HTTPS nun bei über 50%

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Wir haben das Thema HTTPS schon vor einigen Monaten als Thema in unserem Blog behandelt. Damals, im August 2016, haben wir verkündet, dass knapp ein Drittel aller Erstseitenplatzierungen über HTTPS-Verschlüsselung verfügen. Heute, gut 9 Monate später, hat sich diese Zahl noch einmal drastisch nach oben korrigiert. Mittlerweile sind die Hälfte aller Erstseitenplatzierungen sicher. Hierbei handelt es sich um eine Entwicklung, die wir durchaus erwartet haben – wenn auch nicht in einem solchen Tempo. Die Prognose, wann die 50% erreicht sein werden, lag im letzten August bei ca. 1 ½ Jahren.

Was bedeutet das?

Wie genau dieser enorme Anstieg zustande kommt ist schwer zu sagen. Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten:

Google belohnt HTTPS

Es wird schon seit 2014 davon ausgegangen, dass Webseiten mit HTTPS Zertifizierung von Google belohnt werden. Allerdings ist dies ein sehr schmaler Grat für den Branchenprimus. Auf der einen Seite möchte man, dass alle Seiten für die Benutzer sicher sind. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Webseiten, darunter auch Big Player, die nicht gewechselt haben, weil sie es prinzipiell nicht müssen, da sie keinen Shop beinhalten oder sensible Daten abfragen. Daher darf ein Bonus für Webseiten mit HTTPS nicht besonders hoch ausfallen – auch wenn Google HTTPS ganz klar als Rankingfaktor deklariert hat.

Mehr und mehr Webseiten wechseln auf HTTPS

Das ist eine These, die wir durchaus unterschreiben können. In unserem Kundenstamm kommt es mittlerweile immer häufiger vor, dass auf die verschlüsselte Verbindung geswitcht wird. Da es sich dabei um klein-, mittelständische und Großunternehmen aus zahlreichen Branchen handelt, kann man dies als Anhaltspunkt für eine generelle Entwicklung am Markt sehen.

Wie geht es weiter?

Schaut man sich die Entwicklung der letzten Monate an und zieht diese Linie bis Jahresende weiter, so kann man davon ausgehen, dass wir es im Dezember 2017 auf der ersten Ergebnisseite von Google mit 65% HTTPS Webseiten zu tun haben werden.

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Wie sollte man jetzt handeln?

Neuen Webseiten raten wir dazu, den Umstieg schnellstmöglich vorzunehmen. Die Zertifikate sind nicht teuer, teilweise gibt es sie sogar kostenlos und die Risiken sind zu einem frühen Zeitpunkt für eine Webseite noch sehr gering. Anders sieht es bei älteren Seiten aus, die sich über viele Jahre ein Ranking aufgebaut haben. Denn jede flächendeckende Änderung einer Webseite birgt selbstverständlich Risiken. Risiken, die sich anscheinend bei manchen Webseiten seit Anfang des Jahres in wahre Horrorgeschichten entwickelt haben. Trotzdem unser Rat an alle Webseitenbetreiber, die einen Shop eingebunden oder anderweitig sensible Daten ihrer Nutzer abfragen: Besser wechseln bevor es zu spät ist – und das im Idealfall mit professioneller Unterstützung.

2017-06-30T08:28:32+00:00