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Gewinnspiel-Marketing: Das solltest Du wissen!

Werde zum Glückspilz-Züchter!

Das Schlagwort „Social Media“ ist mittlerweile wahrscheinlich auch im kleinsten, verstaubtesten Meetingraum diskutiert worden. Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. begleiten den Durchschnittsmenschen vom Frühstück bis zum Abendessen (oder darüber hinaus).

Und wird dabei durchgehend von Beiträgen raffinierter Marketer befeuert, deren Content teilweise sogar einen richtigen Mehrwert bietet.
Wie ist es also möglich, trotzdem irgendwie auf sich aufmerksam zu machen? Online-Gewinnspiele könnten die Antwort sein.

Worauf Du als Werbetreibender achten solltest, damit sie den gewünschten Erfolg bringen, erklären wir Dir hier!

Die Vorteile von einem Gewinnspiel

Nichts hat einen so sicheren Platz in den Herzen der Menschheit wie kostenlose Goodies. In manchen Fällen sind wir sogar empört, wenn sie ausbleiben – etwa, wenn sich nach einem Besuch in der Apotheke nicht einmal Taschentücher in der Einkaufstüte befinden.

Umso stärkere Gefühle werden von Gewinnspielen ausgelöst. Selbst Menschen, die noch nie etwas gewonnen haben, neigen dazu, es bei jeder aufkommenden Chance doch noch einmal zu versuchen. Insbesondere dann, wenn die Konkurrenz relativ klein ist und die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn somit recht hoch.

Genau dies ist bei den meisten Online-Gewinnspielen der Fall. Mit einem Call-to-Action kombiniert, eignen sie sich hervorragend, um Deinem sorgsam erstellten Business-Account mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Gewinnspiele für eine positive Konnotation Deines Unternehmens sorgen: Wer großzügig Sachen verlost, wirkt menschennah und um seine Abonnenten bemüht.

Gleichzeitig ist auch der Kostenfaktor ein gutes Argument für das Marketing mit Lostopf – während die Schaltung von Anzeigen bei Google AdWords oder hervorgehobene Facebook-Beiträge ziemlich ins Geld gehen können, sind Gewinnspiele meist vergleichsweise budgetfreundlich und bringen eine schnelle Wirkung.

Einige Unternehmen sparen sich in dieser Hinsicht sogar die Ausgaben für einen Preis, indem sie den Gewinnern immaterielle Belohnungen versprechen, beispielsweise ein Shoutout des Profils in einer Instagram-Story.  Allerdings sollte angemerkt werden, dass der Anreiz natürlich umso größer ist, je toller der Gewinn ist.

Entscheidest Du Dich, einen höherwertigen Gegenstand zu verlosen, kannst Du auch mit einer nahezu viralen Beteiligung rechnen. Ist die Voraussetzung für die Teilnahme etwa das Markieren von Freunden oder das Teilen des Beitrags, wächst die Reichweite fast von allein.

Ein weiterer nützlicher Aspekt von Gewinnspielen ist, dass sie dir wertvolle Kontaktdaten von Nutzern beschaffen können. Ist für eine Teilnahme eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse nötig, kannst du diese Gelegenheit nutzen, um beispielsweise einen Newsletter anzubieten. Die E-Mail-Adressen automatisch für Werbung nutzen ist allerdings verboten: Ohne Einwilligung des Nutzers können Werbemaßnahmen dieser Art rechtliche Konsequenzen haben!

 

So führst Du ein Gewinnspiel durch!

Als guter Marketer bist Du es selbstverständlich gewöhnt, in jedes Projekt Herzblut hineinzustecken. Ist demnächst ein Gewinnspiel geplant, solltest Du auch dieses akribisch planen. Zunächst sollte etwa feststehen, was mithilfe des kleinen Giveaways erreicht werden soll.

Mögliche Ziele etwa sind ein Plus an Abonnenten, neue Newsletter-Anmeldungen oder auch eine höhere Interaktionsrate. Je nachdem, für welchen Schwerpunkt Du Dich entscheidest, kannst Du auch Dein Gewinnspiel auslegen.

Auch bei der Art des Gewinnspiels ergibt sich ein großer Spielraum – möchtest Du es den Teilnehmern relativ einfach machen, indem sie nur auf „Gefällt Mir“ klicken oder sollen sie sich tatsächlich etwas Mühe geben? Ideen für Gewinnspiele mit echtem Rätsel-Charakter wären zum Beispiel Quizfragen zu Deinem Unternehmen oder verwandten Themen, Foto-Wettbewerbe oder auch eine möglichst kreative Antwort auf eine Frage.

Auch kannst Du entscheiden, ob du den Gewinner willkürlich auslosen oder anhand einer Bestleistung persönlich aussuchen willst. Ideal ist es, wenn Dein Gewinnspiel einen bestimmten Anlass hat, etwa ein Firmenjubiläum oder ein Feiertag. Immer eine gute Idee sind Wettbewerbe, die um die Weihnachtszeit stattfinden.

Da das Fest der Nächstenliebe auch eng mit Geschenken verwoben ist, entscheiden sich viele Unternehmen für digitale Adventskalender oder Gewinnspiele. Jahr für Jahr.

Dies bringt mit sich, dass Nutzer sich bereits an dieses Ritual gewöhnt haben und sich zur Weihnachtszeit auf die Suche nach attraktiven Gewinnspielen begeben. Kombiniert mit einer gewinnbringenden Suchmaschinenoptimierung kannst Du diese Suchanfragen für Dich ausnutzen.

Besonders wichtig bei der Durchführung sind allerdings transparente Teilnahmebedingungen. Diese sollten für jeden Nutzer gut verständlich sein. Eine klare Formulierung ist hier Pflicht – schließlich willst Du neue Anhänger dazugewinnen und nicht für Frust sorgen. Ebenso wichtig ist, dass Du auch die Art der Gewinnerermittlung deutlich machst.

Wird ein Gewinner ausgelost oder ausgesucht? Wie wird der Gewinner benachrichtigt und welche Daten werden letztendlich von ihm verlangt? Insbesondere Letzteres ist ein empfindliches Thema, dass Du trotz allen Spaßes, den ein Gewinnspiel verspricht, beherzigen solltest. Muss eine E-Mail-Adresse oder weitere Kontaktdaten angegeben werden, ist es zwingend notwendig, sich das Einverständnis der Nutzer erklären zu lassen. Schlussendlich muss natürlich auch ein Einsendeschluss kommuniziert werden.

Und wenn das Gewinnspiel vorbei ist? Dann liegt es an Dir, die Gewinne auch zügig an den Mann zu bringen! Um ungeduldige Nachrichten zu vermeiden, sollte die Auslosung möglichst rasch erfolgen. Viele Unternehmen klären direkt nach dem Einsendeschluss auf, manchmal sogar per Live-Übertragung. Auf diese Weise wird Spannung erzeugt, die Deine Abonnenten an Dich bindet!
Obwohl die Gestaltung und Durchführung von Gewinnspielen viel Spaß machen kann, solltest Du das Format auch nicht allzu stark ausreizen.

Klar, stetig wachsende Followerzahlen und ein großer Pool an E-Mail-Adressen können verlockend sein – doch möchtest Du bestimmt, dass man Dir auch aus den richtigen Gründen folgt, oder? Gewinnspiele sollten nicht die gesamte Content-Strategie ersetzen, sondern diese ergänzen. Richtig umgesetzt allerdings stellen sie eine tolle, interaktive Maßnahme dar, die im Grunde für jedes Unternehmen geeignet ist.

 

Hashtags: Wie viel ist zu viel?

So nutzt Du Hashtags effizient! #gebrauchsanleitung

Aufstrebende Influencer sind es schon gewöhnt, dass Instagram ihnen regelmäßig das Herz bricht. Nicht nur bekommen die Profile die gesamte Aufmerksamkeit, die mehr Anhänger haben als das Land, aus welchem sie kommen. Gleichzeitig sieht es bei ihnen immer so mühelos aus, während Follower anzulocken eigentlich Schwerstarbeit ist.

Besonders nervig: Die meisten Einstiege bringen oft Hashtags. Diese entlarven einen aber auch als Möchtegern-Popstar, der zwar erzählen kann, er poste aus Spaß – aber in Wirklichkeit nur hungrig nach Likes ist. Manche trennen die unliebsamen Hilfsmittel visuell vom Beitrag ab, andere verstecken sie in den Kommentaren.

Doch das Schwierigste? Die Frage, wie viele Hashtags man denn benutzen soll. Hashtag-Spamming wirkt sich negativ aus, zu wenige bringen aber auch nicht viel. Fast scheint es, als sei uns die Instagram-Karriere einfach nicht vergönnt. Doch finden wir uns damit natürlich nicht ab: In diesem Post bekommst Du alle relevanten Informationen zum Thema Hashtags! … #supportistkeinmord

Problem 1: Du benutzt zu viele Hashtags

Grundsätzlich lässt Instagram Dich ganze 30 Hashtags benutzen. Es steht Dir also absolut frei, einen Tag zu jedem einzelnen Kleidungsstück zu verfassen, das Du auf dem Foto trägst (#Socke1 #Socke2).

Alle Hashtags, die darüber hinausgehen, werden von Instagram nicht mehr gewertet. Dazu ergibt sich aber auch ein kosmetisches Problem: Wer wirklich groß werden möchte, sollte sich nicht zum Einstieg schon den Ruf zerstören.

Zu viele und vor allem sehr einschlägige Hashtags wie „follow4follow“ können unseriös wirken und schrecken echte Follower tatsächlich eher ab. Laut einer Studie von Quintly richtet sich die perfekte Anzahl an Hashtags allerdings an der Account-Größe: Zusammengefasst gilt, je weniger Follower, desto mehr Hashtags.

Kurioserweise steigt dieser Wert zwischen 10.000 und 100.000 wieder an, doch erzielen sehr große Accounts die meisten Interaktionen, wenn sie gar keine Hashtags benutzen. Trotzdem zeigt eine andere Studie der Fanpage Karma, dass beginnende Accounts auch nicht unbedingt die vollen 30 ausschöpfen sollten – die meisten Interaktionen gibt es für Accounts, die sich zwischen 20 und 24 Hashtags einpendeln.

Ein weiteres, interessantes Thema, das an dieser Stelle noch unbeantwortet geblieben ist, ist der sagenumwobene Shadowban Instagrams: Urplötzlich stellen Nutzer fest, dass sie für andere nicht mehr sichtbar sind. Nicht im Feed, nicht in der Rubrik „Entdecken“, nirgendwo.

Zwar lässt sich die soziale Plattform ganz normal weiterbenutzen, doch kommen eben keinerlei Interaktionen mehr herein. Häufig wird dieses Problem darauf zurückgeführt, dass man sich in irgendeiner Weise eines Regelverstoßes schuldig gemacht hat. Zu viele Hashtags gehören jedoch nicht dazu – aber die falschen. Beispielsweise solche, die unanständige Inhalte suggerieren.

Problem 2: Du benutzt nicht genug Hashtags

Die meisten Leute, die Instagram benutzen, haben sich an die Nutzung der merkwürdigen Tags so sehr gewöhnt, dass sie die gute, alte Raute regelmäßig Hashtag nennen. Was genau ein solcher Tag bewirkt, weiß hingegen nicht jeder.

Aus diesem Grund eine kurze Erklärung an dieser Stelle: Ein Hashtag sorgt dafür, dass Dein Beitrag zu einem bestimmten Schlagwort gefunden werden kann. Seit auch das Folgen von Hashtags bei Instagram möglich ist, erhältst Du auf diese Weise die Chance darauf, dass Dein Beitrag anderen Leuten empfohlen wird. Mehr Hashtags bedeuten also mehr Reichweite und gleichzeitig auch mehr Chancen, direkt im Feed anderer Menschen aufzutauchen.

Als kleiner Account bist Du von diesen Schlagwörtern nahezu abhängig. Der Weg, der sonst auf Dein Profil führt, ist eher umständlich. So hast Du ohne Hashtags auf natürlichem Wege eigentlich keine Möglichkeit, gefunden zu werden – außer natürlich, Du erzählst Leuten online und offline von Deinem Profil und koppelst es mit allen anderen Accounts. Doch sind Hashtags etwas einfacher.

Fazit: Viele, aber nicht alle – und die richtigen!

Schlussendlich lässt sich zum Thema Hashtags sagen, dass sich insbesondere für aufstrebende Accounts lohnt, sinnvolle Schlagwörter zu recherchieren. Wem es vor allem um die Interaktion geht, der sollte sich bei wenigen Abonnenten tatsächlich an den goldenen 24 Hashtags orientieren.

Größere Accounts hingegen können getrost auf sie verzichten – hier ist die Conversion Rate am größten, wenn sie ganz wegbleiben. Noch wichtiger als die bloße Anzahl der Hashtags ist jedoch ihre Relevanz. Um dies nachzuvollziehen, reicht es, sich abermals in die Position des Suchenden zu versetzen: Wenn nach einem bestimmten Hashtag gesucht wird, wird auch bestimmter Content erwartet. Findet dieser Nutzer etwa unter dem Tag #fashionblogger ein Foto von einer Mahlzeit, wird es wahrscheinlich ignoriert und bleibt im besten Fall ohne Konsequenzen.

Im schlimmsten Fall wird dieser Account als verzweifelter Versuch gewertet, eine große Reichweite zu erzielen. Zwar wird der Beitrag mit falschen Hashtags zwar vielen Leuten angezeigt, doch interessiert er kaum jemanden davon. Besser ist es, sich in die suchende Person hineinzuversetzen und diese Tags zu wählen, nach denen man gegebenenfalls auch selbst gesucht hätte.

Wem die Inspiration fehlt: Manchmal hilft es auch, sich an einem guten Hashtag entlangzuhangeln. Bei jeder Suchanfrage schlägt Instagram ähnliche Hashtags vor, die mit Deinem Tag verwandt sind. Alternativ kannst Du auch prüfen, welche Schlagwörter andere themenverwandte Profile so benutzen.

Semtrix-Blog-OM-Masterclass-Content Curation

Content Curation: Andere die Arbeit machen lassen?

Wenn der Blog zur Ausstellung wird…

Es gibt eine alte, deutsche Wahrheit, die dem Volk schon seit Generationen in verschiedenen Lebensumständen weiterhilft: „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten“. Wie schwierig dieser vermeintlich freundliche Leitspruch werden kann, weiß vor allem eine erst vor Kurzem entstandene Menschengruppe: Content Creator.

Natürlich will jeder ausschließlich brillante Inhalte posten, die alle für sich Meisterwerke sind. Ob es sich nun um einen Instagram-Post oder Blogbeitrag handelt, ist dabei unerheblich.

Der Stressfaktor erhöht sich jedoch, wenn man an die Aktualitätssucht des Internets denkt: Die Möglichkeit, Informationen jederzeit und von überall aus in Echtzeit zu übertragen, hat dafür gesorgt, dass Updates regelmäßig kommen müssen – sonst verschwindet man schnell in der Datenflut.

Einen Weg, die eigenen Inhalte etwas zu strecken, haben wir bereits vorgestellt – doch es gibt noch einen weiteren. Content Curation macht Blogs, Social Media-Kanäle sowie alle weiteren Plattformen zu kleinen Galerien.

Was ist Content Curation?

Vermutlich ist „Kuratieren“ Dir bereits ein Begriff, vermutlich jedoch nicht im Zusammenhang mit Online-Content. Ursprünglich aus der Kunstwissenschaft stammend, bezeichnet er sonst die Tätigkeit von Galeristen, die interessante Werke für Ausstellungen zusammenstellen und diese betreuen.

Ähnlich sieht es auch bei Content Curation aus: Inhalte, die nicht selbst kreiert worden sind, werden auf eine bestimmte Weise zusammengeführt oder aufbereitet und über den eigenen Account veröffentlicht. Idealerweise handelt es sich dabei um Inhalte, die für die eigene Zielgruppe relevant sein könnten – erweitert durch eigene Kommentare etwa bekommen die fremden „Werke“ einen zusätzlichen Mehrwert.

Ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Nutzung liefern soziale Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter: Lustige Textbeiträge werden durch ein passendes Bild zu sehr lustigen Memes, Experteninterviews machen informative Beiträge besonders glaubwürdig, Infografiken untermalen die Posts anderer Autoren.

Auch werden interessante Beiträge von anderen Seiten geteilt oder gar ganze Profile verlinkt. Diese Strategie kann jedoch auch konkret für das Online-Marketing genutzt werden. Unterscheiden lassen sich dabei verschiedene Arten von Content Curation:

 

  1. Elevation: Wenn Der Betreiber des Kanals das Augenmerk seiner Followerschaft auf einen aktuellen Trend legen möchte, kann er Beiträge verschiedener Quellen hierzu sammeln und gemeinsam posten. Ein Beispiel hierfür sind Artikel in Blogs, die eine Art „weiterführender Literatur“ zum behandelten Thema per Linkliste anbieten.
  2. Aggregation: Ähnlich sieht es auch bei der „Aggregation“-Methode aus: Hier liegt der Unterschied allerdings darin, dass die Inhalte in einem einzigen Beitrag gesammelt werden.
  3. Chronology: Du berichtest schon seit einiger Zeit von einem bestimmten Thema? Dann wäre die chronologische Herangehensweise an Content Curation vielleicht eine Idee wert. Hier wird die Entwicklung der Beiträge über das Thema im Verlauf dargestellt.
  4. Destillation: Weniger ist mehr! Bei der „Destillation“ genannten Methode macht man sich eine quasi wissenschaftliche Herangehensweise zu Nutze, indem man aus die Quintessenzen verschiedener, fremder Beiträge in einem Post vereint.
  5. Mashups: Zum Schluss wählen einige Kuratoren einen wilden Mix verschiedener Beiträge. Manchmal kann eine solche Zusammenstellung dafür sorgen, dass ein Thema beispielsweise in einem anderen Kontext dargestellt wird – und somit auch anders diskutiert.

 

Was sind die Vorteile von Content Curation?

Im Grunde genommen überwiegen bei Content Curation eindeutig die Vorteile, weshalb sich die Strategie für viele kreative Köpfe lohnen kann. Selbstverständlich muss zunächst die Tatsache benannt werden, dass die eigenen Ideen für Beiträge mithilfe eingestreuter Fremdinhalte etwas gestreckt werden können.

Das hat nicht einmal etwas mit Faulheit oder einem Mangel an Kreativität zu tun – viel eher liegt es den meisten Content Creators am Herzen, ihrer Zielgruppe möglichst spannende und differenzierte Inhalte zu bieten. Indem man hin und wieder die Aufmerksamkeit auf andere interessante Personen des Internets lenkt, erweitert man den Online-Horizont der eigenen Follower.

Das sorgt in jedem Fall für positive Reaktionen: Schließlich freut sich doch jeder, wenn er beispielsweise einen interessanten Blog dank eines anderen interessanten Blogs findet. Wer sich mit dieser Art des Postings auseinandersetzt, findet natürlich auch hin und wieder interessanten neuen Input für sich selbst – und erweitert seinen Horizont, was unter Umständen wieder Inspiration für den nächsten eigenen Post bedeuten kann. Eine Win-Win-Situation!

Damit wären wir auch schon bei dem zweiten Vorteil, den Content Curation bietet: Natürlich wird nichts ohne Zustimmung geteilt. Indem man also andere Ersteller von Content freundlich bittet, ihre Inhalte aufbereiten und teilen zu dürfen, schafft man sich ein Netzwerk – und somit eine größere Reichweite. Content Curation ist eine Art Solidaritätspakt unter Internetmenschen.

Doch wird nicht nur der Kontakt mit den Urhebern der fremden Beiträge aufrechterhalten: Das Teilen von Content fördert die Kommunikation mit Deinen Followern und auch bei ihnen untereinander. Somit wird nicht nur Deine Reichweite größer, auch für Deine Conversion Rate kann Content Curation förderlich sein!

Kuratieren, ja – aber nicht stehlen!

Eigentlich sollte man meinen, dass wir alle über die Jahre, die es das Internet schon gibt, auch genug Netiquette gesammelt haben, um fremde Beiträge nicht einfach ohne Zustimmung zu teilen. Jedoch gibt es trotzdem laufend neue Webseiten, die zugunsten der eigenen Popularität gut und gerne Urheberrechtsverletzungen hinnehmen.

Ein Beispiel hierfür sind Instagram-Profile, die regelmäßig fremde Inhalte zu einem bestimmten Thema hochladen, ohne auf die Quelle des Contents hinzuweisen. Dabei handelt es sich selbstverständlich nicht um Content Curation – sondern um das Schmücken mit fremden Federn.

Das Revival der Lesezeichen – warum die Saved Posts bei Instagram jetzt Dein Engagement fördern

Gespeicherte Posts und ihre Vorteile

Dass man Beiträge bei Instagram jetzt auch speichern kann, ist vielen vermutlich gar nicht aufgefallen. Unaufgeregt wartet das kleine Lesezeichen unter jedem Post darauf, angetippt zu werden. In der Regel sind wir aber alle dessen schuldig, Beiträge nur zu liken und dann wieder zu verschwinden.

Schade, denn: Schon jetzt nimmt das kleine, unscheinbare Lesezeichen seine Rache. Während das Team von Instagram darüber grübelt, ob Likes nicht doch zu sehr auf’s Gemüt schlagen und eine Welt ohne sie vielleicht besser wäre, fließen Deine gespeicherten Posts bereits in Deine Engagement Rate.

Im folgenden Artikel wollen wir der Bookmark-Funktion Instagrams die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die ihr schon seit 2016 gebührt.

 

Ja, man kann Posts bei Instagram speichern – Saved Posts und ihre Vorteile

Nein, so neu ist die Funktion tatsächlich nicht. Schon seit knapp drei Jahren sind wir alle nicht mehr gezwungen, mit schlechtem Gewissen im Bauch heimliche Screenshots von Beiträgen zu machen, die wir uns merken wollen. Statt als wildes Sammelsurium in der Camera Roll können wir unsere liebgewonnenen Instagram-Posts jetzt in unserem Profil speichern.

Das Beste: Niemand sieht unsere Kollektion, weder unsere Follower noch der Ersteller des Posts. Lediglich falls der Verfasser des Beitrags nach dessen Insights schaut, verrät eine Zahl über dem Bookmark-Symbol, wie häufig der Beitrag gespeichert worden ist. Somit ist es beispielsweise Künstlern möglich, sich interessante Gesichter anonym und unkompliziert als Zeichenvorlage zu speichern.

Seit kurzem ist diese unterbewertete Möglichkeit tatsächlich noch verbessert worden: Ähnlich der Online-Pinnwand Pinterest lässt sich die Anhäufung gespeicherter Beiträge sogar in Kategorien sortieren. Wenn Du beispielsweise nicht mehr nach dem Screenshot von einem Kuchen-Rezept suchen möchtest, nachdem er in den 200 Bildern eines langen Selfie-Abends verschwunden ist, wird Dich diese Nachricht vermutlich sehr freuen.

Generell sorgt diese schön geordnete Art und Weise, sich an tolle Beiträge zu erinnern, für ein ganz anderes Gefühl bei der Nutzung des beliebten Netzwerks. Nun, wo der Reiz der Kurzfristigkeit noch ein Stückchen weiter Snapchat überlassen wurde, ist der Druck, gute Beiträge zu posten, natürlich umso höher.

Der Instagram-Algorithmus und die Saved Posts

Obwohl Instagram seinen Algorithmus angeblich zugunsten des Nutzers ausrichtet, sodass diesem nur relevante Posts angezeigt werden sollen, ist nicht jeder ein Freund von der chronologisch ungeordneten Willkür, die mittlerweile die Timeline beherrscht.

Beiträge, mit denen häufig interagiert wird, haben im Hinblick auf die Sichtbarkeit Vorrang – wovon selbstverständlich am stärksten ohnehin schon bekannte Influencer und große Unternehmen profitieren.

Der inflationäre Gebrauch von Likes, der auf der Plattform vorherrscht, hat die Gewichtung des Algorithmus zu den Kommentaren verschoben; ein vieldiskutierter Beitrag gelangt auf diese Weise zu einer größeren Reichweite als ein Foto, das zwar mit vielen Likes, aber keinerlei Meinungen auftrumpft.

Nun soll das Speichern von Beiträgen das Sagen haben: Wenn jemand einen Beitrag für später abspeichert, bedeutet das für Instagram Quality Content. Schließlich scheint der Post interessant genug zu sein, damit ihn jemand auch nach ein paar Wochen noch einmal sehen möchte. Vielleicht hast Du schon beobachtet, dass sich Beiträge, die eine Galerie enthalten, in letzter Zeit häufen.

Insbesondere die Beiträge, deren erstes Bild ein gewöhnlicher Instagram-Post, die darauffolgenden Bilder aber Memes, Videos oder ähnlich beliebter Content sind, begegnen uns auf der Plattform immer häufiger. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Viele größere Accounts haben den Wert gespeicherter Beiträge schon erkannt.

Wie werden Beiträge „speicherbar“?

Zugegeben: Der Gedanke, dass die eigenen Fotos von fremden Personen vollständig anonym gespeichert werden können, ist komisch. Arbeitet man jedoch händeringend an der eigenen Influencer-Karriere, steht im Jahre 2019 definitiv die Frage im Raum, wie man Beiträge so gestaltet, dass sie von anderen gespeichert werden. Genug mit „insta-worthy“, ab sofort sollen Beiträge „saveable“ sein!

Insgesamt steckt dahinter dieselbe schwarze Magie, wie sie Dir schon aus sozialen Netzwerken bekannt ist: Du musst Dich einfach in die Lage Deiner Follower hineinversetzen. Besonders schwer ist das nicht; zumindest, wenn man selbst nicht nur Content Creator, sondern eben auch ganz normaler Benutzer ist. Überlege dir, welche Beiträge Du selbst abspeichern würdest.

Ein gewöhnliches Bild von einem Sonnenuntergang vermutlich eher nicht – auch, wenn es ein wirklich schönes Bild ist. Gespeichert werden vorrangig Beiträge, deren Wert über das Visuelle hinausgeht. Der optische Stimulus reizt uns bei einem zweiten Wiedersehen kaum noch. Information allerdings schon. Rezepte, Fun Facts und ähnliche „wiederverwendbare“ Beiträge eignen sich hervorragend dazu, den Weg in die Kollektion eines anderen Users zu finden. Auch motivierende Sprüche oder Zitate, die man immer wieder lesen möchte, sind eine gute Wahl.

Ein besonderer Trick kann die Nutzung von konkreten Daten sein, die für einen längeren Zeitraum gelten – Konzertdaten etwa. Dass sich jemand ein viel späteres Datum im Kopf vormerkt, ist ungewöhnlich. Dies geschieht bestenfalls bei der absoluten Lieblingsband, deren Konzert man jeden Tag entgegenfiebert. Auflistungen von Konzertterminen, Serienstarts oder ähnlichen interessanten Dingen, die erst viel später relevant sind, haben somit ein sehr hohes Speicherpotential.