder Splitten: Inhalte mit Überschneidungen sollten sinnvoll kombiniert oder spezialisierte Unterseiten erstellt werden.
- Löschen oder Weiterleiten: Inhalte, die keinen Mehrwert mehr bieten, sollten entfernt oder durch 301-Redirects umgeleitet werden.
Ein oft unterschätzter Punkt ist die Optimierung der internen Verlinkung. Inhalte sollten strategisch miteinander verbunden sein, um die Benutzerführung und das Crawling durch Suchmaschinen zu verbessern.
Künstliche Intelligenz als Putzhilfe? So kannst du KI für dein Content-Audit nutzen
Ein klassisches SEO- und Content-Audit kann zeitaufwendig sein – insbesondere bei großen Websites mit vielen Unterseiten. KI-gestützte Tools bieten dir an dieser Stelle eine enorme Arbeitserleichterung. Moderne Algorithmen können große Mengen an Daten analysieren, um Muster zu erkennen und konkrete Optimierungsvorschläge zu liefern.
KI für dein Content-Audit nutzen – so geht‘s:
- Automatisierte Inhaltsanalyse: Ein KI-Tool wie ChatGPT kann doppelte oder veraltete Inhalte identifizieren und Vorschläge zur Aktualisierung machen.
- Optimierungsvorschläge für SEO & Content: Tools wie Frase, Clearscope oder SurferSEO analysieren Texte und zeigen, welche Keywords oder Themen ergänzt werden sollten.
- Automatisierte Optimierung von Meta-Angaben: KI kann in Sekundenschnelle Title-Tags, Meta-Descriptions oder Alt-Texte für Bilder generieren.
- Backlink-Analyse: KI-gestützte SEO-Tools helfen, toxische Links zu identifizieren und gezielt zu entfernen.
Der größte Vorteil: Die manuelle Auswertung wird erheblich reduziert, sodass sich Content-Teams auf strategische Entscheidungen konzentrieren können.
Gängige Fehler beim Content-Audit
Ein Content-Audit ist eindeutig ein essenzieller Bestandteil jeder erfolgreichen SEO-Strategie – doch dabei lauern einige typische Fehler, die die Analyse ineffektiv machen können. Ohne eine klare Zielsetzung oder eine ganzheitliche Bewertung der Inhalte bleibt viel Potenzial ungenutzt. Damit dein Audit wirklich Mehrwert liefert, solltest du diese Stolperfallen unbedingt vermeiden:
- Unklare Zielsetzung: Ein Audit ohne klare Fragestellung führt zu ziellosen Analysen. Vorab sollte definiert werden, welche Erkenntnisse gewonnen werden sollen.
- Nur quantitative Bewertung: Traffic-Zahlen sind nicht alles – Inhalte müssen auch qualitativ überprüft werden. Eine rein datengetriebene Analyse kann zu falschen Schlussfolgerungen führen.
- Vernachlässigung der internen Verlinkung: Viele Websites verlinken wichtige Inhalte nicht ausreichend, was sich negativ auf die Crawlability auswirkt.
- Kein regelmäßiges Monitoring: Ein einmaliges Audit reicht nicht aus! Ein regelmäßiges Content-Audit zu einem Zeitpunkt deiner Wahl sollte fest in deine Marketing-Routine integriert werden.
Content-Audit: Nachhaltiger Erfolg durch kontinuierliche Optimierung
Ein Content-Audit ist keine einmalige Maßnahme. Viel eher sollte es ein fester Bestandteil einer jeden erfolgreichen digitalen Strategie werden. Wer langfristig erfolgreich sein will, sollte diesen Prozess regelmäßig durchführen – idealerweise einmal im Jahr oder immer dann, wenn sich Unternehmens- oder Marketingstrategien ändern.
Besonders wichtig ist die Definition klarer Ziele für das Audit: Geht es darum, veraltete Inhalte zu entfernen, neue Potenziale zu identifizieren oder die gesamte Content-Strategie anzupassen? Je nach Schwerpunkt ergeben sich unterschiedliche Optimierungsmaßnahmen.
Durch den Einsatz von KI kann der Prozess effizienter gestaltet werden, aber letztlich erfordert ein Audit fundierte strategische Entscheidungen. Die beste Website ist diejenige, die nicht nur technisch einwandfrei ist, sondern auch hochwertigen, nutzerzentrierten Content bietet.
Wer diesen Frühjahrsputz regelmäßig durchführt, wird mit besseren Rankings, höherer Sichtbarkeit und einer nachhaltig starken Online-Präsenz belohnt. Also: Ran an den Besen!
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