2,42 Milliarden Euro – Rekordstrafe für Google

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Nach sieben Jahren Ermittlung wurde in Brüssel die erste Entscheidung im Google Case getroffen

Nach vielen Jahren der Ermittlungsarbeit ist in Brüssel eine Entscheidung gefallen, die dem Branchenprimus im Online Business mit Sicherheit nicht gefallen wird. Google muss eine empfindliche Strafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro an die Europäische Kommission zahlen. Dies ist gleichzeitig auch die höchste Strafe seit dem Bestehen der Europäischen Union, die ein Konzern jemals zahlen musste. Wir können in dem Fall von einer Rekordstrafe sprechen. Zwei weitere Verfahren werden noch ermittelt.

Das wird teuer: Die Gründe für diese Rekordstrafe?

Der Grund dafür ist, dass der US-Konzern mit seinem Unternehmenssitz im Silicon Valley, Kalifornien sein Standing missbraucht hat. Genauer gesagt, geht es um die Preisvergleichsplattform Google Shopping. Die Europäische Kommission ist nicht damit einverstanden, dass bei den Google-Suchergebnissen die hauseigenen Anzeigen an den ersten Positionen angezeigt werden, da jene nicht immer die besten Alternativen sind sowie nicht die größte Auswahl und die niedrigsten Preise bieten. Weitaus bessere Angebote werden unglücklicherweise häufig erst auf den hinteren Seiten angezeigt. Man wirft Google in diesem Fall also vor, bewusst manipuliert zu haben, da sich die meisten User nur auf der ersten Seite aufhalten und dort 95 Prozent aller Klicks der Nutzer generiert werden. Bei den Ergebnissen auf mobilen Endgeräten macht sich dieser Effekt noch eher bemerkbar, da pro Seite insgesamt weniger Ergebnisse angezeigt werden.

Wie hat der US-Konzern auf die Strafe reagiert?

Die Europäische Kommission in Brüssel wirft dem US-Konzern vor, dass Google anderen Unternehmen die Chance genommen hat, im Wettbewerb mit guten Leistungen sowie mit fairen Preisen Schritt halten zu können. Google hat demnach bewusst verhindert, dass sich die europäischen Kunden für die besten Angebote entscheiden können, sondern dafür gesorgt, dass dahin geklickt wird, wo man es möchte – so die Aussage der Kommission. Selbstverständlich wird sich Google mit der Entscheidung nicht zufrieden geben. In der Vergangenheit wurden die Vorwürfe stets zurückgewiesen und der Europäischen Kommission Inkompetenz vorgeworfen. Der Konzern teilte in einer Stellungnahme mit, dass die Ermittlungsergebnisse inakzeptabel seien und dass man Einspruch gegen die Entscheidung einlegen wird.

Die Kommission wird sich weiter mit Google beschäftigen

Wir können davon ausgehen, dass der US-Konzern in der Zukunft noch mehr unter die Lupe genommen wird. Zum einen wird man sich nach dem Einspruch weiterhin mit Google Shopping auseinander setzen und zum anderen ermittelt die EU Kommission in zwei weiteren Fällen, in denen ebenfalls empfindliche Strafen auf Google warten könnten. Es bleibt also spannend.

 

2017-07-05T15:53:34+00:00