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Wir nehmen SEO persönlich – das ist keine Floskel, sondern unsere DNA

Jan-Nicolas Kuhl erklärt, warum er Semtrix gegründet hat, welche Rolle das Persönliche in einer SEO Agentur spielt, welchen Wert die einzelnen Mitarbeiter haben, warum es befreiend ist, den Mittelstand als Kunden zu haben und welche Momente ihn in seinem Kurs bestätigen. Im Gespräch mit dem Semtrix-Redakteur Julian teilt Jan-Nicolas Kuhl seine Erfahrungen.

Julian: Wann ist bei dir das erste Mal der Gedanke gekommen, eine SEO Agentur zu gründen?

Jan-Nicolas Kuhl: Während des Studiums der internationalen BWL. Genauer gesagt in einem Marketing-Seminar. Damals waren Suchmaschinen noch neu. Nur zur Einordnung: Damals verkaufte Amazon ausschließlich Bücher.

Julian: Wow. Damals war das Internet wirklich noch Neuland.

JNK: Genau. Ich wollte immer schon etwas Innovatives auf die Beine stellen. Ich zerbrach mir immer wieder den Kopf, wie ich das schaffe. Und dann fiel es mir wie die Schuppen von den Augen: Zwar war Google noch relativ jung, aber es buhlten bereits viele SEO Agenturen um die Kunden. Der Markt war sehr schwierig. Für viele Kunden ist eine SEO Agentur eine unpersönliche Macht. Also mussten wir SEO persönlich machen. Und das tat ich dann in der Folgezeit.

Julian: Wo war denn da die Innovation, wenn es schon SEO Agenturen gab?

JNK: Das ist der falsche Ansatz. Innovation heißt nicht, etwas zwanghaft Neues zu gründen. Innovation liegt dann vor, wenn der Markt „Hurra!“ schreit. Und mir war klar: Um das zu erreichen, musste ich das Rad nicht neu erfinden. Ich musste nur das bereits Bestehende verbessern.

Julian: Woher hattest du denn die Einblicke in die SEO-Welt?

JNK: Ich habe während des Studiums für eine SEO Agentur gearbeitet. Damals habe ich analog mit digital verbunden (lacht). Ich habe mir die Gelben Seiten genommen, Geschäfte rausgesucht, sie angerufen und anschließend besucht.

Julian: Was war denn jetzt das Innovative bei Semtrix?

JNK: Das Persönliche. SEO war für mich so schrecklich unpersönlich. Der Kunde ist oft nur eine Rechnungsnummer. Doch warum? Es ist doch besser, wenn die Agentur den Kunden als Menschen wahrnimmt. Mit all seinen Bedürfnissen und Wünschen.

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Julian: Wie setzt du das um?

JNK: Kunden wissen es zu schätzen, wenn sie all die Jahre immer den gleichen Ansprechpartner haben. Sie müssen nicht jedesmal erklären, wer sie sind und was sie machen. Das hilft ungemein. Und meine Kollegen wissen auch sofort, worum es sich handelt. Sie sagen nicht: „Warten Sie mal. Ich muss mich erst reinlesen.“

Julian: Das ist sehr kundenfreundlich.

JNK: Stimmt. Wir nehmen SEO persönlich – das war schon immer mein Motto. Das ist meiner Erfahrung geschuldet. Daher ist dieser Spruch keine Floskel, sondern unsere DNA.

Julian: Kann ein Mitarbeiter denn ein ganzes Projekt alleine betreuen?

JNK: Nein, kann er nicht. Schließlich ist er nicht das Mädchen für alles. Was er aber kann, ist sein Thema zu bearbeiten. Die Link-Manager managen das Linkbild des Kunden, die Redakteure schreiben Texte, die SEA-Profis optimieren Google-Adwords-Kampagnen. Sie alle konzentrieren sich auf das, was sie können. Und hier habe ich mein Geschäftsmodell angesetzt. Denn eines ist klar: Hier mal schnell Adwords gesetzt, einen SEO-Text geschrieben und dann noch mal die Landingpage optimiert – das kann einfach nicht funktionieren, wenn sie alle von einem Einzelnen getan werden. Also sind wir einen mutigen Schritt gegangen: Wir haben für jeden einzelnen Schritt, der gemacht werden muss, einen festen Ansprechpartner. Sie machen das, was sie können. Und das ist unsere Stärke. Das merken unsere Kunden.

Julian: Es war schon viel von Kunden die Rede. Von welcher Zielgruppe reden wir eigentlich?

JNK: Den Mittelstand. Das war schon immer so.

Julian: Warum?

JNK: Ganz einfach, weil ich nicht von großen Konzernen abhängig sein will. Sie mögen zwar mehr zahlen, aber sie haben die Agentur in der Hand. Und das wissen sie auch. Das Geschäftsmodell von Semtrix hat den Vorteil, dass uns das nicht passieren kann. Wir haben zwar auch größere Kunden, sind aber nicht abhängig von ihnen. Wir haben den Luxus, auch mal Nein zu sagen. Das befreit enorm.

Julian: Ist das der einzige Grund?

JNK: Nein. Mittelständler entscheiden schneller. Meist sprechen wir direkt mit dem Entscheider. Das beschleunigt die Prozesse. Das wird uns immer wieder bewusst, wenn wir mal einen Kunden mit mehreren Hierarchien haben: Hier dauert eben alles ein bisschen länger. Es müssen mehrere Augenpaare drüberschauen. Die meisten unserer Kunden sind solide Mittelständler. Echte Anpacker.

Julian: Wie lief es denn, als du dich mit Semtrix selbstständig gemacht hast?

JNK: Wir sind gewachsen, von Anfang an. Alles sehr organisch. Anfangs ist es bekanntlich nicht immer leicht. Und das stimmt auch: Man muss Kapital einsammeln, fähige Leute finden und Kunden akquirieren. Aber wir hatten einen Plan; und an dem haben wir uns gehalten. Mit Erfolg: Unsere Taktik ist aufgegangen. Da wir viele mittelständische Unternehmen haben, ist es nicht so schlimm, wenn ein paar abspringen. Das kommt leider immer wieder vor, gefährdet aber nicht unsere Existenz.

Julian: Gibt es denn eine Lieblingsbranche, die du favorisierst?

JNK: Natürlich nehmen wir alle Branchen und pushen sie bei Google nach oben. Aber wenn du mich schon nach meiner Lieblingsbranche fragst: Ich mag Start-ups. Auch wenn das streng genommen keine Branche ist.

Julian: Warum?

JNK: Start-ups haben zwar ein geringes Budget, sind aber voller Elan. Es macht mir einfach Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Sie sind immer bei der Sache und sehr flexibel. Sie wollen das Next-Big-Thing. Das spürt man.

Julian: Gibt es Momente, an denen du dich mit deinem Kurs bestätigt fühlst.

JNK: Oh ja, die gibt es. Eines Tages sah ich auf dem Tisch meines Kollegen Florian eine Flasche Killepitsch, einen typisch Düsseldorfer Kräuterlikör.

Julian: Alkohol am Arbeitsplatz?

JNK: Ja, aber wir müssen nichts schöntrinken. Die Geschichte dahinter bestätigt mich aber, dass wir alles richtig machen. Wir öffnen immer um neun Uhr. Als Florian so gegen 20 vor neun vor dem Büro stand, klingelte ein Mann wie ein Verrückter bei uns. Florian outete sich als Semtrix-Arbeiter und fragte, was er denn wolle. Der Unbekannte antwortete auf der typisch rheinischen Art: „Watt? Sie arbeiten erst ab neun? Sind Sie Beamte?“

Julian: Riecht das nicht nach Ärger?

JNK: Ganz im Gegenteil. Der Kunde kam nicht, um sich über unsere Arbeit zu beschweren. Er kam, um uns zu loben. Wir waren immer für ihn da, haben aktiv vorgeschlagen, was man besser machen kann, haben immer schnell auf seine Anfragen reagiert und ihn bei Google nach vorne gebracht. Als Dank hat er uns eine Flasche Killepitsch mitgebracht.

Julian: Na dann: Prost.

JNK: Genau!

Ein Blick über den Tellerrand: Social Media Plattformen für 2020

Facebook, Instagram.. und dann?

Allein im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Welt der sozialen Netzwerke stark verändert.

Beeinflusst von Trends, Zeitgeist und Marktsituation, kann sich eine beliebte Plattform binnen kurzer Zeit zum regelrechten Profil-Friedhof wandeln – genauso wie manche Seiten erst nach jahrelangem Bestehen zu Aufmerksamkeit gelangen. Dass auch die frisch angebrochenen, goldenen Zwanziger von Veränderung geprägt sein werden, sollte damit auch gesetzt sein.

Schon jetzt zeigen sich Entwicklungen, die bald die gesamte Netzkultur umkrempeln könnten: Netzwerke wie TikTok stehlen den Dauerbrennern Facebook, Instagram und Snapchat die Show, gleichzeitig rückt die Microblogging-Plattform Twitter wieder in den Mittelpunkt, während XING und LinkedIn im Business-Bereich erstarken. Doch warten auch neue, bisher unbekannte Netzwerke bereits in den Startlöchern.

Zeit, sich ein wenig umzusehen!

Goodbye, my Lover – diese Netzwerke mussten bereits weichen

Internet-Urgesteine werden sich noch an den Moment erinnern, als sie etwa zum Einstieg in die 2010er-Jahre widerwillig von MySpace zu Facebook zogen. Die ehemals beliebteste Social Media Plattform, die eng mit der Musikszene verknüpft war, konnte im Hinblick auf Seitenaufrufe zeitweise sogar über Google und Yahoo hinwegsetzen.

Obwohl die Seite dank individueller Profilgestaltung jedem zweiten Millenial einen Grundkurs in Sachen HTML verpasste, verlor sie ihre Mitglieder gegen Ende der Nullerjahre an Facebook. Die Nutzer tauschten ihre liebevoll hergerichteten Profile gegen ein schlichtes Einheitsdesign, welches nicht jedem Besucher das derzeitige Lieblingslied entgegenplärrte.

Gleichzeitig schien die Community bei MySpace mit der Plattform erwachsen geworden zu sein – Facebooks Altersbeschränkung von mindestens 13 Jahren und die Nutzung von Realnamen schien die Nutzer zu dem Zeitpunkt an der richtigen Stelle abzuholen.

Auch die Video-Plattform Vine legte einen Senkrechtstart hin, indem sie der Netzkultur eine eigene Art von Humor gebar. Die maximal sieben Sekunden langen Videos stellen das Vermächtnis der Plattform, das bis heute kopiert, doch unerreicht bleibt. Schon bevor Vine 2013 an den Start ging, wurde das Unternehmen von Twitter aufgekauft.

Mit der Einführung der Instagram Story hatte Vine plötzlich kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Hinzu kam, dass die Miniclips bei Instagram 15 Sekunden lang sein durften – also etwa doppelt so lang wie bei Vine. Weitere Netzwerke, die sich nicht durchsetzen konnten, sind beispielsweise die exklusive Community Ello wie auch Google Plus.

Während Erstere bereits ihren Reiz verlor, nachdem man einen Einladungslink ergattern konnte, schien Letztere nicht exklusiv genug: Mit jedem Google-Konto kam automatisch ein Account für das soziale Netzwerk des Suchmaschinengiganten einher, den allerdings irgendwie keiner so richtig wollte.

Doch bleibt am Ende die Frage: Welches beliebte Netzwerk verlässt uns als nächstes? Schließlich sind die Alternativen vielversprechend…

Diese sozialen Netzwerke könnten 2020 groß werden

Wohin es uns in diesem frischen, unverbrauchten Jahr 2020 verschlägt, wissen wir noch nicht genau.

Wer aus der Vergangenheit gelernt hat, weiß schließlich, dass soziale Netzwerke teilweise auch ein Revival durchmachen können – laut Social Media Experten ist eine solche Entwicklung wahrscheinlicher, als dass Newcomer die bestehenden Netzwerke vom Markt drängen. Twitter beispielsweise funktioniert schon seit seiner Gründung auf ein und dieselbe Art und Weise, trotzdem ist das Netzwerk in letzter Zeit erneut schlagartig populär geworden.

Nichtsdestotrotz zeigt etwa der Erfolg der einiger Apps, dass auch neue Plattformen Teil unseres Alltags werden können. Aus diesem Grund wollen wir an dieser Stelle einige interessante Plattformen vorstellen, deren rasanter Aufstieg uns nicht überraschen würde. Allgemeine Tendenz: Video-Plattformen!

  1. TikTok

Die chinesische App TikTok haben wir bereits im ersten Absatz als Beispiel angeführt. Warum? Weil sich bei dem Video-Netzwerk bereits jetzt schon eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Social Media Größen wie Instagram und Snapchat abzeichnet.

Das Konzept der Plattform ist im Grunde nicht neu: TikTok war hierzulande früher hauptsächlich als Musical.ly bekannt – eine Community, in welcher vorrangig Lipsync-Videos gepostet werden.

So verwundert es nicht, dass hauptsächlich Teenager auf die Plattform ansprachen und teilweise sogar zur Prominenz wurden: Die Zwillinge Lisa und Lena etwa verdanken ihren Ruhm tatsächlich Videos, in welchen sie ihre Lippen zu Pop-Songs bewegen. Seit 2019 ist Musical.ly offiziell in TikTok übergegangen – eine Community, welche im Gegensatz zum Vorgänger nicht nur die jüngere Generation anspricht.

Selbst in Marketing-Kreisen ist das Video-Netzwerk mittlerweile ein wichtiges Thema geworden. Somit solltest Du das soziale Netzwerk dieses Jahr besonders gut im Auge behalten, alle Vorzeichen stehen auf Hype!

  1. Lasso

Apropos TikTok: Ebenso wie bei Vine, gibt es auch für TikTok einen zu Facebook gehörenden Konkurrenten. Allein deshalb sollte die Videoblogging-App Lasso als direkter Konkurrent nicht unterschätzt werden.

Die Nähe zu Facebook ermöglicht den Usern, Inhalte auch direkt als Facebook Story zu posten – die Schnittstelle zu Instagram soll als nächstes folgen. Auch die bestehende Community wie auch der finanzielle Support sind praktisch.

Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Zielgruppe – hauptsächlich Teenager –, sich tatsächlich für den Tik-Tok-Klon begeistern lässt.

  1. Houseparty

Videotelefonie ist längst ein alter Hut und ermöglicht Menschen aus aller Welt, selbst die größte geografische Distanz zu überbrücken. Eine waschechte Familienzusammenführung oder, ja, eine Hausparty waren bislang eher schwierig.

Dies soll mit der Gruppenchat-App Houseparty nun ein Ende haben: Mit über 20 Millionen Nutzern auf der ganzen Welt beschreibt sich die App nicht zu Unrecht als „face to face social network“. Obwohl Gruppen-Videochats auch bei anderen Netzwerken möglich sind, ist es das sympathische Branding der App wie auch die Möglichkeit, Freunde von Freunden kennenzulernen, die sie über andere Dienste hervorheben.

Umso besser: Das Gaming Feature, welches seit 2018 in den Chat integriert ist. Hiermit können Gruppen von Freunden gemeinsam Spiele spielen.

  1. Caffeine

Die Livestream-App Caffeine bietet ihren Nutzern genau das, was auch eine leckere Tasse frischen Kaffees morgens bewerkstelligt: Erfrischend und auf einen Schlag mitten im Geschehen, bietet die Plattform Usern die Möglichkeit, andere in Echtzeit an ihrem Leben teilhaben zu lassen.

An sich scheint die Idee wenig revolutionär – schließlich bietet auch Instagram eine Live-Funktion, die auch von Influencern weltweit gern und häufig genutzt wird. Der Teufel steckt jedoch im Detail: Von ehemaligen Apple-Entwicklern geschaffen und bereits als Plattform für namhafte Events genutzt, scheint die App trotzdem interessant genug für einen angehenden Trend.

Gemeinsam mit Freunden ein Spiel verfolgen und sich live austauschen zu können, bringt besonders für Sport-Fans Vorteile. Im Zentrum der Livestream-Community sollen aber nicht nur die „echten“ Sportarten stehen: Auch eSports und Gaming haben bei Caffeine einen hohen Stellenwert.

Übertragungen lassen sich auch vom Computerbildschirm oder dem heimischen Fernseher aus schalten – somit erinnert die Plattform zusätzlich an das Netzwerk Twitch.

  1. Steemit

Zum Abschluss: Ein Netzwerk, das dem nach Zukunft und Fortschritt klingenden Jahr 2020 wirklich gerecht werden könnte. Die dezentral organisierte Plattform Steemit, die eigentlich schon seit 2016 als Social Media- und Blogging-Plattform funktioniert, erinnert an Seiten wie Reddit oder 9Gag.

User können ihre Fotos, Videos und andere Beiträge mit anderen teilen und die Posts anderer Nutzer nach Belieben mit Likes versehen. Hier wird es jedoch interessant: Die sogenannten Upvotes, die man bei Steemit für einen Post erhalten kann, werden mit Steem-Coins vergütet – einer Kryptowährung, die dem Account gutgeschrieben wird und im Anschluss gegen eine beliebige Währung ausgetauscht werden kann.

Für ein geregeltes Einkommen eignet sich die Plattform vermutlich nicht, da die Währung Wertschwankungen unterliegt und es natürlich nicht planbar ist, immer eine bestimmte Anzahl von Likes zu erhalten. Doch befeuert die Möglichkeit, sich für seinen Content bezahlen zu lassen, selbstverständlich den Spaß.