Deshalb verlierst DU Follower bei Instagram – 10 Gründe

Abonnenten kommen und gehen…

Wer seinen Instagram-Account wachsen lassen will, muss auch mal mit Rückschlägen rechnen. Über Nacht mehrere tausend Follower begrüßen zu dürfen, passiert nur äußerst selten.

Wie bei den meisten Dingen im Leben gibt es auch bei der Anzahl Deiner Abonnenten ein natürliches Auf und Ab, das sich irgendwann einpendelt. Wird die Zahl über Deinem Feed allerdings immer kleiner, obwohl Du dich liebevoll um Dein Profil kümmerst, läuft etwas schief.

In diesem Artikel sprechen wir über einige Gründe, die eventuell für den Rückgang Deiner Reichweite verantwortlich sind.

Follower verlieren: Ein völlig normales Phänomen

Das eigene Instagram-Profil zu züchten ist vergleichbar mit einer Diät: Am gesündesten ist, wenn man sich nicht von den Zahlen verrückt machen lässt.

Ebenso wie das Körpergewicht natürlicherweise schwankt, bleibt auch Deine Followerzahl nicht immer konstant. So kann es passieren, dass Du einen ganzen Tag ausschließlich Instagram widmest, Posts kommentierst, einen Call-to-Action setzt und am Ende das Tages tatsächlich noch weniger Abonnenten hast als vorher.

Da Follower idealerweise echte Menschen sind (und keine Bots) wird es diese Bewegung auch immer geben. Aus diesem Grund solltest Du Dir darüber bewusst sein, dass selbst Stagnation oder Rückgang nicht das Ende Deiner Instagram-Karriere bedeuten müssen. Häufig ist alles, was Du zum Überwinden eines solchen „Plateaus“ brauchst, etwas Geduld.

Es gibt viele Gründe für einen Rückgang Deiner Abonnenten, die Du leider nicht beeinflussen kannst. Wenn Du jedoch überzeugt bist, dass es an Dir liegen musst, kannst Du einige unserer folgenden Verbesserungsvorschläge austesten.

Grund 1: Du folgst nicht zurück

Höchstwahrscheinlich bist Du nicht der Einzige, der mehr Follower erwirtschaften möchte. Im Grunde genommen dreht sich so gut wie alles auf der visuellen Plattform darum, mehr Betrachter anzulocken.

So kann es immer wieder passieren, dass einige Nutzer relativ unehrliche Wege einschlagen – und Dir nicht aus Interesse an Deinem Profil folgen. Stattdessen soll das Abonnement Dich provozieren, den Gefallen zu erwidern. Folgst Du nicht zurück, wird Dir auch nicht mehr gefolgt.

Manche Nutzer gehen sogar so weit, dass sie ihr Abonnement sofort zurückziehen, ob Du ihnen zurückfolgst oder nicht. In solchen Fällen lässt sich der Rückgang auch nicht wirklich verhindern. Das Einzige, was Du tun kannst, ist eine App zu nutzen, die Deine „Unfollower“ anzeigt – und Dich ein Ründchen darüber ärgern.

Zurück kommen diese Abonnenten nämlich sowieso nicht.

Grund 2: Das Konto wurde gelöscht

Ebenso wie bei denjenigen Abonnenten, die einfach nur ein Abonnement zurückbekommen wollen, kannst Du auch deaktivierte Konten nicht beeinflussen. Entweder, der Nutzer löscht sein Konto selbst, oder verstößt gegen die Richtlinien Instagrams und wird entfernt.

In beiden Fällen musst Du wohl einfach hinnehmen, dass Deine Followerzahl etwas niedriger geworden ist. Auch lässt sich hin und wieder beobachten, wenn Instagram eine ganze Reihe an Fake-Accounts gleichzeitig löscht. Offizielle Atkionen wie diese erkennt man häufig an den Posts der anderen Nutzer – wenn so gut wie jeder über Verluste klagt, handelt es sich wahrscheinlich um die reihenweise Löschung von Konten.

Hast Du das Pech, dass Deine Followerschaft zu einem großen Teil aus Bots und weiteren Fake-Profilen besteht, kann eine solche Maßnahme einen dramatischen Unterschied erwirken. Allerdings sollte Dir in einer solchen Situation bewusst sein, dass es keine echten Menschen waren, die beschlossen haben, Dich nicht mehr zu mögen.

Somit hättest Du von diesen Followern auch keine echte Interaktion erwarten können.

Grund 3: Du postest zu häufig

Regelmäßigkeit ist eine sehr wichtige Eigenschaft, wenn es um den Erfolg von Social Media-Profilen geht. Aber auch für Regelmäßigkeit gibt es Regeln. Für einen wachsenden Instagram-Account sollte dieser konstant mit wertvollem Content gefüllt werden – jedoch nicht häufiger als zwei mal täglich.

Natürlich gibt es auch Accounts, die sich nicht um diese ungeschriebene Regel scheren und nach zwei Wochen Abstinenz zwölf Fotos auf einmal posten, doch handelt es sich hierbei um ein ziemlich riskantes Spiel.

Eindeutig wird dies, wenn Du Dich in die Lage Deiner Follower versetzt: Nichtsahnend scrollst Du Deine Startseite herunter, bis Dir plötzlich ein Post mit Gartenmöbeln entgegenspringt. Und noch einer. Und noch einer. Und noch einer. Frustriert über den Mangel an Abwechslung in Deinem Newsfeed und meist auch aus Trotz rufst Du das Profil des Herstellers auf und tippst entschlossen auf „Entfolgen“.

Niemand möchte mit Informationen bombardiert werden. Erst recht nicht, wenn diese auch noch verkaufsfördernd sein sollen. Wenn Du also möchtest, dass Deine Follower sich auf Deine Posts freuen, statt genervt von ihnen zu sein, solltest Du sie ruhig auch mal warten lassen. Selbst, wenn Du am Wochenende eine ganze Sammlung toller Fotos geschossen hast, die Du der Welt am liebsten alle gleichzeitig zeigen willst.

In einem solchen Fall ist es sinniger, eine Galerie zu erstellen oder sich die Fotos auf mehrere Tage aufzuteilen. So ist es auch einfacher, die regelmäßigen Updates aufrechtzuerhalten.

Grund 4: Du postest zu selten

Ein bis zwei Posts täglich zählen bei Instagram als Optimum, sozusagen die „goldene Mitte“. Maximal zwei Posts am Tag sorgen nicht dafür, dass sich Deine Follower wortwörtlich sattsehen, lassen Deinen Account aber auch nicht in Vergessenheit geraten.

Auch hat regelmäßiges Posten einen weiteren Vorteil: Wenn Du sehr lange mit dem nächsten Beitrag wartest und hoffst, Dich auf Anhieb zurück in die Herzen Deiner vernachlässigten Abonnenten zu katapultieren, kannst Du bitter enttäuscht werden. Wer lange nichts von sich hören lässt, geht mit einem Post tatsächlich ein Risiko ein, statt seine Followerzahl nach oben zu drücken. Verschwinden Deine Beiträge nämlich irgendwann aus dem Feed der Nutzer, wird auch Dein Account irrelevant.

Dass Instagram-Nutzer tatsächlich immer wieder ein Profil besuchen, um sich älteren Content nochmal anzuschauen, ist nämlich sehr exotisch. Teilst Du nach längerer Abstinenz dann also einen Beitrag, erinnerst Du Deine Abonnenten nicht daran, wie gern sie Dich doch hatten. Viel höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man keine Verbindung mehr zu Dir hat und sich fragt, was Deine Posts auf der eigenen Startseite machen.

Die logische Konsequenz: Der „Entfolgen“-Button. Alternativ erinnerst Du Deine Nutzer mit einem Lebenszeichen aus monatelanger Versenkung lediglich daran, dass sie Dir sowieso schon länger entfolgen wollten. Sich derart rar zu machen ist also schlecht, egal wie man es wendet.

Grund 5: Du interagierst nicht mit Deinen Abonnenten

Stell Dir vor, Du machst jemandem ein ehrliches Kompliment und bekommst keinerlei Reaktion. Unaufgeforderte Komplimente sind keine Selbstverständlichkeit, weshalb wir, selbst wenn wir sie ernst meinen, gerne eine Antwort bekommen.

Schließlich ist niemand gezwungen, nette Dinge zu sagen – man tut es, weil man Freude sehen will. Natürlich gilt dasselbe auch online. Ob Kommentare oder Direct Messages: Für einen erfolgreichen Account bei Instagram solltest Du Dir stets Mühe geben, Deinen Anhängern auch zu antworten.

Schließlich sind echte Interaktionen bei Instagram ein sehr wertvolles Gut. Normalerweise ist ein halbherziges Tippen auf den „Like“-Button das höchste der Gefühle. So ist es kein Wunder, dass die Hemmschwelle zum Entfolgen sinkt, wenn Du nicht auf Nachrichten reagierst. Das wirkt nicht nur unhöflich, sondern lässt auch das Interesse an Deinen Beiträgen schwinden.

Grund 6: Die Qualität Deines Posts ist schlecht

Mittlerweile schießt so gut wie jedes Handy gestochen scharfe Fotos. Gleichzeitig ist das Bearbeiten von Bildern dank Instagram selbst und zahlreichen weiteren Foto-Apps so einfach wie noch nie. Wer dann noch verwackelte, dunkle Fotos bei Instagram postet, provoziert seine Follower nahezu, das Abonnement zu kündigen.

Insbesondere dann, wenn sich zwischen Deinen Fotos starke Qualitätsunterschiede festmachen lassen. Nach einer Reihe guter Fotos ist ein unglücklicher Post häufig eine Einladung zum Entfolgen. Selbstverständlich haben Momentaufnahmen auch ihre Vorteile – und können mittels Storytelling sogar für das Wachstum genutzt werden.

Doch hat sich mit Einführung der Instagram-Stories der Schwerpunkt verschoben: Spontane Bilder gehören eher in die nach 24 Stunden verschwindende Story, der Feed hingegen sollte möglichst ordentlich gehalten werden.

Grund 7: Deine Follower wissen nicht, was sie bekommen

Wer für Hautpflege kommt, möchte Hautpflege bekommen. Beispielsweise. Natürlich sind einigermaßen themenverwandte Posts eine schöne Abwechslung, doch solltest Du nicht hoffen, dass sich die Follower Deines Beautyblogs genauso für Autorennen interessieren werden.

Die erfolgreichsten Profile bei Instagram sind diejenigen, die eine Nische abdecken – und nicht alle gleichzeitig. Ein Schwund Deiner Follower lässt sich somit teilweise auch darauf zurückführen, dass Du ihnen das gibst, was sie erwartet haben.

Wenn Du jedoch verschiedene Interessen hast oder manchmal auch private Posts teilen möchtest, solltest Du eventuell über ein weiteres Profil nachdenken, statt auf Deinem bestehenden Chaos zu schaffen.

Grund 8: Du erzählst nicht viel

Auch wenn Instagram hauptsächlich eine visuelle Plattform ist, bleibt es auch ein soziales Netzwerk. Es ist nicht verwunderlich, dass die erfolgreichsten Profile zumeist jene sind, die auch den Charakter der Person darstellen.

Wenn Du nur schöne Fotos postest, ohne eine Beschreibung zu verfassen, bist Du in einer reinen Foto-Community eventuell besser aufgehoben. Gleichzeitig sagen Bilder zwar mehr als tausend Worte, eben aber doch nicht alles. Oft ist eine Beschreibung notwendig, damit Deine Follower ein Foto einordnen können.

Selbst wenn Du glaubst, dass Deine Absichten offensichtlich sind: Meist sind sie es nicht. Deshalb führen zusammenhanglose Bilder, zu denen Du auch nichts sagst, oft unmittelbar zum „Entfolgen“-Button.

Grund 9: Du versuchst es zu sehr

Ähnlich wie für die Häufigkeit Deiner Beiträge gibt es auch für Promo und Phrasen ein gesundes Maß. Im Laufe der Zeit hat sich unter Influencern und solchen, die es werden wollen, eine charakteristische Schreibe entwickelt.

Oft finden sich unter makellosen Bildern lange Geschichten über Selbstliebe und Motivation, gespickt von zahlreichen Emojis und fußend auf einem Berg aus Hashtags. Nicht selten beginnen solche Beiträge auch mit einer scheinbar wahllos gestellten Frage an die Follower, die das Engagement boosten soll.

So gekünstelt die Plattform auch ist, so leicht kann man auch übertreiben. Selbst, wenn Du tausende von Profilen ausgewertet hast und die scheinbar perfekte Strategie für Instagram entwickelt hast, solltest du versuchen, authentisch zu bleiben. Besonders die Jugend lässt sich leicht davon vergraulen, wenn Unternehmen sich ihnen gewaltsam annähern möchten.

Wenn Du also beispielsweise nicht mit Jugendsprache vertraut bist, nutze sie auch nicht übermäßig. Auch zu viele Emojis sind auffällig. Oder zu viel Werbung. Ein erfolgreiches Instagram-Profil lebt von gesunden Proportionen. Damit Deine Follower für längere Zeit bei Dir bleiben, solltest Du sie auf eine spannende Reise mitnehmen – nicht nur in den Kreisverkehr.

Grund 10: Der Fehler liegt bei Instagram

Ob Du Follower verlierst, ist nicht nur von Deinen Abonnenten und Dir selbst abhängig. Auch Instagram als Plattform kann ab und zu Schuld daran sein, dass Deine Followerzahl rapide sinkt. So ereigneten sich in der Geschichte des sozialen Netzwerks schon häufiger Fehler, welche Nutzer frustriert und ratlos zurückgelassen haben.

Teilweise passiert es, dass Accounts spontan von Followerlisten geschmissen werden, obwohl sie gar nicht entfolgen wollten. Dann wiederum gibt es Fehler, in denen einige Schaltflächen nicht nutzbar sind – und das versehentliche Entfolgen zwar funktioniert, wieder folgen allerdings nicht.

Nicht immer, wenn die Zahl Deiner Abonnenten plötzlich sinkt, musst Du Deinen Content überdenken. Manchmal kommen Probleme auch „von oben“.