SEO-Lexikon/nofollow-Attribut

Was ist das nofollow-Attribut?

Das nofollow-Attribut ist eine Kennzeichnung eines Links, die Suchmaschinen signalisiert, diesem Verweis nicht als aktive Empfehlung zu folgen. Es wird über das rel-Attribut im Linkelement gesetzt und beeinflusst, wie ein Link im Bewertungssystem behandelt wird.

Ursprünglich wurde nofollow eingeführt, um die Weitergabe von Linksignalen bei nicht redaktionell gesetzten oder bezahlten Verweisen zu unterbinden. Es dient damit der Kennzeichnung von Links, für die der Betreiber keine inhaltliche Empfehlung aussprechen möchte, und ist ein Instrument zur Steuerung des eigenen ausgehenden Linkprofils.

2 Min. LesezeitGeprüft am 27.7.2026

Funktionsprinzip

Ein mit nofollow ausgezeichneter Link wird von Suchmaschinen anders behandelt als ein regulärer Verweis. Er soll nicht als aktive Empfehlung gewertet werden, sodass in der Regel kein oder nur ein reduziertes Autoritätssignal weitergegeben wird. Der Link bleibt für Nutzer voll funktionsfähig und anklickbar; die Kennzeichnung betrifft ausschließlich die Bewertung durch Suchmaschinen. In der aktuellen Handhabung gilt nofollow zunehmend als Hinweis, den Suchmaschinen interpretieren, statt als strikte Vorgabe. Die genaue Auswirkung auf die Verteilung von Linksignalen liegt damit im Ermessen der jeweiligen Suchmaschine.

Varianten des rel-Attributs

Neben nofollow haben sich spezifischere Kennzeichnungen etabliert, die den Grund eines Links präziser angeben:

Diese Differenzierung erlaubt eine genauere Beschreibung der Natur eines Links. Sie unterstützt Suchmaschinen dabei, die Herkunft und den Kontext eines Verweises einzuordnen, und hilft Betreibern, ihr Linkprofil regelkonform zu kennzeichnen.

  • nofollow: allgemeine Kennzeichnung ohne aktive Empfehlung
  • sponsored: für bezahlte oder werbliche Verweise
  • ugc: für nutzergenerierte Inhalte wie Kommentare oder Forenbeiträge

Bedeutung im Linkprofil

Für das eigene Linkprofil ist die korrekte Kennzeichnung ausgehender Links relevant, insbesondere bei bezahlten oder werblichen Verweisen. Unmarkierte bezahlte Links können als Verstoß gegen die Richtlinien gewertet werden. Für eingehende Links gilt: Ein als nofollow gekennzeichneter Backlink gibt in der Regel weniger oder kein direktes Autoritätssignal weiter, kann aber dennoch zu Sichtbarkeit, Reichweite und Markenbekanntheit beitragen. Ein natürliches Linkprofil enthält üblicherweise eine Mischung aus gefolgten und nicht gefolgten Links, was als unauffälliges, organisches Muster gilt.

Abgrenzung zu dofollow

Der Gegenbegriff zu nofollow ist dofollow, der keinen eigenen Attributwert darstellt, sondern die Abwesenheit einer nofollow-Kennzeichnung beschreibt. Ein regulärer Link ohne einschränkende rel-Angabe wird standardmäßig als gefolgt behandelt und kann Autoritätssignale weitergeben. Der Unterschied liegt somit nicht in einem zusätzlichen Attribut, sondern in dessen Fehlen: dofollow ist der Normalzustand, nofollow die bewusste Einschränkung. Diese Unterscheidung ist grundlegend für das Verständnis, wie Linksignale im Web gesteuert werden.

Entwicklung der Handhabung

Die Handhabung des nofollow-Attributs hat sich seit seiner Einfuehrung veraendert. Urspruenglich als strikte Anweisung gedacht, den betreffenden Links nicht zu folgen, wird nofollow inzwischen eher als Hinweis behandelt, den Suchmaschinen bei der Bewertung beruecksichtigen. Parallel wurden mit sponsored und ugc spezifischere Kennzeichnungen eingefuehrt, die den Kontext eines Links genauer beschreiben. Diese Differenzierung traegt der Vielfalt an Linkkontexten Rechnung und erlaubt eine praezisere Einordnung. Fuer Betreiber bedeutet dies, ausgehende Links entsprechend ihrer Natur zu kennzeichnen, waehrend die genaue Verwertung der Signale im Ermessen der jeweiligen Suchmaschine liegt.

Systematische Bedeutung

Das nofollow-Attribut ist das grundlegende Instrument zur Steuerung, welche Links als Empfehlung gewertet werden sollen. Seine Bedeutung liegt darin, die Weitergabe von Linksignalen bei nicht redaktionellen oder bezahlten Verweisen zu regulieren und ein regelkonformes Linkprofil zu ermöglichen. Als Gegenpol zum standardmäßig gefolgten Link prägt es maßgeblich, wie Autorität im Web verteilt und kontrolliert wird.

Weiterführende Begriffe

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Es kennzeichnet einen Link so, dass Suchmaschinen ihm nicht als aktive Empfehlung folgen und in der Regel kein Autoritätssignal weitergeben.
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