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Die 6 größten Fehler, die man bei der SEO Onpage Optimierung machen kann

//Die 6 größten Fehler, die man bei der SEO Onpage Optimierung machen kann
  • Die 6 größten Fehler

Die modernen Content Management Systeme und günstigen Angebote der Hosting-Anbieter haben dazu geführt, dass die Zahl der Webseiten von Tag zu Tag mehr werden. Auch wenn diese Systeme es erlauben, eine gut aussehende Webseite ohne großen Aufwand zu erstellen, so sind sie noch lange nicht unfehlbar. Es gibt eine ganze Reihe an Problemen, die auftreten können und diese bewirken schlussendlich, dass Sie hinter Ihre Mitbewerber in den Suchmaschinen-Rankings fallen ohne dies wirklich zu wissen. Wir haben die, unserer Meinung nach 6 größten Fehler identifiziert, die von den meisten Leuten begangen werden, ohne, dass sie es wissen.

1. Duplicate Content

Was ist Duplicate Content? Duplicate Content bedeutet, dass ein und derselbe Content auf mehreren URLs zu finden ist. Dies verursacht ein Problem für SEO, da die Suchmaschinen nur schwer herausfinden, welche Seite die Originalseite ist bzw. welche Seite die relevantere ist. Es ist durchaus denkbar, dass Google und Co bei Duplicate Content darauf verzichten die Seite in den Ergebnissen anzuzeigen.

Dies kann selbstverständlich bewusst gemacht werden, um das Ergebnis der Suchmaschine zu manipulieren. In den meisten Fällen wird es aber so sein, dass man Duplicate Content völlig unbewusst auf seiner Seite hat, da man evtl. mehrere URLs zu dem gleichen Thema hat. Duplicate Content kann aus folgen Gründen entstehen:

  • Die Seite ist über www und non-www erreichbar
  • Abschließende Schrägstriche
  • Die Seite ist über http und https erreichbar
  • Großbuchstaben: beispiel.de/produktseite & www.beispiel.de/Produktseite
  • Seiten mit Sortieroptionen wie beispielsweise Zeit, Farbe, Größe oder Preis
  • Druckerfreundliche Webseiten

Wie kann man das Problem lösen?

Es gibt einige Möglichkeiten wie Sie Duplicate Content auf ihrer Seite verhindern können.

  • Mit dem rel=“canonical“ Tag. Sie können hier entscheiden, welche URL in den Suchergebnissen angezeigt werden soll und dieser Seite die Seiten mit gleichem Content hinzufügen. Das zeigt den Suchmaschinen Bots, dass eine Seite relevant ist und dass die Seiten mit gleichem Content für die Suchmaschine keine Relevanz aufweisen.
  • Eine weitere Möglichkeit sind 301-Weiterleitungen. Diese Weiterleitungen teilen den Suchmaschinen mit, dass eine Website permanent auf eine andere URL umgezogen ist. Sie können die 301er dazu verwenden um den Traffic auf Ihre bevorzugte URL zu leiten. Beispielsweise um die Besucher von der URL mit Großbuchstaben auf die URL ohne Großbuchstaben zu leiten.
  • Sie sollten die bevorzugte Domain in der Google Search Konsole festlegen. Wenn Sie das einmal getan haben, wird Google in Zukunft immer diese Domain verwenden wenn es darum geht Seiten zu indexieren bzw. Besucher auf die Seite zu leiten. Wenn Sie also als bevorzugte Domain http://www.beispiel.de angeben und jemand http://beispiel.de eingibt, so wird der Besucher automatisch zu Ihrer bevorzugten Domain geleitet.

2. Fehlende Title Tags & Meta Descriptions

Die Title Tags sind eine der wichtigsten Elemente der Onpage Optimierung. Hier sollten jeweils Ihre wichtigsten Keywords eingebunden sein. Die Keywords in einem Title Tag geben einen großen Aufschluss über den Content, der auf der jeweiligen Seite zu finden ist und die Suchmaschinen sprechen Ihnen eine hohe Relevanz zu, wenn es darum geht eine Seite für eine jeweilige Suchanfrage zu bewerten und letztendlich auch in den Ergebnissen anzuzeigen. Zusammen mit der Meta Description formt der Title Tag das sogenannte „Snippet“, dass von den Suchmaschinen in den Ergebnissen angezeigt wird.

SEO Essen Snippet

Behandelt Sie das Snippet also als eine Art Werbeanzeige, die in den Suchergebnissen platziert ist. Schreiben Sie in Ihre Meta Description eine aufschlussreiche, informative Nachricht um Ihre Klick-Rate zu erhöhen.

Die Title Tags werden ebenfalls in den Browser Tabs, Bookmark Beschreibungen und bei Social Media Beiträgen verwenden. Versuchen Sie Ihre Title Tags einzigartig zu formulieren und starten Sie mit dem wichtigsten Keyword(s). Der Title Tag sollte 60 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten.

Wie kann man das Problem lösen?

Verfassen Sie eine einzigartige Meta Description für Ihre Homepage und sämtliche Unterseiten. Das ist äußerst wichtig, da jede Ihrer Seiten einen anderen Inhalt haben wird (alles andere wäre Dublicate Content!). Die Meta Description sollte außerdem die wichtigsten Keywords der Seite beinhalten – diese werden schlussendlich in Bold dargestellt, wenn Sie in den Suchergebnissen erscheinen. Überprüfen Sie die Descriptions mit Hilfe der Google Search Konsole auf Länge und Mehrfachnennungen.

Vergewissern Sie sich, dass jede Seite und Unterseite nur ein <title> Element im <head> Bereich Ihres Quellcodes aufweist. Ein ordnungsgemäß umgesetzter Title Tag sieht wie folgt aus:

<title>Page Title</title>

Da die Suchmaschinen den Title Tag verwenden um eine Seite auf ihren Content hin zu bewerten und dies in die Suchergebnisse einfließen lassen, ist es unerlässlich die wichtigsten Keywords im Title Tag zu nennen. Aber übertreiben Sie es nicht! Suchmaschinen werden stets intelligenter und erkennen es, wenn man versucht das Ergebnis durch Keyword-Stuffing im Title Tag zu manipulieren – also verwenden Sie nicht mehr als zwei Keywords.

3. Manche oder alle Seiten können nicht gecrawlt werden

Was bedeutet das? Wie wir oben bereits besprochen haben, kann es Sinn machen den Suchmaschinen-Crawlern den Zugriff auf bestimmte Seiten zu verweigern (Durch Canonical oder Weiterleitungen). Wenn man gerade eine neue Webseite entwickelt oder in einem Relaunch steckt, ist es angebracht die Robots der Suchmaschine daran zu hindern, die Seite zu indexieren – vor allem wenn bei einem Relaunch noch die alte Seite online ist. Dies tut man indem man die „robots.txt“ Datei verwendet. Leider vergessen viele Webmaster nach Abschluss der Entwicklung dieser Datei ein Update zu verpassen und somit werden die Crawler der Suchmaschinen die Seite weiterhin ignorieren und neue Seiten nicht indexieren.

Wie kann man das Problem lösen?

Überprüfen Sie ihre „robots.txt“ Datei und schauen Sie nach welche Einstellung Sie für die Suchmaschinen Crawler gesetzt haben. Falls Sie den Zugang zu Ihrer Webseite für die Crawler geblockt haben, sollte in der robots.txt folgendes stehen:

User-agent:*

     Disallow: /

Um den Crawlern den Zugriff auf Ihre gesamte Website zu gestatten nutzen Sie:

User-agent:*

     Disallow:

Allerdings möchten Sie der Suchmaschine mit Sicherheit keinen Zugriff auf Ihre gesamte Webseite gestatten. Deshalb ist es in der Regel so, dass man den Crawlern den Zugriff auf bestimmte Bereiche wie temporäre oder Junk (Papierkorb) Ordner oder auch bestimmte Dateitypen wie beispielsweise Powerpoint Präsentationen verweigert. Dazu muss man in der robots.txt folgendes vermerken:

User-agent:*

     Disallow: /temp/

     Disallow: /junk/

     Disallow: *.ppts

Sie können die Google Search Konsole verwenden, um Ihre robots.txt zu überprüfen. Außerdem können Sie ebenfalls überprüfen, ob Google bestimmte URLs indexiert hat – also ob der Google Bot Zugriff auf den gewünschten Bereich hat.

4. No Default 404-Fehlermeldungen

404 Fehler werden angezeigt, wenn eine Seite nicht auf dem Server gefunden werden kann. Das kann aus einer Vielzahl von Gründen passieren – auf die meisten haben Sie keinen Einfluss.

  • Die gesuchte Seite existiert nicht
  • Server Ausfallzeiten
  • Broken Link oder eine nicht korrekte URL
  • Die Seite ist auf eine andere URL umgezogen und es existiert keine Weiterleitung

Wenn Sie keine 404-Fehlermeldung für Ihre Website erstellen, wird der Browser den Besuchern eine allgemeine Fehlermeldung anzeigen:

404 Fehlermeldung

Das Problem mit diesen allgemeinen 404-Fehlermeldungen ist, dass sie den Besuchern keinen Link von dieser Seite geben oder ihnen sagen, wo es als nächstes hingehen soll. Die Besucher der Seite mit einer 404-Fehlermeldung bei dem Besuch Ihrer Webseite zu unterbrechen ist schon schlimm genug – gibt es daraus keinen Ausweg, werden die Besucher Ihre Seite mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen und sich anderweitig umsehen.

Wie kann man das Problem lösen?

Wie Sie eine persönliche 404-Fehlermeldung erstellen können hängt stark davon ab wie Ihre Webseite erstellt wurde. Haben Sie Ihre Seite „von Hand“, also auf dem klassischen Wege erstellen lassen, so müssen Sie mit Ihrem Webdesigner oder Entwickler sprechen – er wird diese ohne Probleme erstellen können. Wurde Ihre Webseite mit Hilfe eines CMS-Systems erstellt, so sollte es keine Probleme geben wenn es um das Implementieren von Fehlerseiten geht. Im Internet lassen sich zahlreiche Beispiele finden, wie man seine eigene 404-Fehlermeldung für WordPress, Joomla oder Drupal erstellt.

5. Fehlender Google+ Publisher Tag

Der rel=“publisher“ Tag spielt eine wesentliche Rolle in Googles Knowledge Graph der „wertvollen Antworten“, die im rechten oberen Bereich einiger Suchergebnis-Seiten erscheint. Die Knowledge Graphs geben dem User mehr Informationen über das gesuchte Unternehmen, ohne dafür direkt auf die Webseite des Anbieters gehen zu müssen. Der rel=“publisher“ Tag verknüpft Ihre Website mit Ihrem Google+ Profil und liefert so die notwenigen Informationen an den Google Knowledge Graph.

Knowledge Graph Semtrix

Googles Knowledge Graph erscheint ausschließlich bei „Branded Keywords. In diesem Fall „Semtrix GmbH“. Sucht man beispielsweise „Semtrix Erfahrungen“, so würde der Knowledge Graph nicht erscheinen.

Wie kann man das Problem lösen?

Zunächst einmal benötigen Sie eine Google+ Business Seite für Ihre Marke bzw. Ihr Unternehmen. Falls Sie noch keine eigene Google+ Business Seite haben, klicken Sie einfach hier. Nun müssen Sie Ihre Webseite zu Ihrer Google+ Seite hinzufügen, um es Google zu ermöglichen die Seiten miteinander zu verknüpfen. Anschließend müssen Sie den rel=“publisher“ Tag im Head Ihrer Website einfügen. Dies sollte wie folgt aussehen:

<link href=”https://plus.google.com/+ihreseite” rel=”publisher” />

Sie können überprüfen ob Ihre Maßnahmen erfolgreich waren indem Sie das Google Test-Tool für strukturierte Daten verwenden.

6. Vernachlässigung der mobilen Tauglichkeit

Im Jahr 2015 haben über 80% der erwachsenen Internetnutzer ein Smartphone besessen und mehr als die Hälfte aller Google Suchanfragen weltweit wurden von einem mobilen Gerät gestartet. Dazu kommt, dass Google in diesem Jahr den „mobile-friendly“-Algorithmus vorgestellt hat. Dieser beeinflusst die Suchergebnisse von Smartphones und Tablets und belohnt die Seiten, die responsive sind. Das bedeutet, dass es heutzutage so wichtig ist wie nie zuvor, dass Ihre Website auch für mobile Geräte optimiert ist. Um von Google als „mobile-friendly“ eingestuft zu werden, wird Ihre Website auf drei Attribute überprüft:

  • Einstellung des Viewport also die Darstellung im mobilen Browser
  • Touchscreen kompatibel (Buttons und Links mit nötigen Abständen)
  • Mobile Geschwindigkeit der Seite

Seiten, die es vernachlässigen eine mobile Optimierung vorzunehmen, werden erheblichen Traffic auf ihrer Seite einbüßen – ganz besonders dann, wenn es sich um Seiten handelt, die lokal auf Suchen angewiesen sind.

Wie kann man das Problem lösen?

  • Die erste Maßnahme, die Sie ergreifen sollten um die mobile Tauglichkeit Ihrer Website zu optimieren ist das Einstellen des mobilen Viewports, also des mobilen Sichtfensters Ihrer Website. Der Viewport ist der sichtbare Bereich Ihrer Website auf einem mobilen Gerät. Dieser variiert je nach Gerät und Displaygröße. Der Meta Viewport Tag kontrolliert das Seiten-Layout indem es die Breite und Skalierung steuert. Ohne diesen Meta Viewport Tag wird der Browser eines mobilen Gerätes die Seite anhand der Breite der Desktop Breite Ihrer Webseite rendern. Dies hat zur Folge, das Texte unlesbar und Bilder sehr klein sind. Um den mobilen Viewport Ihrer Website einzustellen platzieren Sie den Meta Viewport Tag im <head> der Seite:

<meta name=”viewport” content=”width=device-width, initial-scale=1.0”>

  • Ihre Webseite für die Verwendung von Touchscreens zu optimieren ist ein weiterer sehr wichtiger Faktor. Im Idealfall werden die zu „klickenden“ Ziele möglichst groß dargestellt. Wir empfehlen hier eine Mindestgröße von 48 x 48 Pixeln mit mindestens 32 Pixeln Freiraum zu allen Seiten. Wichtigere Klick-Ziele sollten noch größer und mit mehr Freiraum auf den Seiten platziert sein, während unwichtige gerne etwas kleiner gehalten werden können. Diese Einstellungen sind essenziell, da es schwer wird einen Besucher auf der Seite zu halten, der immer wieder auf einen ungewünschten Button klickt, weil die Buttons zu klein oder zu nah bei einander sind.

Wie bei der Desktop-Version Ihrer Website, ist auch bei der mobilen Version die Geschwindigkeit für die Suchmaschinen immens wichtig. Ihre mobile Website muss den Content „Above the fold“ (Der Content, der ohne Scrollen zu müssen auf dem Display sichtbar ist) in unter einer Sekunde laden. Es gibt Studien, die aufzeigen, dass jede Sekunde, die Ihre Website zum Laden länger benötigt – Ihre Verkaufszahlen bis zu 7% drücken.

Zusammenfassung

Sie können bestmöglichen Content, ein hervorragendes Backlink-Bild und die bestmöglichen Keywords auf Ihrer Seite vereinen und trotzdem Ihren Rankings unbewusst großen Schaden zuführen. Um die oben beschriebenen 6 Fehler im Onpage Bereich zu vermeiden, empfiehlt es sich selbstverständlich bereits bei der Erstellung Ihrer Website auf all jene Faktoren zu achten. Sollte es bedauerlicher Weise dazu gekommen sein, dass ein oder mehrere dieser Fehler bei Ihnen vorliegen, so hoffen wir, dass Sie mit Hilfe unseres Beitrages jene beheben können.

2017-06-30T08:33:05+00:00